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Unser Mann in Sotschi

Von Die Winterspiele selbst hautnah erleben, für den Bad Camberger Frank Kingler geht dieser Traum in Erfüllung. Der Sportorthopädietechniker wird bis zum nächsten Dienstag im Olympischen Dorf Athleten aus bis zu 85 Nationen betreuen.
Er ist selbst Marathonläufer, jetzt ist Frank Kingler zum ersten Mal bei Olympia dabei. Allerdings nicht als Sportler, sonders als Orthopädietechniker. Er betreut Sportler, die wegen einer Verletzung eine spezielle orthopädische Ausrüstung brauchen. Foto: Koenig Er ist selbst Marathonläufer, jetzt ist Frank Kingler zum ersten Mal bei Olympia dabei. Allerdings nicht als Sportler, sonders als Orthopädietechniker. Er betreut Sportler, die wegen einer Verletzung eine spezielle orthopädische Ausrüstung brauchen. Foto: Koenig
Limburg-Weilburg. 

Zu den Sommerspielen in London 2012 hatte es noch nicht geklappt. Doch seit dieser Woche ist Frank Kingler, Geschäftsführer des Bad Camberger Sanitätshauses Kingler, ein Teil des olympischen Traumes. Im Rahmen der Winterspiele in Sotschi wird der Sportorthopädietechnikermeister unter anderem Skispringer, Bobfahrer, Snowboarder und alpine Skifahrer mit Bandagen, sogenannten Orthesen zur Stabilisierung von Gelenken, medizinischen Kompressionsstrümpfen und Einlagen versorgen. Denn er gehört zu einem Team von insgesamt zwölf Sportorthopädietechnikern, die an Ort und Stelle die medizinische Versorgung von rund 2900 Athleten aus etwa 85 Nationen sicherstellen.

Bilderstrecke Sotschi 2014: Verabschiedung der Olympioniken
Der Medienrummel am Frankfurter Flughafen war groß: Am Morgen des 4. Februar 2014 wurde die deutsche Olympia-Mannschaft offiziell zu den Winterspielen nach Sotschi verabschiedet. FNP.de zeigt Fotos dazu in einer Bilderstrecke (alle Fotos: dpa).<br />&nbsp;<br />Hier im Bild: Die 15-jährige deutsche Shorttrackerin Anna Seidel vor dem Abflug nach Sotschi.Rund 50 Athleten sowie Trainer und Betreuer flogen an die russische Schwarzmeerküste.<br />&nbsp;<br />Hier im Bild: Die deutsche Biathletin Andrea Henkel winkt vor dem Abflug nach Sotschi.Mitglieder der deutschen Olympiamannschaft werden auf dem Frankfurter Flughafen vor dem Abflug nach Sotschi von Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU, 5.v.l.) und Christoph Franz (2.v.r.), Vorstandvorsitzender der Lufthansa AG, verabschiedet.

Dies geschieht im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Orthopädie-Firma „Bauerfeind“, die das Olympische Organisationskomitee als Partner unterstützt. Das Techniker-Team ist zwar in allen drei Olympischen Dörfern im Einsatz, Frank Kingler ist aber vor allem „oben in den Bergen“ aktiv, wie er der Nassauischen Neuen Presse vor seiner Abreise erzählte.

 

Optimale Ausrüstung

 

Vom gestrigen Mittwoch an bis nächsten Dienstag wird er im „Mountain Village“ beim Gebirgsdorf Rosa Kutor in der dortigen Poliklinik arbeiten. Konkret heißt das, kommt ein verletzter Athlet, egal welcher Nation, in die Klinik, wird Frank Kingler nach einer ärztlichen Diagnose gemeinsam das für den Sportler optimale Produkt auswählen. Angesichts der langen Vorbereitungszeiten auf die Spiele wollen die Athleten natürlich unbedingt starten, erzählt Kingler. So sei es durchaus nicht ungewöhnlich, dass Wettkampfteilnehmer trotz eines gebrochenen Mittelfußes den Berg herunterjagen. Der amerikanische Ski-Star Lindsey Vonn fuhr vor seiner Olympiaabsage sogar mit einem gerissenen Kreuzband.

Es sind Fälle wie diese, in denen die Spezialisten alles tun, um Beine und Füße so zu stabilisieren, dass der Athlet, ohne weiteren Schaden zu nehmen, die zweiminütige Abfahrt wagen kann. Man müsse immer das komplette (Körper-)Bild sehen, fasst der Techniker sein Vorgehen zusammen. Körperhaltung, Fußstellung und vieles mehr müssten bei der Auswahl der Produkte berücksichtigt werden.

 

Marathonläufer

 

Aber nicht nur als Techniker, sondern auch als Sportler sei Sotschi natürlich etwas Besonderes, ergänzt der begeisterte Marathonläufer, der demnächst wieder an einem Ultra-Marathon teilnehmen möchte. Für den Olympia-Einsatz ausgewählt wurde Frank Kingler unter anderem, weil er 2011 erfolgreich eine Weiterbildung zum Sportorthopädie-Techniker erfolgreich abschloss und diese Kenntnisse in der Folgezeit weiter vertiefte. Seither berät er in seinem Orthopädiehaus sowohl Leistungs- als auch Hobbysportler. Dazu zählen aus dem Landkreis Limburg-Weilburg zum Beispiel die Diskuswerferin Sabine Rumpf, Diskuswerfer Marius Rosbach und Triathlet Gerhard Nießner.

Alles über die Winterspiele in Sotschi finden Sie in unserem Olympia-Special.

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