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Statistik: Deutlich mehr Körperverletzungen in Flörsheim

Von Flörsheim ist im vergangenen Jahr sicherer geworden. Zumindest die polizeiliche Kriminalstatistik lässt diesen Schluss zu. Allerdings hat es mehr Fälle von Körperverletzung gegeben.
Nach dem Pokalspiel der Darmstädter gegen Mönchengladbach kam es zu einer Schlägerei. Symbol / dpa Nach dem Pokalspiel der Darmstädter gegen Mönchengladbach kam es zu einer Schlägerei. Symbol / dpa
Flörsheim. 

92 Fälle von Rauschgiftkriminalität hat es im vergangenen Jahr in der Mainstadt gegeben – das ist, vom deutlich größeren Hofheim einmal abgesehen, der höchste Wert im ganzen Kreis. Die Schlussfolgerung wäre aber falsch, dass es in Flörsheim ein besonderes Rauschgiftproblem gebe. Die Polizei kontrolliert immer wieder gezielt, auch mit Blick auf das Autofahren unter Drogeneinfluss. Und oft zieht es weitere Fälle nach sich, wenn ein Dealer gefasst wird und die Polizei seine Kundenliste in die Finger bekommt.

Um was es zumeist geht, zeigt die Menge sichergestellten Rauschgiftes. 29,5 Kilogramm Haschisch und Marihuana wurden im Kreisgebiet beschlagnahmt, 1,7 Kilogramm Amphetamine, 7,4 Kilogramm Kokain und Crack, aber nur 59 Gramm Heroin. Separate Zahlen für Flörsheim liegen jedoch nicht vor. Die Aufklärungsquote von 100 Prozent in Flörsheim ist keine Überraschung – nur geklärte Fälle werden überhaupt polizeibekannt. Klar ist auch, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt.

Wichtiger für die öffentliche Sicherheit in der Stadt ist freilich, dass andere Straftaten deutlich zurückgegangen sind, die die objektive Sicherheit oder das subjektive Sicherheitsgefühl beeinträchtigen. Sachbeschädigung ist auch in Flörsheim wie im ganzen Kreis die häufigste Straftat, ist aber um 14 auf 139 Fälle zurückgegangen. Die Zahl der Autoaufbrüche ist von 50 auf 41 zurückgegangen, die Wohnungseinbrüche von 69 auf weniger als 30 Fälle gesunken. Ladendiebstähle gab es 19, im Vorjahr 28.

13,3 Prozent weniger

Sorge kann sicher machen, dass die Körperverletzungen zugenommen haben. Die leichte Körperverletzung ist die zweithäufigste Straftat in Flörsheim überhaupt, die Zahl ist von 78 auf 94 angestiegen. Bei der schweren Körperverletzung ist sogar ein Anstieg von 20 auf 47 Fälle zu registrieren. Schwer einzuschätzen ist, in wie vielen dieser Fälle der unbescholtene Normalbürger Gefahr läuft, selbst zum Opfer zu werden. Eine Streiterei in der Flüchtlingsunterkunft bleibt öffentlich ebenso unbemerkt wie Gewaltanwendung in der Familie.

Insgesamt wurden in Flörsheim im vergangenen Jahr 1074 Straftaten registriert, 165 weniger als 2016, ein Rückgang um 13,3 Prozent. 693 Fälle wurden geklärt, das ergibt eine überdurchschnittliche Aufklärungsquote von 64,5 Prozent. Die Häufigkeitszahl beträgt 5085 und liegt damit über dem Wert für den Main-Taunus-Kreis, der mit 4566 errechnet wurde. Die Häufigkeitszahl ist die Zahl der Straftaten auf 100 000 Einwohner umgerechnet. Sie lässt Vergleiche zwischen Kommunen unterschiedlicher Größe zu.

Die Zahl der Verstöße gegen die Ausländer- und Asylgesetzgebung ist von 17 auf 9 Fälle zurückgegangen. Straftaten, die von Zuwanderern begangen wurden, werden nicht für die einzelnen Kommunen beziffert, im ganzen Kreis waren es 424, das sind 133 weniger als im Vorjahr. In Flörsheim wurden insgesamt 561 Tatverdächtige ermittelt, davon hatten 31,9 Prozent keinen deutschen Pass. Das ist einer der niedrigsten Werte im Kreis.

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