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Unschätzbare Wandmalereien

Die gotischen Malereien in der Berger Kirche sind mit Unterstützung des Landesamts für Denkmalpflege saniert worden. Dafür hatte sich der "Freundeskreis Berger Kirche" stark gemacht.
Sie freuen sich über die Restaurierung: (von links) Annemarie Schwenk, Josef Jeck, Kurt Fortenbacher, Christine Kenner und Berthold Engel.	Foto: Ehrlich Sie freuen sich über die Restaurierung: (von links) Annemarie Schwenk, Josef Jeck, Kurt Fortenbacher, Christine Kenner und Berthold Engel. Foto: Ehrlich
Brechen. 

Eine erfolgreiche Denkmalpflege konnte einmal mehr am Beispiel der Berger Kirche im Goldenen Grund gezeigt werden. Das Landesamt für Denkmalpflege hatte die Bitte um Unterstützung seitens der Kirchengemeinde positiv beschieden und das Projekt mit 5000 Euro unterstützt und zudem die Arbeiten fachlich begleitet.

Zur Vorgeschichte: 1968 wurden im Auftrag des Bischöflichen Ordinariats in Limburg, unter der Leitung des Elzer Restaurators Josef Weimer, Wandmalereien in der Berger Kirche freigelegt. Nach mehr als 40 Jahren war es nun an der Zeit, den Verfall der Malereien zu stoppen. Bei einem Ortstermin mit der Restauratorin Christine Kenner vom Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden und Dr. Johannes Spengler vom Bischöflichen Ordinariat (Limburg) war man sich schnell einig, dass umgehend eine Konservierung und Restaurierung vorzunehmen sei, denn, so die Begründung: "Durch drohenden Substanzverlust ist es nach Auffassung der staatlichen und kirchlichen Denkmalpflege zwingend notwendig, die unwiederbringlichen Wandmalereien zu konservieren und zu restaurieren."

Lob für Freundeskreis

Nachdem der Verwaltungsrat der katholischen Gemeinde St. Georg, zu der die Berger Kirche gehört, dem Vorhaben zugestimmt hatte, ließ der "Freundeskreis Berger Kirche" nicht mehr locker, und es ging zügig voran. Anfang Mai konnte der Restaurator Berthold Engel aus Kleinlüder bei Fulda seine Arbeit fertigstellen.

Zur Abnahme bedankte sich Verwaltungsratsmitglied und Erster Vorsitzender des "Freundeskreises Berger Kirche", Josef Jeck, für die Unterstützung in dieser Angelegenheit und die Zusammenarbeit. Restauratorin Kenner hob hervor, ohne ein solch großes Engagement der Bürger und der Öffentlichkeit seien Projekte dieser Art nicht zu schaffen – selten habe sie einen so engagierten Freundeskreis erleben dürfen – daher habe sie sich gerne für den Erhalt und die Mittelbereitstellung eingesetzt.

Es handelt sich um bedeutende gotische Malereien aus dem 15. Jahrhundert. Das größte Motiv zeigt einen Reiter mit Umhang im Kampf mit einem Drachen, welches sich mittschiffs links über dem Gewölbe befindet. Das Besondere daran ist, dass die Georgslegende in einen mittelalterlichen Turnierkampf "übersetzt" wurde. Unschätzbare Wandmalereien in der Mutterkirche des Goldenen Grundes.

Dank an den Restaurator

Zusammen mit weiteren Mitgliedern (Annemarie Schwenk und Kurt Fortenbacher) betonte Jeck, dass diese Förderung des "Freundeskreises Berger Kirche" eine besondere Befleißigung sei, die Vereinssatzungsziele kraftvoll, auch mit Hinblick auf weitere Generationen, zu verfolgen – verbunden mit dem Dank an den ausführenden Restaurator Bertold Engel, der die Arbeiten fach- und fristgerecht ausgeführt hat. ehp

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