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Windkraft: Verein hilft heimischen Bürgerinitiativen im Kampf gegen Windparks

Was in Burgschwalbach vor mehr als einem Jahrzehnt gelungen ist, kann auch in anderen Orten gelingen. Dies erklärte der Vorsitzende des Verein „Burgschwalbach ohne Windkraft, Harry Rollig, in der jüngsten Jahreshauptversammlung des Vereins.
Der neugewählte Vorstand des Vereins „Burgschwalbach ohne Windkraft“ mit dem Vorsitzenden Harry Rollig (Mitte). Foto: Christopher Kahl Der neugewählte Vorstand des Vereins „Burgschwalbach ohne Windkraft“ mit dem Vorsitzenden Harry Rollig (Mitte).
Burgschwalbach. 

Die Neuwahl des Vorstands und aktuelle Aktivitäten standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Vereins „Initiative zur Erhaltung unserer intakten Heimat Burgschwalbach ohne Windkraftanlagen“ (BoW).

Anlass der Vereinsgründung im Jahr 2004 war ein geplanter Windpark auf dem Gebiet „Wehrholz“ in Burgschwalbach, gegen den der Verein erfolgreich zur Felde zog. BoW hatte federführend dazu beigetragen, dass die seinerzeit im Flächennutzungsplan ausgewiesene Vorrangfläche für Windkraftanlagen von 71 auf rund 20 Hektar reduziert wurde. Damit scheiterte der Bau eines Windparks. Mit Demonstrationen und Diskussionsrunden machte der Verein auf die möglichen Auswirkungen durch 150 Meter hohe Rotoren aufmerksam – ein Hubschrauber führte die Höhe der Anlagen vor Augen.

Geschlossenheit gezeigt

Mittlerweile sind 14 Jahre vergangen. „Wir beobachten die Entwicklung weiterhin, insbesondere im Rhein-Lahn-Kreis und in den angrenzenden Nachbargemeinden im Landkreis Limburg-Weilburg sowie Rheingau-Taunus“, sagte Vorsitzender Harry Rollig, der auf Jahr 2017 zurückblickte. Insbesondere stand das Thema „Renaturierung“ in Form von Blühwiesen in Burgschwalbach (drei Flächen) sowie die Teilnahme an diversen Veranstaltungen zur Windkraft und eine Herbstwanderung am im Mittelpunkt des aktuell 104 Mitglieder starken Vereins.

Bei den Neuwahlen demonstrierte die Versammlung Geschlossenheit. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt: Harry Rollig (1. Vorsitzender), Heinz Huth (2. Vorsitzender), Dieter Scherer (1. Schriftführer), Erich Butula (2. Schriftführer), Ottmar Moll (1. Kassierer), Lothar Schüttler (2. Kassierer) sowie die Beisitzer Ralf Fetter, Dr. Werner Müller und Robert Hofscheuer.

Harry Rollig berichtete im Anschluss, dass innerhalb der Hauptaktivitäten des Vereins für das Jahr 2018 die Beratungen der Windkraftgegner in der heimischen Region im Fokus stehen. Namentlich führte Rollig die Orte Kaltenholzhausen und Altendiez auf. „Wir stehen den Bürgerinnen und Bürgern in den Nachbargemeinden beratend zur Seite. Was in Burgschwalbach möglich ist, können auch andere Initiativen in den umliegenden Orten erreichen“, so Rollig. „Nicht nur allein der Schall von Windkraftanlagen wirkt sich negativ auf den Menschen, sondern auf alle Lebewesen aus“, berichtete Rollig weiter. „Dies führt langfristig zu dramatischen Veränderungen in den Biotopen.“ Rollig und seine Vorstandskollegen stehen Bürger-Initiativen in Hessen und Rheinland-Pfalz unterstützend zur Seite und empfehlen die Gründung von Vereinen gegen die Windkraft. So wird eine Abordnung der „BoW“ auch am 23. Mai bei der Vereinsgründung in Altendiez anwesend sein. „Damit wird deutlich, dass sich der Verein weiterhin nachhaltig in der Region einbringt“, so Rollig zum Abschluss.

(ckb)

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