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„Ras’n“ statt Kirmes

Mit Böllerschüssen wurde die 2. Flachter „Ras’n“, angeschossen, eine besondere Variante des bayerischen Oktoberfestes.
Die Oberzeuzheimer Musikkameraden sorgten für Stimmung. Bilder > Die Oberzeuzheimer Musikkameraden sorgten für Stimmung.
Flacht. 

Es krachte gewaltig am Samstagnachmittag, als Böllerschützen die Veranstaltung „2. Flachter Ras’n“ anschossen. Doch spätestens jetzt hatte wohl jeder im Dorf mitbekommen, dass die Kirmes in Form eines Oktoberfestes begonnen hat.

Vor einem Jahr hatte die Kirmesgesellschaft von Flacht den Schritt gewagt, etwas Neues auszuprobieren. Um den zurückgehenden Besucher- und Teilnehmerzahlen der Traditionskirmes zu begegnen, schufen sie die „Flachter Ras’n“. Eine eigene, die Flachter Art eines Oktoberfestes. Die Begeisterung, die bereits bei der Premiere urbayrische Formen annahm und einer vergleichbaren Veranstaltung im südlichsten Bundesland in nichts nachstand, sollte in diesem Jahr noch übertroffen werden. Am Samstagabend war die entsprechend dem Anlass dekorierte Aartalhalle zum Bersten voll. Der weitaus größte Teil der Gäste hatte sich in Lederhosen und Dirndl „geschmissen“, die Stimmungskapelle „Reinheitsgebot“ fuhr mit gaudigeladenen Polkas die Stimmung nach oben – und wenn auch die Bürgermeister Thomas Scheid und Volker Satony, Landrat Frank Puchtler und der Vorsitzende der Kirmesgesellschaft Heiko Schutzbach beim Fassbieranstich einige Probleme hatten, floss das bayerische Grundnahrungsmittel in Strömen. „Krüge hoch“ hieß es für einige Besucher, die erst im Morgengrauen die Halle verließen.

Am Sonntagmorgen ging die „Ras’n“ dann in die zweite Runde. Zunächst begrüßte Dekan im Ruhestand Hans-Otto Rether die Flachter zum Festgottesdienst in der Halle, und anschließend sorgten die Musikkameraden aus Oberzeuzheim für allerbeste musikalische Frühschoppen-Unterhaltung. Ein Weißwurstfrühstück, anschließend wieder knusprige Hax’n und Oktoberfestwurst ließen um die Mittagszeit noch mehr Flachter in die Halle strömen, denn bei vielen blieb zu Hause an diesem Tag die Küche kalt.

Mit der begleitenden Blasmusik ging es einer mit Preisen reichlich bestückten Tombola entgegen, nur unterbrochen durch die Kaffee- und Kuchentafel. Am gestrigen Montag klang die Kirmes mit dem traditionellen Frühschoppen aus. Heiko Schutzbach und seine Gesellschaftsmitglieder freuten sich über die vor einem Jahr gefällte Entscheidung, die Flachter Kirmes in ihrer traditionellen Form durch die Ras’n zu ersetzen. Ein gelungener Coup, der durch tolle Besucherzahlen und begeistertes Feedback belohnt wurde. Anscheinend hat die Ras’n im Jahresprogramm von Flacht und der Aar-Region ihren Platz gefunden.

(rpk)
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