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Bald bis zu 56 Asylbewerber in Elbtal: Viertes Haus für Flüchtlinge

Der Kreis mietet ein weiteres Haus in Dorchheim an, um Flüchtlinge unterzubringen. Noch im November könnte die Zahl der in Elbtal untergebrachten Menschen auf 56 steigen, wie Bürgermeister Lehnert mitteilte.
Abbruch beschlossen: Die Container in Dorchheim sind nicht mehr bewohnbar und sollen in dieser Woche abgebaut werden. Foto: Klaus-Dieter Häring Abbruch beschlossen: Die Container in Dorchheim sind nicht mehr bewohnbar und sollen in dieser Woche abgebaut werden.
Elbtal. 

Im Vergleich zur Einwohnerzahl hat Elbtal bereits jetzt beinahe die inoffizielle maximale Flüchtlingsquote von zwei Prozent erreicht: 2350 Einwohnern stehen 41 Flüchtlinge gegenüber, sechs Plätze sind aktuell frei. Sie leben bisher in drei Häusern in Elbgrund und Hangenmeilingen. Mit dem zusätzlichen Wohnhaus in Dorchheim und zehn Plätzen steigt die Quote auf 2,4 Prozent. Der Kreis hat das Gebäude für die Dauer von drei Jahren angemietet.

Der Elbtaler Bürgermeister Joachim Lehnert (parteilos) äußerte sich am Donnerstag in der Gemeindevertretung dennoch in keinster Weise negativ gegenüber dem Kreis. Im Gegenteil müssten die Gemeinden dankbar sein, dass sich der Landkreis Limburg-Weilburg um die Flüchtlinge kümmere. Ähnlich hatte sich auch bereits der Dornburger Bürgermeister Andreas Höfner geäußert. Das sehe in anderen Teilen von Hessen anders aus. Lehnert: „Ein ganz herzliches Dankeschön möchte ich dem Herrn Landrat und den Bediensteten des Kreissozialamtes aussprechen.“

Der Kreis gehe im Moment davon aus, noch in diesem laufenden Quartal 948 Flüchtlinge einquartieren zu müssen. Lehnert bedauert: „Alle Kommunen können derzeit nur abwarten, was noch auf sie zukommt.“ Zu der Unterbringung von Menschen in der Burg Waldmannshausen konnte Lehnert nichts sagen. Er habe über mehrere Tage vergeblich versucht, den Vorstand des in Hagen ansässigen Trägervereins zu erreichen. Geschäftsführerin Tanja Schäfer hatte gegenüber der NNP von einer „Anfrage“ des Regierungspräsidiums gesprochen. Doch die Räume seien im November und Dezember bereits vergeben. Gestern nun meldete sich der 2. Vorsitzende des Vereins, Carsten Schmitt, bei der NNP und widersprach der Darstellung, ohne allerdings weitere Angaben zu machen.

Container kommen weg

An anderer Stelle lässt die Gemeinde zeitnah Notunterkünfte beseitigen: „Spätestens“ Ende dieser Woche sollen die in Dorchheim postierten Wohncontainer abtransportiert werden. Sie dienten einst als eine Art Obdachlosenunterkunft. Im Auftrag der Gemeindevertretung hatte der Gemeindevorstand geprüft, ob die Container noch bewohnbar sind oder saniert werden können. Das macht jedoch aus Sicht der Gemeinde keinen Sinn, weshalb der Bürgermeister umgehend die Verschrottung in Auftrag gab. cris

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