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Tiergestützte Erziehung im Kindergarten Flacht: Von den Hasen lernen

Von Verantwortung übernehmen und Respekt vor anderen Lebewesen lernen: Die Kinder des Flachter Kindergartens Unterm Sternenzelt profitieren enorm von Stups und Fabius. Und noch dazu bereiten die beiden Langohren einfach Freude.
Ganz vorsichtig und nicht zu laut: Die Kinder wissen, das die Hasen Trubel nicht mögen und kümmern sich liebevoll um ihre tierischen Freunde. Bilder > Ganz vorsichtig und nicht zu laut: Die Kinder wissen, das die Hasen Trubel nicht mögen und kümmern sich liebevoll um ihre tierischen Freunde.
Flacht. 

„Wir gehen zu den Hasen“, kündigt Erzieherin Manuela Hummer in der Gruppe „Regenbogenland“ an und sorgt mit dieser Aussage für Freude bei den Kindern. Die Kinder lieben die Hasen Stups und Fabius, die auf dem Außengelände der Kindertagesstätte in einem großen Freilauf mit Häuschen und Sonnenschutz wohnen. „Man muss ganz leise, damit sich die zwei nicht erschrecken“, erklärt der vierjährige Moritz. „Am liebsten essen sie Möhren und Löwenzahn“, ergänzt ein Mädchen, während es im Gras nach Löwenzahnblättern sucht. „Aber nicht zu viel, sonst kriegen sie Bauchweh“, ergänzt ein anderes Kind voller Sorge um die Hasenfreunde.

„Die Kindern lernen durch die Hasen Verantwortung zu übernehmen“, berichten die Erzieherinnen Manuela Hummer und Anja Conradi-Scheid aus der Gruppe „Regenbogenland“. Einmal in der Woche werde ausgelost, wer von den Regenbogenland-Kindern „Hasen-Dienst“ hat. Diese Kinder seien dann verantwortlich und kümmern sich gemeinsam mit den Erzieherinnen um das Zwergkaninchen Stups und sein kuscheligen Löwenköpfchen-Freund Fabius. Wasser auffüllen, füttern, Löwenzahn suchen und pflücken und bürsten stehen dann auf dem Programm – bei Wind und Wetter.

 

Kein Spielzeug

 

Die Hasen sind keine Kuscheltiere und kein Spielzeug, auch das müssten die Kinder akzeptieren, berichten die Erzieherinnen: „Wenn Fabius und Stups keine Lust haben zu schmusen, dann haben sie keine Lust.“ Die Gefühle der Tiere wahrzunehmen und zu akzeptieren, auch das lernen die Kinder durch ihre tierischen Mitbewohner, die manch einem Kind die Eingewöhnungsphase im Kindergarten schon erleichtert haben.

Info: Fünf Jahre Krippe

Seit fünf Jahren bietet die evangelische Kindertagesstätte Unterm Sternenzelt auch Krippenplätze an. Das heißt Kinder können bereits ab dem Alter von einem Jahr die Einrichtung besuchen.

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In der Flachter Einrichtung wird die Nähe zur Natur großgeschrieben, dazu tragen neben Waldtagen, dem großen Außengelände und Aktionen auch die Hasen bei. Besonderes Engagement kommt bei den Hasen auch von den Erzieherinnen Manuela Hummer und Anja Conradi-Scheid – schließlich kümmern sie sich auch in den Ferien und am Wochenende um die Tiere und tragen schlussendlich die Verantwortung für Fabius und Stups. Ihr Einsatz kommt an und erfreut die Kinder. „Ich find’s schön“, antwortet ein kleiner Junge auf die Frage, wie er es findet zwei Hasen in der Einrichtung zu haben. „Wir bekommen auch von den Eltern ein ausschließlich positives Feedback“, freut sich Kindertagesstätten-Leiterin Christel Weiß-Mosler.

In regelmäßigen Abständen bieten die Erzieherinnen der Regenbogenland-Gruppe Projekttage zu den Hasen an. Dort erfahren die Kinder was Hasen gerne Essen, was sie brauchen, damit sie sich wohlfühlen und was sie gar nicht mögen. Das durch die Hasen erlernte Verantwortungsbewusstsein, den Respekt und die Rücksichtnahme nähmen die Kinder auch mit nach Hause, sie profitierten auch später vom frühen Kontakt zu den Tieren, findet die Kita-Leitung.

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