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„Wir rennen hin“

Holzheim stand am Wochenende ganz im Zeichen des Feuerwehrjubiläums. Anlass war das 50-jährige Bestehens.
Jede Menge Grund zur Freude: An diesem Jubiläumsabend wurden Ehrungen und Beförderungen vorgenommen. Links im Bild Verbandsgemeinde-Beigeordneter Erich Nettelstroth, rechts Verbandsgemeinde-Wehrleiter Marcus Grün.	Foto: Quirein Bilder > Jede Menge Grund zur Freude: An diesem Jubiläumsabend wurden Ehrungen und Beförderungen vorgenommen. Links im Bild Verbandsgemeinde-Beigeordneter Erich Nettelstroth, rechts Verbandsgemeinde-Wehrleiter Marcus Grün. Foto: Quirein
Holzheim. 

Welcher Wochentag auch immer, auch am Wochenende und sogar am Kirmesmontag, die freiwillige Feuerwehr in Holzheim ist da, wenn sie gebraucht wird - und das seit 50 Jahren. „Wir rennen hin, wenn andere weglaufen“, sagte Viola Backhausen, Vorsitzende und an diesem Abend Moderatorin, bei ihrer Ansprache und bedankte sich bei allen, die ihre Freizeit im Ehrenamt der Wehr zur Verfügung stellen oder dies in der Vergangenheit taten. 1963 aus der Pflichtwehr von 32 Männern im Gasthaus Ebel gegründet, seien von den Gründungsmitgliedern noch zehn am Leben. Diesen dankte sie herzlich, denn: „Ohne sie wären wir heute nicht hier.“ Für die inzwischen verstorbenen Gründer erhoben sich die Gäste von den Stühlen und gedachten diesen. Anschließend berichtete sie von den Veränderungen, die die Wehr in den letzten Jahrzehnten durchlief: Von der Technisierung, den immer höher werdenden Anforderungen an Material und Ausbildung, den Uniformen und dem Spaß, den die Gruppe neben der Arbeit miteinander hat.

Der freiwilligen Feuerwehr in Holzheim eilt weit über die Gemeindegrenzen ein guter Ruf voraus. Die Truppe wird für ihr außerordentliches Engagement, ihre gute Ausbildung und ihr fortwährendes Handeln im Dienste der Allgemeinheit sowie ihre aktive Kinder-und Jugendarbeit gelobt. Auch an diesem Abend waren die Gratulanten, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Diez, Erich Nettelstroth, die Landtagsabgeordneten Frank Puchtler (SPD) und Matthias Lammert (CDU), Ortsbürgermeister Werner Dittmar und viele weitere Gäste voller Lobesworte: „Macht weiter so“ oder „Wir sind stolz auf diese Wehr und ihren Einsatz“, lauteten die Aussagen. „Wir sind froh, dass es Euch gibt“, waren sich auch Marcus Grün, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Diez, der stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteur Guido Erler und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Gerhard Bingel, einig.

Im Wechsel mit den Rednern wurde ein abwechslungsreiches Programm abgespult: Mit von der Partie war Bauchredner Christoph Quernheim, der die Gäste mit zwei Auftritten zum Lachen brachte. Mit im Gepäck hatte er seine Puppen „Lola“, eine 95-jährige Oma, die kein Blatt vor den Mund nahm, sowie Theo, den Limburger Feuerwehrmann. Mit teils derben Sprüchen und frechen Witzen nahm er sich selbst und auch andere auf den Arm. Aber auch hier kam das Lob an die Feuerwehr nicht zu kurz: „Ich geh zur Feuerwehr nach Holzheim“, berichtete Theo zwischen seinen heiteren Feuerwehr-Anekdoten.

Die Weltmeister der Showdance-Formation „Stage United“ mit Holzheimerin Jessica Hies präsentierten einen rasanten Tanz und brachten Action in die Ardeckhalle. Als Überraschungsauftritt angekündigt, zeigte sich Wehrführer Markus Hies als US-Präsident mit zwei Bodyguards. Er berichtete in „Amerikanisch-Holzheimer“ Dialekt von der Geschichte der Wehr und wusste allerhand Interna zu berichten: von dem in die Jahre gekommenen Feuerwehrfahrzeug, das im nächsten Jahr durch ein neues ersetzt werden soll, bis hin zu Wettkämpfen der letzten Jahre, bei denen die Holzheimer Wehr erfolgreich war. Eine Überraschung war auch der Auftritt der Feuerwehrmänner und -frauen, bei dem sie mal etwas ganz anderes als sonst taten: sie sangen, begleitet von Erhard Kunz aus Netzbach am Akkordeon, gesellige und teilweise umgeschriebene Lieder - und zwar so gut, dass die Gäste eine Zugabe wollten.

An diesem feierlichen Abend, bei dem zu späterer Stunden zur Musik von Gaby und Karsten getanzt wurde, fanden zudem Ehrungen und Beförderungen statt: Ingo Herden wurde für seine 10-jährige aktive Tätigkeit geehrt. Sarah Kolter wurde zur Feuerwehrfrau befördert. Jens Ebel war zwar nicht anwesend, darf sich aber künftig Feuerwehrmann nennen. Iris Ebel ist fortan Oberfeuerwehrfrau. Torben Ebel wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert. Oberfeuerwehrfrau dürfen sich nun auch Eva Herden und Melanie Scholzen nennen. Björn Fetter ist künftig als Löschmeister im Einsatz, ebenso Eberhard Schäfer und Tanja Tischler. Zum Oberlöschmeister befördert wurde Thorsten Koch. Arno Fetter und Michael Reusch wurden „längst überfällig, weil schon vor Jahren beantragt“, zum Oberbrandmeister befördert. Auch Markus Hies wurde zum Oberbrandmeister befördert.

Am gestrigen Sonntag startete der zweite Jubiläumstag mit einem Festgottesdienst. In der Ardeckhalle fand zu dem der Frühschoppen statt und vor der Ardeckhalle wurde der Feuerwehrwettbewerb ausgetragen.

(Nadja Quirein)
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