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Kommentar: Der Schienenring rund um Frankfurt wird gebraucht

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<span></span> Foto: Knapp

Die Regionaltangente West muss kommen, ganz klar. Die Region wächst und droht im Verkehr zu ersticken. Selbst ohne zusätzliche Einwohner und zusätzlichen Autoverkehr wäre der Bau der Strecke wünschenswert, um aus Gründen des Umweltschutz mehr Menschen aus den Autos und in die Züge zu bekommen. Daher ist auch die Einbindung von Bad Soden und Sulzbach wichtig. Warum sollte man nicht prüfen, ob es nicht ein Betriebskonzept mit noch mehr solchen Abzweigungen geben kann, wenn nicht gleich, so doch später? Letztlich wird auch der Schienenring rund um Frankfurt gebraucht.

Aber es ist erschreckend, wenn die Planungskosten plötzlich mehr als doppelt so hoch sind wie zuletzt gedacht. So etwas kommt zwar vor, und womöglich kann man noch nicht einmal jemandem deswegen einen Vorwurf machen. Aber es handelt sich um Steuergelder, und daher muss schon geklärt werden warum es zu einer solchen Kostensteigerung kommt. Dass da jetzt von einer Fortsetzung der Planung und den Kosten für das Genehmigungsverfahren die Rede ist, überzeugt überhaupt nicht – dass vernünftig geplant und genehmigt werden muss, stand von vornherein fest. Das reicht also nicht.

Der Kreis kann sich die Sache einfach machen, er holt sich das Geld, das er braucht, von den Kommunen. Orte wie Sulzbach oder Bad Soden aber müssen dafür womöglich andere Dinge streichen, Schulden machen oder die Steuern erhöhen. Deshalb bedarf es guter Begründungen. Sonst bröckelt der öffentliche Rückhalt für das Projekt RTW. Das ist das letzte, was die Region gebrauchen kann.

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