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Mitgliederversammlung der Limburger Feuerwehren: Wir löschen und retten

Insgesamt 453 Mal mussten die Limburger Feuerwehren im vergangenen Jahr ausrücken. Sie löschten Feuer, retteten Menschen und beseitigten Sturmschäden.
Die in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Limburger Feuerwehren geehrten Mitglieder. Die in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Limburger Feuerwehren geehrten Mitglieder.
Limburg. 

Müssen sich die Limburger Feuerwehren noch mehr Sorgen um den Nachwuchs machen? Die Zahl der Kinder aus den drei Kinderfeuerwehren ist im vergangenen Jahr gegenüber 2014 um die Hälfte auf 31 Kinder geschrumpft. Diese Zahl gab in Vertretetung des erkrankten Stadtbrandinspektors Uwe Zimmermann dessen Stellvertreter Peter Lorger in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Limburger Feuerwehren bekannt. 31 Kinder (davon 19 Mädchen) werden in den Gruppen aus Ahlbach, Linter und Offheim an die Jugendfeuerwehr herangeführt.

Aktuell sind 262 Feuerwehrleute im gesamten Stadtgebiet aktiv (davon sind 25 Frauen), was einem Anstieg von 25 Kameraden gegenüber dem Jahr 2014 bedeute. Auf die Jugendfeuerwehren entfallen 110 Aktive (davon fünf Mädchen). 95 Kameraden entfallen auf die Alters- und Ehrenabteilung.

Lorger dankte den Feuerwehrleuten, die an den Lehrgängen erfolgreich teilgenommen haben und bat darum, „auch in diesem Jahr wieder an Eurer Aus- und Fortbildung weiterzuarbeiten“. Die Zahlen der Übungen und Ausbildungen sprächen zwar für sich, „sodass wir uns im Moment keine Gedanken über den Ausbildungsstand der Limburger Feuerwehren machen müssen. Beruhigt zurücklehnen können wir uns jedoch nicht. Die Anforderungen steigen von Jahr zu Jahr und der jetzige Ausbildungsstand muss unbedingt gehalten werden.“

Außerdem haben 116 Feuerwehrkameraden einen Durchgang auf der Atemschutzübungsstrecke bestanden, und 34 Kameraden haben sich im Umgang mit Regenerationsgeräten weitergebildet.

453 Mal wurden die Feuerwehren der Kreisstadt Limburg im vergangenen Jahr alarmiert und 99 Mal mussten Brandsicherheitsdienste geleistet werden.

Die Alarme setzen sich wie folgt zusammen: Insgesamt 331 Brandeinsätze gliedern sich in 126 Brandeinsätze , 192 Einsätze aufgrund von Brandmelde-Anlagen, zehn blinde Alarme und drei böswillige Fehlalarme. Dazu kommen 122 technische Hilfeleistungseinsätze wie Verkehrsunfälle, Sturm- und Unwettereinsätze, die Beseitigung von Ölspuren und Türöffnungen. Im Jahr 2015 retten die Limburger Feuerwehrleute 22 Menschen; drei Menschen konnten nur noch tot geborgen werden.

„Wenn man die Einsatzzahlen betrachtet, so können wir auf die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehren der Kreisstadt Limburg an der Lahn stolz sein“, sagte Lorger. „Alle Leistungen wurden von freiwilligen Helfern ehrenamtlich und unentgeltlich erbracht. Für dieses große Engagement möchte ich mich heute bei euch allen bedanken.“

Lorger schloss in seinem Dank auch die Arbeitgeber ein, die die Feuerwehrkameraden – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – für den Einsatzdienst freistellen. „Ein Engagement, was schon lange nicht mehr selbstverständlich ist.“

Im Mittelpunkt der Versammlung standen zahlreiche Ehrungen:

Das hessische Brandschutzehrenzeichen erhielten Uwe Borbonus, Eschhofen (Gold 40 Jahre), Ingo Fleger, Ahlbach (Silber 25 Jahre), Peter Göbbels, Limburg (Gold 40 Jahre), Meik Hilfrich, Lindenholzhausen (Gold 40 Jahre), René Jung, Limburg (Silber 25 Jahre), Tobias Meffert, Limburg (Silber 25 Jahre), Thomas Moos, Linter (Gold 40 Jahre), Bernd Rompel, Lindenholzhausen (Gold 40 Jahre).

Die Katastrophenschutz-Medaille ging an: Andreas Graf (Bronze), Markus Heinritz (Silber), Marc Hess (Bronze), Jürgen Hertzel (Gold), René Jung (Bronze), Thomas Keuter (Bronze), Dennis Laskowski (Bronze), Tobias Meffert (Bronze), Stephan Meurer (Bronze), Marcus Wichmann (Bronze), Sebastian Zimmermann (Bronze).

Über Ehrungen des Nassauischen Feuerwehrverbands für langjährige Tätigkeit können sich freuen: Thomas Möhlhenrich, Linter (Silber 20 Jahre), Markus Heinritz, Staffel (Silber 20 Jahre), Rolf Wunsch, Limburg (Silber 20 Jahre), Marc Hess, Limburg (Gold 30 Jahre), Heiko Sabel, Limburg (Gold 30 Jahre), Kay Simon, Limburg (Gold 30 Jahre).

Zusätzlich das Deutsche Feuerwehr-Fitness-Abzeichen in Gold für Dr. Marc Kramb (Ahlbach).

Lorger wies auch auf die in Limburger verbesserte Förderung des Ehrenamts hin. Die Stadtverordneten hätten im Frühjahr 2015 einen Maßnahmenkatalog verabschiedet, der eine Gratifikation für Ausbildung und Seminare in Höhe von 20 Euro pro Lehrgangs- oder Seminartag vorsieht, die Förderung des Besuchs eines Fitnessstudios mit einem Zuschuss von 20 Euro pro Monat, den kostenfreien Eintritt in das Parkbad und eine Gratifikation für Atemschutzgeräteträger in Höhe von 100 Euro pro Jahr.

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