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Freizeit: Deutscher Alpenverein bietet Schnupperklettern an

Mitglieder und Nicht-Mitglieder des Deutschen Alpenvereins (DAV) konnten am Sonntag einmal ausprobieren, wie es ist, in großen Höhen zu hängen – allerdings nicht an Bergen.
Für Alissa ist das Klettern kein Problem. In kurzer Zeit hat es das Mädchen zum Ende des Turms geschafft. Bilder > Für Alissa ist das Klettern kein Problem. In kurzer Zeit hat es das Mädchen zum Ende des Turms geschafft.
Rüsselsheim. 

Die ersten paar Meter sind leicht. Doch dann ist etwas Köpfchen und körperliche Ausdauer gefragt, bis der nächste Schritt sitzt und wieder ein halber Meter am Kletterturm „Am Weinfaß“ geschafft ist. Einfacher geht es, – und das bemerken die vielen Schnupperkletterer, die am Sonntag auf Einladung des DAV gekommen sind schnell – wenn sie weniger die Arme zum Hochziehen nutzen und stattdessen nach jedem Schritt die Beine durchstrecken, um an Höhe zu gewinnen.

Alissa hat das ganz fix drauf. In kurzer Zeit ist die Jugendliche am oberen Ende des 15 Meter hohen Kletterturms angekommen. „Ich klettere hier zum ersten Mal“, erzählt Alissa. „Ich war schon mal in einem Kletterpark, aber das hier war noch einmal eine andere Herausforderung. Ich habe nämlich ein wenig Höhenangst.“

Das merkt man dem Mädchen allerdings nicht an, als es ganz oben die Wand loslässt und von Jugendleiter Kevin Böhm, der es mit einem Seil gesichert hat, langsam wieder zu Boden gelassen wird. „Für mich ist das Klettern gar nicht so anstrengend, denn ich bin nicht sehr schwer“, meint die Schülerin fröhlich. „Mir macht das Klettern einfach nur viel Spaß.“

50 Mitglieder

Etwa 50 Mitglieder stark sei die Jugendabteilung des DAV, sagt Trainer Sven Ott. Natürlich hoffe man, mit dem Schnupperklettern am Sonntag auch neue Mitglieder zu gewinnen, gibt der Experte des Sports zu. Doch in erster Linie gehe es um den Spaß und das Austesten eigener Grenzen.

„Klettern ist eine der natürlichsten Bewegungsformen. Kinder machen das fast instinktiv“, weiß Ott und zeigt auf einen Jungen, der sich sogar an den kleinen Überhang am Turm wagt. „Für das Klettern braucht man eine gute Balance, und man trainiert sein strategisches Denken. Die Kids müssen nämlich ihren Weg an der Wand erst finden.“

An drei Tagen in der Woche – montags ab 18.30 Uhr, mittwochs und donnerstags ab 18 Uhr – böte der DAV das Klettertraining für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 26 Jahren an, informiert Ott. Auch im Winter finde ein Training statt, dann an der Kletterwand in der Großsporthalle. Zum Training kämen auch Ausflüge und Veranstaltungen hinzu.

Zelten und Wettkampf

„Am 16. und 17. Juni werden wir hier auf der Wiese vor dem Kletterturm zelten. Dann veranstalten wir unser Kletterfestival. Wir werden Wettkämpfe und natürlich auch wieder ein Schnupperklettern anbieten“, kündigt der Trainer an.

Die Schlange der Schnupperkletterer wird eine Stunde nach Beginn der Veranstaltung länger. „Wir freuen uns total über die Resonanz“, sagt Ott. „Das freie Klettern ist ein wirklich toller und stressfreier Sport.“

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