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Wundzentrum für die Region

In die seit dem Auszug des ärztlichen Notdienstes aus dem DRK-Haus in der Frankfurter Straße in Weilburg leerstehenden Räume wird bald neues Leben einkehren: Ein „W-Konzept-Wundzentrum“, das gegenwärtig im Rahmen eines bundesweiten Gesundheitsnetzwerks des Pharma- und Medizinprodukteherstellers BSNmedical in Weilburg konzipiert wird. Im Sommer soll die Eröffnung gefeiert werden.
An der Tür zum Weilburger DRK-Haus, in das ein W-Konzept-Wundzentrum einziehen will: (von links) Torsten Heimann, Patient Rüdiger Jost, die Geschäftsführerinnen Silke Schmidt und Ulrike Wagner, DRK-Geschäftsführer Michael Gerold und Bürgermeister Hans-Peter Schick. 	Foto: Horz An der Tür zum Weilburger DRK-Haus, in das ein W-Konzept-Wundzentrum einziehen will: (von links) Torsten Heimann, Patient Rüdiger Jost, die Geschäftsführerinnen Silke Schmidt und Ulrike Wagner, DRK-Geschäftsführer Michael Gerold und Bürgermeister Hans-Peter Schick. Foto: Horz
Weilburg. 

Seit Dezember 2011 ist ein W-Konzept-Wundzentrum in Wetzlar nahe der Klinik ansässig. Das bisher in der Region „Lahntal“ einzigartige Versorgungszentrum dieser Art zur Pflege von Menschen mit chronischen und sekundär heilenden Wunden wird von den Gründerinnen und Inhaberinnen Silke Schmidt, Ulrike Wagner – beide sind Wundexpertinnen – sowie dem Wundarzt Michael Hühn geleitet. Die Einrichtung mit den modern ausgestatteten Räumen versteht sich als Ergänzung zum bisherigen Angebot „rund um das Thema Wunde“.

Leistungen des Wundzentrums sind unter anderem die Erfassung nicht gewebsverletzender (nichtinvasiver) Vordiagnostik wie Wund-anamnese, Pulsstatus, Farbdopplersonografie ABI, regelmäßige Wundabstriche, Stimmgabeltest und anderes, erläuterten die beiden Betreiberinnen und der für die Region Deutschland Mitte verantwortliche Torsten Heimann bei der Vorstellung ihres Weilburger Projekts. Dieses wollen sie zusammen mit der Stadt Weilburg als Schirmherrin und Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos), der ihnen auch die Räumlichkeiten im DRK-Haus vermittelte, realisieren.

Die Verordnung von Verband-stoffen und Hilfsmitteln wie Kompressionsstrümpfe, Entlastungsschuhe oder Systeme bei Dekubitus, kann der Wundarzt durchführen, wenn der Patient mit einem Überweisungsschein ausschließlich zur Wundbehandlung in das „Wundzentrum Dr. Hühn“ überwiesen wird. Durch engen Kontakt zu den Hausarztpraxen werden die Hausärzte über den Verlauf der Wundbehandlung des Patienten zeitnah informiert.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Schulung von Patienten und deren Angehöriger sowie von Pflegekräften, die in der häuslichen und stationären Versorgung tätig sind. Sie werden vor Ort oder in den Schulungsräumen des Wundzentrums unterwiesen. Hier würden auch Anregungen aufgenommen, so Ulrike Wagner. Hausbesuche seien im Rahmen einer kontinuierlichen Versorgung selbstverständlich.

Die Gründung von Wundzentren in Weilmünster und Weilburg stehen aktuell auf der Tagesordnung, so Torsten Heimann. Die bisher nur in Wetzlar und Gießen bestehenden Zentren seien für die schnelle medizinische Versorgung von chronischen Wunden für die Region nicht ausreichend. Ulrike Wagner und Silke Schmidt arbeiten als Geschäftsführerinnen der Wundzentren seit Jahren erfolgreich bei der Behandlung chronischer Wunden wie bei Diabetischem Fuß, offenen Beinen, Dekubitus und anderem mehr.

Bereits im Vorfeld wurden Ärzte in der Region zum Gesundheitsnetz informiert. In den kommenden Wochen laden Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick und Torsten Heimann zu einem ersten „runden Tisch“ ein. Sie wollen gemeinsam mit den ansässigen Medizinern in der Lahntal-Region Weichen stellen und ein Netzwerk zur Sicherung der ärztlichen Versorgung vorantreiben. Allein schon in den Gedanken an die vielen Praxen, die aufgrund fehlender junger Ärzte in Zukunft leerstehen, soll gemeinsam versucht werden, diesem Problem gerecht zu werden.

Zudem sei volks- und kommunalwirtschaftlich zu bedenken, dass eine medizinisch gut aufgestellte Region auch zahlreiche Patienten aus anderen Regionen anziehe. Dies tue sowohl dem Einzelhandel, Verkehrsbetrieben aber auch dem Tourismus gut, erklärte Torsten Heimann, der in einem Aufruf alle relevanten Stellen und Personen zum Mitmachen eingeladen hat.

Weitere Informationen zum Thema und zu Terminvereinbarungen sind bei BSNmedical, Torsten Heimann unter der Telefonnummer Telefon:  01 70 63 17 75 8 oder per E-Mail unter der Adresse torsten.heimann@bsnmedical.com zu erhalten.

(Manfred Horz)
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