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Wie geht es mit dem TuF Flacht weiter?

Sie hoffen, dass der TuF Flacht eine Zukunft hat: Kornelia Greiner, Roswieta Werner, Ewald Viehmann, Gabriele Malz, Günther Jüngst, Manfred Schneider (Ehrenvorsitzender) und Jil Greiner. 	Foto: C. Kahl Foto: Christopher Kahl Sie hoffen, dass der TuF Flacht eine Zukunft hat: Kornelia Greiner, Roswieta Werner, Ewald Viehmann, Gabriele Malz, Günther Jüngst, Manfred Schneider (Ehrenvorsitzender) und Jil Greiner. Foto: C. Kahl
Flacht. 

Im vergangenen Jahr feierte der TuF Flacht sein 125-jähriges Bestehen – wie es ab März 2016 weitergeht, ist offen. Der Turn- und Fechtclub blickt in eine ungewisse Zukunft.

Im Mittelpunkt der Jahreshauptveranstaltung sollten die Nachwahlen für Vorstandsämter stehen. Doch innerhalb dieses Tagesordnungspunktes konnte aus den Reihen des Vorstandes und der Mitglieder kein Nachfolger für den erkrankten ehemaligen Ersten Vorsitzenden Manfred Schneider gefunden werden. Kommissarisch bleibt somit die Zweite Vorsitzende Kornelia Greiner gerichtlich und außergerichtlich vertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied und erster Ansprechpartner.

Der aktuell 357 Mitglieder zählende Verein kann nach Rücksprache mit dem Amtsgericht in dieser Konstellation in den kommenden zwölf Monaten weiter existieren und wirtschaften, muss im Jahr 2016 und den dann anstehenden Vorstandswahlen die Positionen aber neu besetzen. Neben Manfred Schneider trat auch sein Sohn Timo, bislang Zweiter Kassierer, von seinem Amt mit sofortiger Wirkung zurück.

Turbulent wurde es, als auch die weiteren Vorstandsmitglieder Roswieta Werner (Kassiererin), Gabriele Malz (Schriftführerin) und Kornelia Greiner (Zweite Vorsitzende) im Laufe der Jahreshauptversammlung ankündigten, ihre Ämter, nach teilweise mehr als zwei Jahrzehnten im kommenden Jahr zur Verfügung zu stellen. Dies hat zur Folge, dass der 1889 gegründete TuF die kommenden Monate nutzen muss, um seinen Vorstand fast komplett neu zu definieren.

In Anbetracht dieser Entwicklungen gerieten die anderen Tagungsordnungspunkte fast zur Nebensache, denn es gab auch positive Nachrichten: Zu Beginn erklärte Kornelia Greiner, dass die Mitgliederzahlen steigen und das Jubiläumsjahr 2014 von zahlreichen, erfolgreichen Veranstaltungen (nostalgische Kappensitzung, Auftritt Comedian „Begge Peder“, erstmals ausgerichteter Dorflauf, Kommers) geprägt war. In diesen Zeitraum fiel die Gründung der jungen Tanzgruppe „Ballerinas“. Zudem berichtete Fußballübungsleiter Stefan Weyl von aktuell 16 jungen Fußballern, mit denen der TuF ab der Saison 2015/2016 in der Kreisliga D-Ost Rhein/Lahn wieder am Spielbetrieb des FV Rheinland teilnehmen möchte. Innerhalb der Berichte der einzelnen Abteilungsleiter wurde darüber hinaus deutlich, wie facettenreich der Traditionsverein aufgestellt ist. René Roos berichtete, dass man von den Bambinis bis zur A-Jugend in der JSG Hahnstätten/Burgschwalbach/Niederneisen/Flacht mit zahlreichen Kindern innerhalb des Jugendfußballs vertreten ist, Gabriele Malz sprach von zwei Gruppen (Männer/gemischte Gruppe) im Nordic Walking, Nicole Christ erläuterte die Übungseinheiten zu „Tanz & Fit“ – einer Mischung aus Aerobic und Tanz. Birgit Justen berichtete über diverse Auftritte (Kappensitzungen, Umzüge) der „Gardetanzgruppe“, zum zweimal wöchentlich eingerichteten Lauftreff kommen regelmäßig 15 Personen, Wiebke Stein bietet mit „Kantaera“ ein Cardio-Workout an, das gut angenommen wird. Weiterhin bietet der TuF vielfältige sportliche Aktivitäten in den Abteilungen Kinderturnen, Seniorensport, Yoga, Mountainbike, Tischtennis, Frauengymnastik, Jedermänner, Drums Alive, Zumba, „Alte Herren“ sowie der Kindertanzgruppe „Bellarinas“ an. Am Ende der Veranstaltung wurde Manfred Schneider durch die Mitglieder einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt, bevor Kornelia Greiner mit dem Umwelttag (18. April), dem Fest „Der TuF stellt sich vor“ (5. Juli), der Faschingseröffnung (14. November) und der Weihnachtsfeier (5. Dezember) Termine bekannt gab. Die kommenden zwölf Monate werden für den Verein dennoch entscheidend sein. Der TuF steht vor einer Herkulesaufgabe – zumal es in der Bevölkerung immer weniger Bereitschaft zu ehrenamtlichen Tätigkeiten gibt. Es bleibt zu hoffen, dass sich aus den Reihen der Mitglieder, die gewünschten „jüngeren Personen“ finden, damit der Traditionsverein auch über das kommende Jahr hinaus weiter existieren kann.

(ckb)
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