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Windpark Mengerskirchen: Windräder wachsen jetzt in die Höhe

Geduldig warteten die schwerbeladenen Lkw am „Knoten“ aufs Abladen. Geduldig warteten die schwerbeladenen Lkw am „Knoten“ aufs Abladen.
Mengerskirchen. 

In der Nacht zum Donnerstag sind die ersten Betonhalbschalen für die drei Windkraftanlagen des Windparks Mengerskirchen eingetroffen, so dass nun der Bau der Türme beginnen kann. Per Schwerlasttransport wurden die Betonteile vom Hafen Bendorf (Rhein) auf den Knoten transportiert. „Das war Millimeterarbeit“, sagte Windpark-Geschäftsführer Jouke Landman. Ein Lkw samt Ladung wiegt 70 Tonnen und ist fast fünf Meter breit. Damit er auf seinem Weg zum Windpark um alle Ecken und Kanten passt, kann der Fahrer die Achsen einzeln steuern. Abschnittsweise musste die Polizei die Strecke sogar sperren, sonst wäre der Koloss nicht vorwärts gekommen. Insgesamt waren in dieser Nacht acht Schwerlaster für den Windpark Mengerskirchen unterwegs. In den nächsten Nächten und Tagen folgten noch weitere 90 Schwerlasttransporte.

Mit einem riesigen Kran werden die Halbschalen derzeit zu insgesamt 21 Vollringen zusammengesetzt und aufeinandergestapelt – insgesamt rund 78 Meter hoch. Sie bilden den unteren Teil des Turms. Damit die Konstruktion hält, muss der unterste Ring absolut waagerecht ausgerichtet sein. „Das muss zu Hundertprozent passen“, erklärt Bürgermeister Thomas Scholz (CDU). Schon die kleinste Abweichung würde sich sonst in 140 Metern Höhe dramatisch auswirken.

Die exakte Ausrichtung und das Zusammensetzen der Halbschalen erfordert Fingerspitzengefühl. Hier unterstützen sogenannte Montagekreuze die Arbeit. Quasi in Zeitlupe hebt und senkt der Kran die Betonhälften so lange, bis sie die richtige Position auf den Montagekreuzen haben. Unterstützt wird die Kran-Maßarbeit von Bauarbeitern am Boden. Sie korrigieren mit einem Führungsseil die am Kran hängende Betonhälfte. Erst wenn beide Halbschalen genau ineinander passen, werden sie fest miteinander verbunden. Die Schnittstelle wird anschließend mit einem speziellen Beton ausgegossen. Um das enorme Gewicht halten zu können, müssen die Betonringe extrem stabil sein. Dafür sorgt eine Eisenarmierung, die sich unsichtbar unter der Betonoberfläche verbirgt.

Sowohl die Windparkgeschäftsführung als auch Bürgermeister Scholz sind zuversichtlich, dass der Windpark noch in diesem Jahr ans Stromnetz der Syna GmbH angeschlossen und seine erste Kilowattstunde Strom liefern wird.

(nnp)
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