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Motto „Weil ich Mensch bin“: Zum Jugendkirchentag erwartet die Residenzstadt 4000 Besucher

Gemeinsam lachen, tanzen, Spaß haben, nachdenken, zuhören, zu Wort kommen und auch mal besinnlich werden: Zum Jugendkirchentag in Weilburg werden rund 4000 Jugendliche aus dem Gebiet der Landeskirche zum Jugendkirchentag erwartet.
Jugendpfarrer Gernot Bach-Leucht, Kirchenpräsident Volker Jung und der Weilburger Bürgermeister Johannes Hanisch (von links) traten auf den Smoothie-Bikes in die Pedale. Die Fahrräder stehen während des Kirchentags auf dem Marktplatz. Wer dort einen Drink möchte, muss den Strom für den Mixer mit Muskelkraft erzeugen. Foto: Kerstin Kaminsky Jugendpfarrer Gernot Bach-Leucht, Kirchenpräsident Volker Jung und der Weilburger Bürgermeister Johannes Hanisch (von links) traten auf den Smoothie-Bikes in die Pedale. Die Fahrräder stehen während des Kirchentags auf dem Marktplatz. Wer dort einen Drink möchte, muss den Strom für den Mixer mit Muskelkraft erzeugen.
Weilburg. 

Unter dem Motto „Weil ich Mensch bin“ lädt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) vom 31. Mai bis zum 3. Juni zum Jugendkirchentag nach Weilburg ein. Die heranwachsenden Jungen und Mädchen sollen vier Tage lang die Vielfalt der evangelischen Kirche in fünf Aktionsparks rund um das Weilburger Schloss und an der Lahn erfahren.

„Der Jugendkirchentag wird nicht von uns gemacht, sondern gestaltet von allen, die dabei sind“, betonte Dr. Volker Jung, Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, bei einem Pressegespräch. „Unser Jugendkirchentag soll ein Ort sein, an dem unterschiedlichste Gruppen, Einrichtungen, Verbände, Werke und Initiativen aktiv mitwirken.“ Das im Zweijahresturnus stattfindende Großereignis sei ein Aushängeschild dafür, wie partizipativ Kirche ist und wie vielfältig man sich in ihr einbringen kann.

Lebensnahe Themen

Das Jugendkirchentagskonzept sei maßgeblich von Jugendlichen entwickelt worden. So biete das breitgefächerte Programm viel Raum für die lebensnahen Themen der Heranwachsenden. „Dazu gehören auch Zweifel in Bezug auf Glauben und Frömmigkeit“, sagte der Kirchenpräsident. „Wir sind sehr gespannt, welche Signale hier von den Jugendlichen ausgehen werden.“ Der Jugendkirchentag widme sich auch intensiv dem Thema Digitalisierung und soziale Medien. Erstmals gäbe es deshalb an fast allen Veranstaltungsorten freies WLAN und außerdem eine Jugendkirchentags-App. „Über die digitale Kommunikation wollen wir die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch bringen. Bestimmt werden an diesem Wochenende in Weilburg so viele WhatsApp-Gruppen gegründet wie sonst nirgendwo in Deutschland“, sagte Jung lachend. Trotzdem könne und dürfe das Digitale die persönliche Begegnung nicht ersetzen.

Im digitalen Zeitalter stehe die Jugend vor der ständigen Herausforderung, unter einer schier endlosen Zahl von Möglichkeiten die richtige Entscheidung treffen zu müssen. Landesjugendpfarrer Gernot Bach-Leucht betonte, dass gerade die älteren hauptamtlichen Kirchenmitarbeiter von den „digital natives“ – also der Generation, die in der digitalen Welt aufgewachsen ist – viel lernen könnten. Er selbst sei jedenfalls sehr neugierig, was etwa bei den geplanten Instagram-Aktionen herauskomme. Hier gehe es nicht nur darum, schöne Fotos hochzuladen. Ziel sei es auch, den Jugendlichen die Verantwortung für das eigene Bildmaterial vor Augen zu halten.

Ein Tauch-Truck, in dem die Teilnehmer sich mit Tauchausrüstung schwerelos in einem beheizten Becken auf die Suche nach Facetten des Menschseins begeben, gehört zu den Höhepunkten beim Jugendkirchentag. Wer es trockener mag, kann im riesengroßen Bällebad abtauchen.

Streetart und Schmuck

Mit einem aufgeschütteten Strand entsteht auf dem Festplatz Hainallee Beach-Atmosphäre. Dort dürfen die Jugendlichen unter anderem beim Outdoor-Triathlon an der Lahn ihre Survival-Fähigkeiten unter Beweis stellen. Floßbau, Klettern und eine Seilrutsche über die Lahn sind weitere Attraktionen an den vier Tagen. Bei Workshops für Tanz, Streetart-Graffiti oder Trommeln, in der Lederwerkstatt oder beim Schmuckdesignen dürfen die Jungen und Mädchen ihre Kreativität frei entfalten. Und wer mag, kann seine Emotionen mit Farbe an der Wut-Wand entladen. Tolle Konzerte, Slam-Sessions und Improvisationstheater runden das Programm ab. Die Events sowie auch alle anderen Angebote werden natürlich mit Glaubensfragen verwoben. „Viele Aktionen haben den inhaltlichen Schwerpunkt Sehnsucht“, kündigte Pfarrer Bach-Leucht an. „Ich bin sicher, dass das von der Jugendlichen sehr gut angenommen wird.“

Selbstverständlich sollen auch die Gottesdienste nicht zu kurz kommen. Zusätzlich zur Schlosskirche wird auf dem Festplatz ein Domzelt errichtet. In der Stadthalle und im Renaissancehof gibt es ebenfalls Gebetsstunden und Andachten.

„Mit dem Veranstaltungsort Weilburg verknüpfen wir die Hoffnung, dass viele Menschen aus der ländlich geprägten Region die Chance des Besuchs nutzen, um sich für die Fragen und Themen der Jugend von heute zu öffnen“, sagte Dekan Ulrich Reichard. Er wünscht sich zudem, Jugendliche zu motivieren, damit sie sich künftig in der Gemeindepädagogik haupt- oder ehrenamtlich engagieren.

Internetseite und Info-App

Der Jugendkirchentag beginnt am Donnerstag, 31. Mai, um 17:30 Uhr und endet mit einem Abschlussgottesdienst am Sonntagvormittag. Weitere Infos unter www.good-days.de. Die Jugendtags-App „Good days & nights“ steht im App-Store und im Google-Play-Store zum Download bereit.

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