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Einbrecher: Vandalismus in den Elzer Anlagen

Von Erst stiegen die Einbrecher in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Café Nussbaum ein und stahlen Bier und Wein. Dann verwüsteten sie die Elzer Anlagen, rissen Wegeinfassungen raus und traten Pflanzpfähle um. Karl Lindig vom Verschönerungsverein sagt: „Wir haben eine Riesenwut im Bauch.“
Das erste Insektenhotel wurde in Brand gesetzt und nun wurde auch das zweite Exemplar zerstört. Bilder > Das erste Insektenhotel wurde in Brand gesetzt und nun wurde auch das zweite Exemplar zerstört.
Elz. 

Entsetzen, Fassungslosigkeit und Wut bei den ehrenamtlich tätigen Helfern im Verschönerungsverein und den „Mittwochsrentnern“: In der Nacht zum Sonntag wurde die Elzer Grünanlage teilweise verwüstet, und erneut wurde in das Lager vom Cafe Nussbaum eingebrochen und Wein und Bier gestohlen.

Fassen kann man das nicht, sagt Karl Lindig, Vorsitzender vom Verschönerungsverein. Für ihn steht fest: Hier hat grobe und rohe Gewalt geherrscht. Und das leider nicht zum ersten Mal. Bereits vor drei Wochen kletterten Unbekannte über die Mauer des Cafés und versuchten, Leergut zu stehlen. Weil das Lager leer war, seien die Täter damals unverrichteter Dinge abgezogen, berichtet Lindig. Diesmal nicht. Am vergangenen Wochenende stiegen erneut Einbrecher ein, brachen die Tür zum Lager auf und stahlen zwei Kästen Bier sowie einen Karton Rotwein.

In Rage getrunken

Das Bier sei dann vermutlich sofort getrunken worden, vermutet der Vorsitzende vom Verschönerungsverein. Denn erstens hätten die Kronkorken überall verstreut herumgelegen, während die Flaschen allerdings nicht aufzufinden gewesen wären. Und zweitens dürften sich die Täter in Rage getrunken haben, andernfalls es Lindig zufolge kaum zu derartigen Verwüstungen gekommen wäre.

Und die sind beträchtlich. Die Anlagen würde deutliche Spuren der Verwüstung aufzeigen, sagt er. Das Insektenhotel sei völlig zerstört worden. Um einen Bubenstreich könne es sich dabei nicht handeln. Denn das Bauwerk besteht aus massiven Einzelteilen und ist zudem einbetoniert. Das Insektenhotel sei vor knapp drei Jahren in mühsamer Arbeit errichtet worden, nachdem das davor aufgestellte Haus abgebrannt war. Damals hätten möglicherweise Kinder gezündelt und das Insektenhotel abgefackelt, meint Lindig. Jetzt waren es Vandalen, die den Unterschlupf für Insekten mutwillig kaputt gemacht haben. Ein drittes Insektenhotel wird es jedenfalls nicht geben, teilt er mit.

Und die Verwüstung ging bei dem jüngsten Zwischenfall noch weiter. Auch Weg- und Pflanzeinfassungen sowie Pfähle wurden herausgerissen und in die Grünfläche geworfen, kleine Bäume krumm getreten. Dass niemand von dieser nächtlichen Gewaltorgie etwas mitbekommen hat, sei kaum zu glauben. Denn dass die Randale leise stattgefunden hat, kann Karl Lindig sich kaum vorstellen.

Zeugen gesucht

Darauf weist Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) ebenfalls hin: „Das Ganze kann nicht ohne entsprechende Geräusche abgelaufen sein.“ Zwar habe man bereits Anzeige bei der Polizei erstattet. Dennoch bittet er die Bevölkerung um Aufmerksamkeit. „Nur wenn alle Elzer Bürgerinnen und Bürger wachsam sind und sich nicht scheuen Beobachtungen zu melden, können wir es schaffen diesem Treiben Einhalt zu gebieten.“

Karl Lindig, Vorsitzender vom Verschönerungsverein sowie von der Gruppe der „Mittwochs-Rentner“, bleibt wütend. Seit Jahren pflegen und reinigen er und seine Mitstreiter der Mittwochsrentner die Anlagen. Und jahrelang habe man keine Beschädigungen erlebt. „Es war sehr lange Zeit ruhig.“

Bis vergangenes Wochenende, als die Täter zuschlugen und einen Schaden von mindestens 1 500 bis 1 700 Euro anrichteten; die Kosten für das demolierte Türschloss dürften sich auf etwa 100 Euro belaufen. Die immaterielle Sachbeschädigung ist indes höher und immens. „Karl Lindig erklärt: Wir haben eine Riesenwut im Bauch.“ Hinweise mögen bitte ans Ordnungsamt der Gemeinde gerichtet werden, Telefon:  95 75 30 oder auch an den Vorsitzenden des Verschönerungsvereins, Karl Lindig, Telefon:  5 47 66.

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