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Hilfe für Migrantinnen-Kunstprojekt: Spaßige Rallye rund um die Baltische See für guten Zweck

Der Hofheimer Krimiautor Leif Tewes ist reif für das nächste Abenteuer – die Teilnahme an der „Baltic Sea Circle Rallye“. Im Gespräch mit unserer Mitarbeiterin Stephanie Kreuzer erläutert der 53-Jährige, dass der ganze Spaß aber auch einen gemeinnützigen Zweck erfüllt.
Für Leif Tewes geht es mit seinem knapp 30 Jahre alten Toyota Landcruiser bald zur „Baltic Sea Circle Rallye“. Für Leif Tewes geht es mit seinem knapp 30 Jahre alten Toyota Landcruiser bald zur „Baltic Sea Circle Rallye“.
Hofheim. 

Der Hofheimer Krimiautor Leif Tewes ist reif für das nächste Abenteuer – die Teilnahme an der „Baltic Sea Circle Rallye“, einer Art Schnitzeljagd über 7500 Kilometer durch zehn Länder rund um die Baltische See, mit Start und Ziel in Hamburg. 250 Fahrzeuge, die mindestens 20 Jahre alt sein müssen, gehen ab Mitte Juni für 16 Tage auf die Piste, wobei weder Autobahnen noch GPS zur Navigation erlaubt sind. Im Gespräch mit unserer Mitarbeiterin Stephanie Kreuzer erläutert der 53-Jährige, dass der ganze Spaß aber auch einen gemeinnützigen Zweck erfüllt.

Herr Tewes, wie sind Sie auf die Idee mit dieser Rallye gekommen?

LEIF TEWES: Bisher bin ich viele Offroad-Rallyes in den Wüsten Nordafrikas gefahren und habe von dort auch regelmäßig Pokale nach Hause gebracht. Nun aber hatte mich ein Freund auf diese Spaßrallye, bei der es ja nicht auf Geschwindigkeit ankommt, aufmerksam gemacht und Lust, die mit mir gemeinsam zu bestreiten. Das habe ich zum Anlass genommen, mein „Wüstenauto“, einen knapp 30 Jahre alten Toyota Landcruiser BJ75, nach langer Zeit aus der Garage zu holen und fit zu machen, denn nächstes Jahr möchten wir gerne eine Rallye in Algerien fahren. Außerdem beziehe ich viele Inspirationen für meine Bücher aus Reisen, und diese hier wird bestimmt auch voller anregender Erlebnisse.

Info: Spendenprojekt „Zwischenwelten“

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Haben Sie den Wagen auf diese Tour speziell vorbereitet?

TEWES: Na ja, immerhin hat der mehr als 300 000 Kilometer auf dem Tacho, daher mussten jetzt ein paar Sachen geschweißt und diverses Zubehör vom TÜV eingetragen werden. Auch bekam er ein anderes Lenkrad, neue Blattfedern und eine Markise, um abends vor Sonne oder Regen geschützt zu sein. Dazu kommen ein Dachgepäckträger mit Ersatzrad und zwei Benzinkanister, aber auch ein Grill sowie eine Kühlbox und natürlich viele Getränke.

Welche Herausforderungen kommen auf Ihr Team zu?

TEWES: Bei den Wüstenrallyes ist das klar definiert: Einer steuert, einer navigiert. Hier fährt man jetzt aber mit Landkarte, und der fahrerische Anspruch ist nicht so hoch, daher werden wir uns abwechseln. Mein Teamkollege und erfahrener Wüstennavigator Reinhard Felseis ist zudem ausgebildeter Kfz-Mechaniker, und das kann schon helfen. In einem Roadbook sind Etappen vorgeschlagen und außergewöhnliche Aufgaben verzeichnet. Diese sind keine Pflicht, aber man kann damit Punkte sammeln. So beispielsweise die Unterschrift eines Polizisten auf der Kühlerhaube organisieren, mit Truckern Armdrücken machen oder vom Dach des Autos Fische angeln. Auch wild Campen wird honoriert. Und je peppiger das Auto ausgestattet ist, desto mehr Punkte gibt es. Da wird es also einige Verrückte geben, die sich lustige Dinge einfallen lassen. Wie wir bei den täglichen Aufgaben abschneiden, dokumentieren wir auf unserem Blog „eisenschweinbsc2018.wordpress.com“.

Was erwartet Sie während der gut zweiwöchigen Tour?

TEWES: Es müssen zwar bestimmte Orte angefahren werden, aber generell gilt eine freie Streckenführung – bis darauf, dass keine Autobahnen benutzt werden dürfen. So haben wir zum Beispiel zwischen Nordkap und Tallinn die Wahl, über Russland (Murmansk-St. Petersburg) oder durch Finnland zu fahren. Ersteres gilt als langweilige Etappe mit schlechten Straßen, daher werden wir – hoffentlich – zu Mittsommer bei Freunden in Finnland Station machen. Da es sich vom Start weg erstaunlich schnell verläuft, haben die Veranstalter unterwegs zwei Partys eingeplant, wo sich dann alle Teams treffen, und zwar auf den Lofoten und im Baltikum, wo ich sogar als DJ engagiert wurde. Im Gepäck habe ich also auch Musik!

Und „Gutes tun“ steht ebenfalls auf dem Plan?

TEWES: Eine weitere Aufgabe dieser Rallye ist es, Spenden für ein frei wählbares Projekt zusammenzutragen. Jedes Team soll so bis zur Zielankunft am 1. Juli mindestens 750 Euro sammeln – entweder für eines der von den Veranstaltern ausgewählten Projekte oder eines, das einem persönlich am Herzen liegt. Ich habe daher mit der Stadt Hofheim eine Idee konkretisiert, bei der sich weibliche Migranten mit Kunst beschäftigen können. Malen ist eine eigene Sprache, und zudem geben wir Frauen die Möglichkeit, sich zu treffen und untereinander zu vernetzen. Wir brauchen dafür aber rund 1100 Euro für Raummiete, Material und Verpflegung. Etwa die Hälfte davon ist bereits zusammengekommen, und wer ebenfalls etwas spenden möchte, kann auf der Website von Betterplace direkt für dieses Kunstprojekt spenden (siehe unten stehenden Kasten).

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