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Vernetzte tArt-Orte

Von Zu einem Gedankenaustausch aller tArt-Orte-Teilnehmer luden die Initiatoren dieser kulturellen Veranstaltungsreihe in das Kurhaus in Bad Camberg ein. Etwa 40 Künstler und Förderer kamen.
Bad Camberg. 

Wie wäre es, wenn Skulpturen oder Bilder nicht mehr nur in Galerien zu betrachten wären, sondern in der Scheune eines Gestüts oder mitten in einem Park in einem Teehaus ? Oder wie würde eine als „Entschleunigungskonzert“ konzipierte Musikveranstaltung in einer alten, noch kaum renovierten Mühle wirken ?

Neue Möglichkeiten zur Verknüpfung von Künstlern, Kunstliebhabern sowie Anbietern von Ausstellungs- und Präsentationsflächen zu schaffen, darum solle es bei diesem „Netzwerk-Treffen“ gehen, meinte Kurt Bethge-Krafft, der gemeinsam mit Klausjürgen Herrmann die tArt-Orte initiierte und organisiert. „Machen Sie sich miteinander bekannt, tauschen Sie sich aus, und entwickeln Sie neue Ideen !,“ rief er den Gästen der ersten Netzwerk-Veranstaltung am vergangenen Freitag zu.

Etwa wie Elisabeth Knossalla, deren tArt-Ort das Foyer des Limburger Landgerichts sein wird. Batik- und Textildruckarbeiten auf unbehandelten Baumwollstoffen zeigt die gelernte Juristin, die sich während der letzten 30 Jahre aber immer mehr ihrer künstlerischen Neigung gewidmet hat. Ihre teilweise mit religiösen Motiven und Symbolen gestalteten Werke mit dem Titel „Lichtblicke“ können während der Öffnungszeiten der Justizbehörde angesehen werden. Kabarett- und Theaterkünstler sowie Musiker werden in der nahegelegenen Villa Scheid auftreten, was „natürlich sehr schön ist, aber viel mehr als ursprünglich geplant“, räumt Inhaber Carsten Reitz ein.

Zu einer kleinen Künstlerkolonie zusammengefunden haben sich die Mitglieder der „Künstlergruppe Netzbach“. Sie sei sehr dankbar, zum ersten Mal Teil dieser Veranstaltungsreihe sein zu dürfen, sagt Ilse Voigt und zählt die künstlerische Vielseitigkeit ihrer Kollegen auf: „Malerei, Bildhauerei, Inspirationen in Holz und Ton sowie Schmuckgestaltung bieten wir.“ Darüber hinaus sei die Künstlergruppe Netzbach auch eine geografische Bereicherung, fügt sie schmunzelnd hinzu. „Unser tArt-Ort liegt in Rheinland-Pfalz.“

In Strinz-Trinitatis bilden Carmen Machner und Andrea Baum ebenfalls eine Künstler-Gemeinschaft. Carmen Machners „Happy Flowers“, „Crazy Cats“ und Glückselefanten, deren Rüssel sich vergnügt nach oben recken, sind als Quilt- und Patchworkarbeiten entstanden und werden gemeinsam mit der von Andrea Baum hergestellten Gebrauchskeramik und apartem Tonschmuck präsentiert. Dabei kann der Betrachter nicht nur die vollständigen Werke ansehen, sondern sich von den beiden Frauen auch die Fertigungstechniken erläutern lassen: Dass zum Beispiel beim Nähen eines Quilts bis zu 300 Sicherheitsnadeln gleichzeitig im Stoff stecken können, wie Carmen Machner erklärt, und dass zehn Prozent sämtlicher Erlöse an ein hessisches Hospiz gespendet werden. Sehr routinierte Mitwirkende der tArt-Orte sind auch die fünf Künstlerinnen um Ilka Fanta aus Wallrabenstein. Von Anfang an waren sie bei dieser „Kultour“ dabei. „Und es wird immer besser“, sagt Malerin Ingrid Gerhard. Das Logo der Veranstaltungsreihe sei mittlerweile bekannt. „Die Leute achten darauf, sehen einen tArt-Orte-Hinweis an der Straße und kommen vorbei.“ Könne sie sich denn vorstellen, dass ihre Werke in den Ställen eines Gestüts gezeigt werden ? Da lacht Ilka Fanta nur.

Auf die Anziehungskraft des tArt-Orte-Logos setzt auch Kristin Rasmussen aus Bad Camberg. Für sie ist alles eine Premiere: Die erste Teilnahme an der Kulturreihe und die erste Ausstellung der eigenen Bilder überhaupt. Das sei schon sehr spannend, meint die Malerin ein wenig schüchtern. „zArt-besaitete Bilder“ nennt sie ihre Sammlung, die an sechs Tagen zu sehen sein wird. Wie die Betrachter auf ihre sanften, verträumten Acryl-Bilder reagieren werden, weiß sie noch nicht. Aber, „ich werde während der Ausstellungstage da sein, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen“, sagt Kirsten Rasmussen. Darauf freue sie sich.

Das gesamte Programm der Veranstaltungsreihe tArt-Orte 2013 ist im Internet unter www.tart-orte.de zu sehen.

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