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Brückenbau-Projekt in Limburg: Zwei Türme vom Brücken-Projekt schon vermietet?

Am 13. Oktober gibt es im Limburger Rathaus ein neues Treffen wegen der Bebauung der Autobahnbrücke. Möglicherweise wird Geschäftsmann Albert Egenolf dort „Überraschungen“ präsentieren, die er von der Immobilienmesse aus München mitgebracht hat.
Der Runkeler Geschäftsmann Albert Egenolf (vorne Zweiter von rechts) präsentiert am mittelhessischen Gemeinschaftsstand auf der Gewerbe-Immobilien-Messe Expo Real in München ein Modell der bebauten Limburger Autobahnbrücke.	Foto: Tilman Lochmüller Der Runkeler Geschäftsmann Albert Egenolf (vorne Zweiter von rechts) präsentiert am mittelhessischen Gemeinschaftsstand auf der Gewerbe-Immobilien-Messe Expo Real in München ein Modell der bebauten Limburger Autobahnbrücke. Foto: Tilman Lochmüller
Limburg/München. 

Den Weg von der Expo-Real in München zurück an die Lahn hat Geschäftsmann Albert Egenolf gestern Nachmittag mit Rückenwind angetreten. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte er der NNP. Ein paar große Sachen, die zuvor schon angeschoben worden seien, haben sich nach seinen Angaben verfestigt. „Wir können mit positiven Überraschungen aufwarten“, sagte Egenolf. Die Tage auf der größten Immobilienmesse seien eine Bestätigung für seine Idee der bebauten Brücke.

 

Allianz als Investor?

 

Welche Überraschungen Egenolf im Gepäck hat, wollte er nicht sagen. Nach Informationen der NNP ist es allerdings Thema auf dem gemeinsamen Messestand der Region Mittelhessen gewesen: Zwei der vier Türme sollen demnach so gut wie vergeben und unter Dach und Fach sein.

Nach Informationen der NNP geht es zum einen um die Nutzung eines Turms als Hotel, ein zweiter Turm soll an den Allianz-Versicherungskonzern gehen. Der größte Versicherungskonzern der Welt mit Sitz in München soll dabei nicht nur als Nutzer der Flächen in Betracht kommen, sondern auch als Finanzier zur Verfügung stehen. Bei einer vorgesehenen Gesamtnutzfläche von 28 000 Quadratmetern verteilt auf die vier Türme mit je neun Stockwerken würden pro Turm 7000 Quadratmeter Nutzfläche anfallen.

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Damit würde Egenolf schon einmal einen Teil des Kriterienkatalogs erfüllen, wonach er geeignete Nutzer und Nutzungen der Stadtverordnetenversammlung bis zum 30. Oktober nachweisen soll. Allerdings hat der von Egenolf beauftragte Rechtsanwalt und Notar Werner Reingen jüngst in einem Schreiben an den Magistrat und die Vorsitzenden der Limburger Fraktionen darauf verwiesen, dass konkrete Verträge noch nicht vorgelegt werden können, da dafür zunächst einmal die Grundlagen im Rahmen eines abzuschließenden städtebaulichen Vertrags geschaffen werden müssen. Konkret ist allerdings der Termin für ein erneutes Treffen aller beteiligten Behörden, Institutionen und des Ideengebers: Es ist als Folgetreffen bereits bei einer Zusammenkunft im Mai festgelegt worden, als sich die Beteiligten zum ersten Mal in Wiesbaden im Ministerium für Wirtschaft und Verkehr einfanden.

Wie ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage der NNP bestätigte, findet das Treffen am Montag, 13. Oktober, statt. Abends ist dann von 19 Uhr an das Bürgerforum der NNP in der Limburger Stadthalle. Die Gesprächsteilnehmer werden im Limburger Rathaus zusammenkommen, heißt es aus dem Ministerium.

In dem Treffen soll das weitere Vorgehen abgesprochen werden. Dabei geht es auch um die Frage der Eigentumsübertragung der bestehenden Brücke und zu welchen Modalitäten dies der Fall sein kann. Bis zum 30. September war die Ausschreibung des Abrisses der bestehenden Brücke vom Ministerium ausgesetzt worden. Diese Frist ist abgelaufen. Auch hier gilt es nach Informationen der NNP die Wege für die kommenden Monate festzuschreiben.

 

NNP-Forum am Montag

 

Beim Bürgerforum der NNP wird am Montag, 13. Oktober, 19 Uhr, in der Stadthalle mit Martin Weber auch ein Vertreter des hessischen Ministeriums für Wirtschaft und Verkehr dabei sein. Weber ist Referatsleiter für Straßenbau und wird zuvor auch an dem Gesprächstermin im Rathaus teilnehmen. jl

 

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