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Polizeieinsätze: Verwirrter Mann hält Limburg in Atem

Von Vor der Commerzbank am Kornmarkt stand er schon. Und jetzt vorm Bischöflichen Ordinariat. Ein 46-jährige verwirrter Mann ist überzeugt, dass ihm diese Gebäude gehören.
Der 46-jährige Ingedji Bokotoko stand im vergangenen Jahr fast jeden Nachmittag vor der Commerzbank am Kornmarkt. Foto: Anette in Concas Der 46-jährige Ingedji Bokotoko stand im vergangenen Jahr fast jeden Nachmittag vor der Commerzbank am Kornmarkt.
Limburg. 

Erst der Walderdorffer Hof in der Altstadt, dann die WERKStadt hinter dem Bahnhof, im kompletten vergangenen Jahr die Commerzbank-Filiale am Kornmarkt und nun auch das Bischöfliche Ordinariat: Der 46-jährige Ingedji Bokotoko hat ein neues Objekt entdeckt. „Ihm gehört jetzt auch das Ordinariat“, sagt Bistumssprecher Stephan Schnelle und seufzt.

Der 46-Jährige Bokotoko lebt von der Sozialhilfe, die Stadt hatte ihm im vergangenen Jahr eine Wohnung besorgt, nachdem er zuvor mehrere Monate auf der Straße gelebt hatte.

Vor mehr als einem Jahr hatte er entschieden, ihm gehöre die Commerzbank am Kornmarkt; fast jeden Tag verlangte er, den Tresorschlüssel ausgehändigt zu bekommen. Zuvor war er regelmäßig in der WERKStadt aufgetaucht, die ihm auch gehöre, und hatte mehrere Monate abends vorm Walderdorffer Hof Stellung bezogen.

Wachmänner engagiert

Das führte an der Commerzbank zu zahlreichen Polizeieinsätzen wegen Hausfriedensbruchs. Die Bank engagierte zwei private Wachleute, die Bokotoko daran hinderten, die Bank zu betreten. Nach einem mehrwöchigen Aufenthalt in der Psychiatrie in Hadamar entspannte sich die Situation. Die Commerzbank konnte das Wachpersonal auf eine Person reduzieren, und als der 46-Jährige keine Anstalten mehr machte, die Bank betreten zu wollen, zog sie auch den anderen Wachmann ab. Trotzdem stand der Mann weiterhin fast jeden Tag vor der Bankfiliale, ist dort aber zuletzt immer seltener aufgetaucht.

Dafür steht er jetzt vor dem Bischöflichen Ordinariat.

Wie schon bei der Commerzbank betrat Bokotoko mehrfach das Verwaltungsgebäude der katholischen Kirche. Weil er nicht gehen wollte, musste die Polizei kommen und ihn mitnehmen. Es habe deshalb bereits mehrere Polizeieinsätze gegeben, sagt Bistumssprecher Schnelle. „Wir haben natürlich versucht, mit ihm zu sprechen.“ Wirklich schlau geworden sind sie aus ihm allerdings auch nicht.

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