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WETON-Benefizlauf: Zwei Runden, viele Gewinner

Neuer Teilnehmerrekord, neue Bestzeit über die Langdistanz von zehn Kilometern, gute Laune bei den Teilnehmern und sicherlich wieder ein ansehnlicher Spendenbetrag für die Leberecht-Stiftung die Zeitung, der WETON-Benefizlauf erfüllte viele Erwartungen.
Für die Kinder gab es Pokale und Teilnehmermedaillen von (hinten, v.l.) Hartmut Büttner, Dr. Marius Hahn, Alexander Leipold und Armin Schott. Bilder > Für die Kinder gab es Pokale und Teilnehmermedaillen von (hinten, v.l.) Hartmut Büttner, Dr. Marius Hahn, Alexander Leipold und Armin Schott.
Limburg-Staffel. 

450 Starter bedeuteten beim 8. WETON-Benefizlauf für die Leberecht-Stiftung dieser Zeitung am Samstagnachmittag Teilnehmerrekord. Somit sollte auch der Spendenerlös nicht niedriger liegen als im vergangenen Jahr, als 6000 Euro für Kinder in Not übergeben werden konnten. WETON-Geschäftsführer Hartmut Büttner war jedenfalls mit der Resonanz sehr zufrieden. „Spätestens bei der Jubiläumsauflage übernächstes Jahr wollen wir aber die 500-Starter-Marke das erste Mal knacken“, sagte er.

Da bisher jedes Jahr der Zulauf größer wurde, kann der Veranstalter stolz auf das zurückblicken, was er über die Jahre mit dem Benefiz-Lauf um die Organisatoren Andreas Horn, Beate Demwensky und Marco Eufinger auf die Beine gestellt hat. Armin Schott, Verkaufsleiter der Nassauischen Neuen Presse, zollte WETON großen Respekt für das, was sie jedes Jahr für Leberecht tun und lief ebenso wie Bruno Weiß von der NNP-Geschäftsstelle mit.

Auch der künftige Limburger Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) sagte dem heimischen Unternehmen ein großes Dankeschön für die hervorragende Umsetzung einer tollen Idee. Das Drumherum des Laufes ließ einmal mehr nichts zu wünschen übrig.

Neuer Streckenrekord

Obwohl es bei dem Lauf ja eigentlich nur um die Unterstützung der guten Sache geht und nicht um Siege und Zeiten, war es erstaunlich, was an der Spitze geleistet wurde. Abdi Uya Hundessa von der LG Lahn-Aar-Esterau nahm das erste Mal teil und wollte nur einen lockeren Trainingslauf absolvieren. Dann zog der Deutsche U23-Cross- und 1500 m-Meister Halle der Konkurrenz locker davon und kam in einer beeindruckenden Streckenrekordzeit von 31:21 Minuten ins Ziel. Die flache Route kam ihm dabei zu Gute, die Richtung Elzer Reithalle von Staffel aus nach zwei Aufwärmrunden übers WETON-Gelände zwei Mal zu absolvieren war.

War den heimischen Leichtathleten Abdi Uyas Leistungsvermögen natürlich bewusst, war der eritreische Flüchtling Medhane Aman die viel größere Überraschung. Martin Rumpf von der LSG Goldener Grund berichtete, dass er sich erst vor sechs Wochen in Niederselters seinem Verein angeschlossen habe und erst seit drei Wochen gezielt Langstrecke trainiere. Trotzdem konnte er sich lange im Windschatten des gebürtigen Äthiopiers Hundessa halten und somit die 5000 Meter in 19:01 Minuten gewinnen. Bei den Damen war Miriam Simon aus Thalheim in 24:09 Minuten die Beste, über 10 000m in 38:42 Minuten die Elzerin Julia Fischer.

Den Kinderlauf über 1000 Meter gewann bei den Mädchen Julia Klein aus Staffel in 4:54 Minuten vor Jette Jansen aus Bad Camberg in 4.55 und Finja Morgenstern aus Staffel in 4.59 Minuten. Bei den Jungs kam Benedikt Jung aus Staffel in 4:01 Minuten als Erster in Ziel vor Maurice Montimurro in 4:18 aus Diez und Luca Preußner aus Staffel in 4:24 Minuten.

Bei den Jugendlichen setzte sich Paula Bohme aus Limburg in 4:19 Minuten vor Mira Jansen aus Bad Camberg in 4:32 sowie Carolin Hahn aus Staffel in 4:46 Minuten durch. Bei den Jungs gelang Niklas Böhme aus Limburg in 3:52 Minuten ein Ausrufezeichen, vor Paul Bornschein aus Diez in 4:34 und Pascal Dickel aus Lindenholzhausen in 5:25 Minuten. Für die ersten Drei aller vier Läufe gab es noch schöne Pokale, für alle anderen Kinder und Jugendlichen Teilnehmermedaillen.

Mit viel Eifer dabei

Neben den ambitionierten Amateurläufern der Region waren aber alle anderen genauso wichtig, die sich in ihrem Tempo für die gute Sache zur Verfügung stellten. Die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule für Behinderte aus Limburg waren wie immer mit großem Eifer dabei, ebenso wie zahlreiche Walker und auch Flüchtlinge aus dem Lager in Staffel. Diese wollten für die Gastfreundschaft in Deutschland etwas zurückgeben und zahlten sich das Startgeld aus eigener Tasche.

Auch der Elzer Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) trat als Stammgast wieder mal an, obwohl in seiner Gemeinde Samstag die Kirmes startete. Der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Hofmeister lief erstmalig mit und versprach, wiederzukommen. Der prominente Ringer-Gast Alexander Leipold, mehrfacher Welt- und Europameister und Sieger der Olympischen Spiele von Sydney, versuchte sich an der 5000-Meter-Strecke, musste aber wegen Knieproblemen nach 1000 Metern abbrechen.

Da er froh sei, zwei gesunde Söhne zu haben, unterstütze er jedenfalls öfter Benefizaktionen zu Gunsten von Kindern, soweit es sein Terminkalender zulasse, sagte Leipold. Moderatorin Sarah Demontreal, selbst Tanzlehrerin, befragte ihn natürlich auch zu seinem Auftritt bei „Let’s Dance“. Das Eintauchen in den Tanzsport war für den Ringer Leipold eine ebenso anstrengende wie unvergessliche Erfahrung.

Belohnt mit einem Essensgutschein von Schnitzel’s wurde der Reha-Sportverein Limburg-Diez mit 49 Startern als größter Gruppe. Dahinter folgten der Tischtennis-Club Staffel mit 42 Läufern und die Gruppe „Selters hilft“ mit 38. Es waren aber noch mehrere Firmenteams und Laufgruppen am Start wie die LG Dornburg. Als Dankeschön wurden unter ihnen wertvolle Tombolapreise verlost. Als Hauptpreis winkte ein Wellness-Wochenende. Die Nassauische Neue Presse spendierte drei mal zwei Karten für attraktive Konzerte in Frankfurt und weitere Sponsoren hatten ebenso großzügig Gutscheine ihrer Häuser gerne zur Verfügung gestellt. rok

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