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Freiwillige Feuerwehr Dehrn: Wehrleute als Flüchtlingshelfer

Die Freiwillige Feuerwehr Dehrn hat neben ihren klassischen Pflichten im vergangenen Jahr eine zusätzliche Aufgabe erhalten: die Flüchtlingshilfe. Dafür gab es in der Jahreshauptversammlung großes Lob.
Der stellvertretende Wehrführer Marco Sehr, Wehrführer Matthias Sehr und Ehrenwehrführer Eckhard Sehr (von links) ehrten zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr für langjährige Treue. Der stellvertretende Wehrführer Marco Sehr, Wehrführer Matthias Sehr und Ehrenwehrführer Eckhard Sehr (von links) ehrten zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr für langjährige Treue.
Runkel-Dehrn. 

Die Freiwillige Feuerwehr Dehrn hat in ihrer jüngsten Jahreshauptversammlung Matthias Sehr als Wehrführer und Vorsitzender des Feuerwehrvereins bestätigt. Zum neuen Ersten Kassierer wählte die Versammlung Mario Jung. Marco Martin bleibt Erster Schriftführer.

In seinem Jahresbericht zog Sehr eine positive Bilanz. Erfreut zeigte er sich, dass die Zahl der Brandmeldeanlagen gestiegen ist. Einen großen Raum der ehrenamtlichen Arbeit nahm das Engagement für die Flüchtlingslager in Staffel, Waldhausen und in den neu entstehenden Lagern in Dehrn ein. Dass Brandsicherheitsdienst und Rettungsaktionen auch Spaß machen können, wenn dabei niemand verletzt wird, das habe der Einsatz beim Motorsportclub „Crazy Horses“ gezeigt. Sehr ging auch auf die innerörtlichen Aktivitäten ein. So beteiligte sich die Feuerwehr an vielen Dorfveranstaltungen.

35 Einsätze und 40 Übungen gab es im letzten Jahr. Hinzu kamen Übungen im Bereich des Katastrophenschutzes. Lukas Bausch hat den Grundlehrgang in Erster Hilfe besucht, Christian Fürstenfelder den Sprechfunk- und Maschinistenlehrgang. Den Lehrgang „Bahn 1“ absolvierten Patrick Pötz und Marc Melzer ebenso wie den Lehrgang „Technische Hilfsleitung Bau“. Beide absolvierten auch den GABC-Einsatz-Kurs und ließen sich neben Sebastian Heun zum Gruppenführer ausbilden. Hinzu kamen weitere Lehrgänge verschiedener Art. Sehr freute sich über die Lernbereitschaft der Kameraden. Denn von einer modernen Feuerwehr werde gefordert, ständig auf dem neuesten Stand zu sein.

Auch die Jugend ist aktiv

Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. So gab es am 1. Mai ein Grillfest und im Oktober einen Mehrtagesausflug nach Hamburg. In diesem Jahr soll am 27. August wieder ein Lampionfest veranstaltet werden. Bereits am 13. März wird ein Konzert der Abteilung Blasorchester veranstaltet, informierte Abteilungsleiter Bernhard Caspari. Matthias Sehr bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen und allen Feuerwehrkameraden für ihr ehrenamtliches Engagement sowie bei den Spendern und Unterstützern. Sein Dank galt auch Bürgermeister Friedhelm Bender (SPD) und Stadtbrandinspektor Andreas Schuld, besonders aber Lothar Feger, der zunächst fünf Jahre als zweiter Kassierer tätig war und zuletzt 26 Jahre als Erster Kassierer.

Die Kassenprüfer Patrick Sehr und Sebastian Heun bescheinigten einwandfreie Finanzen. Heun und Johannes Schännen wurden zu neuen Kassenprüfern gewählt. Jugendwart Jonas Rohles berichtete von den Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen. Derzeit sind acht Mädchen und 16 Jungen aktiv. Die Jugendfeuerwehr traf sich im letzten Jahr 37 Mal Montagabends und absolvierte 45 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 50 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Rohles bedauerte, dass im vergangenen Jahr keiner der Jugendlichen den Weg in die Einsatzabteilung gefunden habe.

„Auch im vergangenen Jahr hattet ihr viel zu tun – und wenn etwas zu erledigen war, dann wart ihr immer hilfreich vor Ort“, würdigte Stadtbrandinspektor Andreas Schuld die Einsatzbereitschaft der Dehrner Feuerwehrleute. Erfreulich sei die Altersstruktur. „Damit ist auch weiterhin der Schutz der Bürger gewährleistet“. Die Ausstattung des Fuhrparks sei in Ordnung, und in diesem Jahr stehe die Neugestaltung des Umkleidebereichs im Feuerwehrhauses an.

In diesem Jahr warteten viele Aufgaben auf die Dehrner Feuerwehr. Bürgermeister Bender bedankte sich im Namen der Stadt und der städtischen Gremien für „die unglaublich tolle Arbeit, die ihr geleistet habt, auch im Bereich der Flüchtlingshilfe“. Vorbildlich sei, so Bender, die Arbeit im Bereich der Brandschutz-Früherziehung. Die Stadt habe in den letzten Jahren viel Geld in die Feuerwehren investiert, und in den nächsten Jahren werde eine weitere Million Euro hinzukommen. „Mögen es immer Einsätze für euch sein, die euch wieder heil nach Hause bringen“, so Bender.

Treue Mitglieder geehrt

Geehrt wurden langjährige Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Dehrn. Seit 25 Jahren dabei ist Heiko Waldherr. 40 Jahre Mitglied sind: Josef Linn, Klaus Preusser, Lubens Krekel, Antonius Tretter, Karl-Heinz Seip, Jakob Pötz, Emil Waldherr, Bernhard Schoffers, Ludwig Schoffers, Klaus Rohles, Georg Geis und Berthold Dresler. Für fünf Jahrzehnte Treue zur Feuerwehr geehrt wurden Eckhard Sehr, Dieter Schmitt und Franz Exner.

Der Feuerwehrvereinsvorsitzende und Wehrführer Matthias Sehr bedankte sich im Namen der Dehrner Feuerwehr für die langjährige Mitgliedschaft und Mitarbeit. Viele Geehrte seien auch ehemalige aktive Feuerwehrkameraden. Gerade in Zeiten, in denen sich immer weniger Menschen in Vereinen und ehrenamtlichen Organisationen beteiligten, freue er sich, dass die Geehrten schon seit vielen Jahren der Feuerwehr verbunden seien.

(schp)
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