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Viel Musik für Ruanda

Von Beim Ruanda-Benefizkonzert in Flacht gab es keinen einzigen freien Platz mehr. 1800 Euro kamen für den guten Zweck zusammen.
Sorgte für ganz besondere Momente: Sinija Richter an der Harfe. Bilder > Sorgte für ganz besondere Momente: Sinija Richter an der Harfe.
Flacht. 

Die Spendenkasse für Ruanda ist nach dem Benefizkonzert am Samstagabend in der evangelischen Kirche Flacht gut gefüllt: 1800 Euro kamen zusammen. Geld, das nun für die dringend notwendige Renovierung der Primarschule Nyiragikokora eingesetzt werden kann. Diese kleinste von insgesamt neun Primarschulen liegt abseits der Hauptverkehrswege in 2700 Meter Höhe im westlichen Hochland von Rambura und wird von 377 Kindern, ehemaligen Kongoflüchtlingen, die in diesem menschenleeren Weideland angesiedelt wurden, besucht. Die Schule ist nicht mehr schülergerecht, bedarf einer dringenden Sanierung und ist somit das wichtigste derzeitige Partnerschaftsprojekt der Ruanda-Stiftung Helmut Weimar.

Das Benefizkonzert für Ruanda, das alljährlich in der Kirche in Flacht stattfindet, ist schon zur Tradition geworden. Mit der Besucherresonanz war Holzheims Ruandabeauftragter Helmut Weimar auch in diesem Jahr mehr als zufrieden. „Die Chöre und Musikanten haben alle spontan zugesagt, Überzeugungsarbeit war absolut nicht nötig. Und dass für die Ruandahilfe, ein deutliches Interesse in der Bevölkerung vorhanden ist, kann man an der Besucherzahl ablesen“, sagte Weimar. Bereits bei früheren Konzerten hatte er darauf hingewiesen, das es um einen Akt der Solidarität, um zwischenmenschliche Hilfe und um direktes Handeln gehe. Holzheim ist im Rahmen der 32-jährigen Länderpartnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda bereits seit 26 Jahren mit dem Distrikt Rambura (früher Birembo) partnerschaftlich verbunden.

Die Flachter Kirche bot keinen einzigen Sitzplatz mehr, als das Jugendblasorchester Daubach das Konzert eröffnete. Der Chor der Realschule plus Hahnstätten, die Schüler der Kreismusikschule Rhein-Lahn, Lukas Missigbrodt, Valerie Feldmann, Samuel Vogt, Jerome Stephan (alle Klavier), Lisa Vogt (Querflöte) und Veronika Bindewald (Geige), sowie die Preisträgerin „Jugend musiziert“ Sinija Richter mit ihrer Harfe waren der Einladung zum Konzert ebenso gerne gefolgt wie die Limburger Sopranistin Rebecca Laux und der Oberneisener Chor „Laudate“.

Hilfe zur Selbsthilfe

Den Konzertbesuchern, unter ihnen Landrat Frank Puchtler (SPD), der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Lammert, der Diezer Verbandsbürgermeister Franz Klöckner, das Stifterehepaar der Ruanda-Stiftung Dr. Theo und Inge Zwanziger, sowie die beiden Hausherren, das Pfarrersehepaar Esther Reinighaus-Cremers und Daniel Cremers, wurden besinnliche Stücke wie Händels „Andante“ (Kreismusikschüler) oder „Jeder Tag bringt neue Hoffnung“ (Schoppensänger) gekonnt dargeboten. Gelungen auch: „O Holy Night“ (Rebecca Laux) oder das swingende „Shenendoah“ (Chor Laudate). Ganz besondere Stimmung verbreitete Sinija Richter mit ihrer Harfe („A moorish Garden“), ein Instrument, das man in einem Konzert als Solobeitrag nicht sehr häufig hört.

Da sich alle Mitwirkenden des Konzertabends unentgeltlich in den Dienst der guten Sache stellten und die Besucher nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Geldbeutel geöffnet hatten, leistete man wiederum einen wichtigen Beitrag für die Kinder Afrikas und setzte ein Zeichen der globalen Verantwortung und der Hoffnung für den afrikanischen Kontinent und seinen Menschen. Einmal mehr ein leuchtendes Beispiel der Hilfe zur Selbsthilfe!

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