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Landwirtschaftlicher Verkehr auf B 49: Widerstand gegen Verbannung

Von Langsamere Fahrzeuge sollen in Zukunft die B 49, wo sie vierspurig ausgebaut ist, verlassen. Besonders betroffen davon sich landwirtschaftliche Fahrzeuge. Es regt sich Widerstand gegen die geplante Verbannung.
Die bestehenden landwirtschaftlichen Wege parallel zur B 49 sind teilweise noch nicht ausgebaut. Für einen modernen Traktor reicht die Breite kaum aus. Deshalb sollte das Wegsystem entlang der vierspurig ausgebauten Bundesstraße ausgebaut werdne. Das ist aber noch nicht überall geschehen, deshalb gibt es auch Widerstand gegen die geplante Verbannung des landwirtschaftlichen Verkehrs von der Bundesstraße. Die bestehenden landwirtschaftlichen Wege parallel zur B 49 sind teilweise noch nicht ausgebaut. Für einen modernen Traktor reicht die Breite kaum aus. Deshalb sollte das Wegsystem entlang der vierspurig ausgebauten Bundesstraße ausgebaut werdne. Das ist aber noch nicht überall geschehen, deshalb gibt es auch Widerstand gegen die geplante Verbannung des landwirtschaftlichen Verkehrs von der Bundesstraße.
Limburg-Weilburg. 

Der vierspurige Ausbau der Bundesstraße 49 schreitet voran, nur der teuerste Abschnitt im Landkreis zwischen der Abfalldeponie und der Kläranlage bei Allendorf steht noch aus, aber an der Umfahrung von Heckholzhausen wird kräftig gearbeitet. Das sieht bei dem landwirtschaftlichen Wegesystem, das parallel zum vierspurigen Ausbau vorangetrieben werden sollte jedoch ganz anders aus. Lediglich im Abschnitt von Obertiefenbach vorbei an Ahlbach bis nach Dehrn gibt es derzeit landwirtschaftliche Wege parallel zur Bundesstraße, die Traktoren und Anhängern Platz bieten, auch wenn der nach Einschätzung von Landwirten nicht ausreicht. Und weil es diese parallel verlaufenden Wege nicht gibt, kommt Widerstand gegen die Bestrebungen von Hessen Mobil auf, landwirtschaftliche Fahrzeuge von der Bundesstraße zu verbannen.

Insgesamt liegen nach Angaben von Sonja Lecher von Hessen Mobil 13 Einwendungen gegen die geplante Teileinziehung und den damit verbundenen Ausschluss von Fahrzeugen, die höchstens 60 Kilometer pro Stunde zurücklegen können, vor. Es sind Kommunen, die Einwendungen vorgebracht haben, der Landkreis gehört dazu, der Bauernverband sowie einzelne Landwirte. Diese Einwendungen würden nun gründlich geprüft.

Gestörter Verkehrsfluss

Nach Angaben der Verkehrsverwaltung ist es weiterhin angedacht, den landwirtschaftlichen Verkehr weitestgehend über parallel zur Bundesstraße verlaufende Wirtschaftswege zu führen. Wie Sonja Lecher weiter ausführte, war angedacht, den landwirtschaftlichen Verkehr von Offheim über die Limburger Straße und den Offheimer Weg nach Limburg zu führen. Das dürfte schwierig werden, denn die Stadt will diese Gefällstrecke für den landwirtschaftlichen Verkehr sperren lassen.

Hessen Mobil verweist hinsichtlich der Verbannung des langsamen Verkehrs auf einen Wunsch des Bundes, die B 49 nach dem vierstreifigen Ausbau als Kraftfahrstraße auszuweisen. Auf der autobahnähnlichen Straße mit getrennten Fahrbahnen, kreuzungs- und höhenfreien Anschlüssen brauche der Kraftfahrer auf dieser Straße nicht mit langsamen Fahrzeugen zu rechnen. Ein Zusammentreffen von schnellem und langsamem Verkehr würde der Funktion und dem Verkehrsfluss der B 49 entgegenstehen.

Allerdings machen der Bauernverband, einzelnen Landwirte und Kommunen, die Einwende erhoben haben, darauf aufmerksam, dass das landwirtschaftliche Wegesystem parallel der vierspurig ausgebauten Bundesstraße nicht so besteht, wie es bestehen müsste.

Auch von der Stadt Limburg gibt es Einwende gegen die geplante Teileinziehung der B49, das teilte der Erste Stadtrat Michael Stanke (CDU) mit. Mit der Einwende setzte er eine Aufforderung der Stadtverordnetenversammlung um. Derzeit gibt es nach Angaben von Stanke Bestrebungen, den breiten Widerstand zu bündeln und ein gemeinsames Handeln abzustimmen.

Straße wird gesperrt

In der Begründung macht die Stadt nicht nur auf die ursprünglichen Absprachen aufmerksam, ein landwirtschaftliches Wegesystem aus Ausweichmöglichkeit zu schaffen, sondern auch auf Probleme, die dadurch entstehen, dass der Verkehr die B 49 verlassen soll und die Traktoren, Gespanne und Erntemaschinen über bestehende Kreis- und Landesstraßen fahren sollen.

Die von Hessen Mobil vorgeschlagenen Umleitungsmöglichkeiten sind nach einer Aufstellung des Kreisbauernverbands nur bedingt zu nutzen. Eine Umleitungsmöglichkeit führt von Dehrn nach Eschhofen. Auf der Strecke gibt es eine kleine Brücke über den Emsbach, die von Fahrzeugen mit mehr als neun Tonnen tatsächlichem Gewicht nicht befahren werden darf. Eine Streckenführung von Dehrn über Dietkirchen scheidet ebenfalls aus, da die Ortsdurchfahrt von Dietkirchen für Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, verboten ist. Wenn der landwirtschaftliche Verkehr über Offheim in Richtung Limburg rollen soll, scheiden die Nutzung der Untergasse und der Weidestraße wegen ihrer geringen Fahrbahnbreite aus. Schließlich müsste der landwirtschaftliche Verkehr über die Limburger Straße und den Offheimer Weg in Richtung Innenstadt.

Der Offheimer Weg mit einem Gefälle von bis zu 12 Prozent und Bestandteil eines Schulweges ist dazu wenig geeignet. Die Stadt will den Offheimer Weg für landwirtschaftliche Fahrzeuge sperren und hat dazu bereits die Zustimmung des Straßenbaulastträgers und der Polizei. Zudem sieht der Lärmaktionsplan des Regierungspräsidiums zum Schutz der Anwohner entlang des Offheimer Weges lärmreduzierende Maßnahmen vor. Dies spreche auch nicht dafür, zusätzlich landwirtschaftlichen Verkehr über diese Straße laufen zu lassen.

Allerdings gibt es immer wieder auch Kritik daran, dass Landwirte mit ihren großen Fahrzeugen auf dem bereits vierspurig ausgebauten Teil sehr oft auf der rechten Fahrspur unterwegs sind und nicht den Standstreifen benutzen. Nach Angaben von Uwe Meier, Sprecher der Polizeidirektion Limburg-Weilburg, ist dies jedoch möglich. Nach Angaben eines Landwirts, der nicht genannt werden möchte, ist der Standstreifen jedoch nicht breit genug, um mit Traktor und Anhänger die maximale Geschwindigkeit von 40 bis 50 Kilometer pro Stunde zu fahren.

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