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Windkraft für Waldbrunn

Die Gemeinde Waldbrunn soll Möglichkeiten der Windkraftnutzung überprüfen. Allerdings ist die Realität bereits weiter als dieser in der Gemeindevertretung gefasste Beschluss: Ein Investor möchte bei Hausen drei Windkraftanlagen errichten.
Waldbrunn. 

In zahlreichen Kommunen der Region wird über Standorte für Windkraftanlagen verhandelt. Nun gehört auch Waldbrunn zu diesem "Club". Bei einer Enthaltung stimmte die Gemeindevertretung dafür, dass sich die Verwaltung Gedanken über mögliche Standorte und Betreiberfirmen macht.

Zumindest mit einem Kandidaten sind die Verhandlungen allerdings bereits weiter fortgeschritten. In einem interfraktionellen Gespräch hätten Waldbrunner Politiker sich schon mit einem potenziellen Betreiber unterhalten, räumte CDU-Fraktionschef Hans-Josef Wüst ein. "Dieser Betreiber hat auch schon sehr konkrete Vorstellungen", bestätigte Bernd Scherer (Bürgerliste). Weitere Details mochte in der Gemeindevertreter-Sitzung aber keiner der Kommunalpolitiker bekanntgeben.

Allerdings ist auch der Naturschutzbund Waldbrunn bereits in die Windkraft-Pläne eingeweiht. Dessen Vorsitzender Gerd Arnold enthüllte gegenüber dieser Zeitung, dass ein ursprünglich aus Waldbrunn stammender, heute aber woanders lebender Investor im Wald zwischen Hausen und Langendernbach voraussichtlich drei "Windräder" von jeweils knapp 140 Metern Höhe errichten will. "Die Anlagen sollen auf einem Gelände im Gemeinde-Besitz entstehen, so dass Waldbrunn von den Pachteinnahmen profitiert", sagte Arnold. Flächen mit guter Windleistung gäbe es auch im Staatsforst. "Aber der Investor will, dass die Pacht in der Gemeinde bleibt", erklärte Arnold. Der Nabu Waldbrunn stehe solchen Plänen positiv gegenüber, solange die Anlagen nicht in Naturschutz- oder FFH-Gebieten entstehen.

In der Gemeindevertretersitzung ging es jedoch nicht um dieses konkrete Projekt. Die SPD formulierte ihren schließlich angenommenen Antrag mit Absicht allgemein. Fraktionsvorsitzender Peter Krahl betonte, dass es darum gehe, neue Einnahmequellen für die Gemeinde zu erschließen. Deshalb solle unabhängig von bereits erfolgten Gesprächen geprüft werden, wo Windkraft sinnvoll zu installieren sei und welcher Betreiber aus Sicht der Gemeinde Waldbrunn am besten geeignet sei.

Starker Wind bei Hausen

Eine grobe Einschätzung konnte Bürgermeister Lothar Blättel (SPD) bereits aus älteren Wind-Erfassungen geben. Demnach sind vor allem Flächen an der Gemarkungsgrenze nach Waldernbach und Bereiche bei Hausen schon allein aufgrund der Windstärke interessant. "Wegen dieser Erkenntnisse haben wir das Planungsrecht vor Jahren so gestaltet, dass an diesen Stellen keine Windkraft möglich ist, weil sie damals nicht erwünscht war", blickte Blättel zurück. Da sich die Einstellung inzwischen gewandelt habe, seien gegebenenfalls entsprechende Änderungen der bestehenden Pläne nötig. vt

(vt)
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