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Bürgermeisterwahl in Bischofsheim: Favoriten gehen ins Stechen

Die Gewinner und Verlierer stehen fest. Ulrike Steinbach (SPD) und Ingo Kalweit (CDU) trennen nur wenige Prozentpunkte bei der Bürgermeisterwahl. Als nächstes geht es in die Stichwahl.
<span></span> Bilder > Foto: (Ralph Keim)
Bischofsheim. 

Ein Raunen geht durch die Menge, die Augen auf die Leinwand im Bischofsheimer Bürgerhaus gerichtet. Dort werden die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl live übertragen. Schon die erste Auszählung zeichnet ein eindeutiges Bild. Eine rote und eine schwarze Säule überragen die der beiden anderen Kandidaten. Amtsinhaberin Ulrike Steinbach (SPD, 42,9 Prozent) und Herausforderer Ingo Kalweit (CDU, 39,4 Prozent) trennen nur wenige Prozentpunkte. Abgeschlagen Jörg Knoch (BFW, 9 Prozent) und Thomas Wolf (parteilos, 8,6 Prozent).

Steinbach scheint unbeeindruckt von dem knappen Ergebnis: „Das war zu erwarten.“ Am 2. April wird es eine Stichwahl geben, weil keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Wie sie die kommenden zwei Wochen Wahlkampf betreiben will, weiß die Rathauschefin noch nicht, ausruhen will sie sich aber nicht. „Ich sage nicht, dass ist so gut wie gewonnen, man muss kämpfen.“ Warum hat Steinbach die Nase vorn? „Ich habe eben gute Arbeit geleistet“, lautet die selbstbewusste Antwort.

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Kommentar

Drei Monate intensiv geführter Wahlkampf ist nun entschieden – vorläufig. Denn die Stichwahl am 2. April entscheidet endgültig, wer für die nächsten sechs Jahre ins Rathaus einziehen wird.

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Hochzufriedene Gesichter auch bei der CDU, ein strahlendes Lächeln bei Ingo Kalweit: „Wir haben das erste Ziel erreicht, nämlich das Erreichen der Stichwahl.“ Dass er nur dreieinhalb Prozentpunkte hinter Steinbach liegt, habe er nicht zu hoffen gewagt. „Es ist immerhin die Amtsinhaberin.“ Jetzt gelte es, für die Stichwahl alle Kräfte noch einmal zu mobilisieren und zu steigern. Was Kalweit ebenfalls freut: Mit mehr als 51,6 Prozent habe man die Wahlbeteiligung gegenüber der Wahl vor sechs Jahren noch einmal steigern können. Auch die Ergebnisse seiner Mitbewerber Knoch und Wolf kommentiert der CDU-Kandidat: „Bei beiden habe ich höhere Werte erwartet.“ Mit beiden Kandidaten werde er in den nächsten Tagen Gespräche führen, kündigte Kalweit an – auch mit Blick auf Wahlempfehlungen. Bereits am heutigen Montag will Kalweit eine erste Strategiebesprechung mit seinem rund 30-köpfigen Team abhalten. „Für den Endspurt zur Stichwahl können Sie sich schon einmal auf eine Überraschung gefasst machen“, diktierte er den Journalisten in die Blöcke.

Traurige Mienen dagegen im Palazzo, wo sich die Freien Wähler und ihre Freunde versammelt haben. „Ich habe mein Ziel von 30 Prozent nicht erreicht“, sagt Kandidat Jörg Knoch enttäuscht. Mit Rückblick auf die erfolgreiche Kommunalwahl im vergangenen Jahr hätte der BFW-Kandidat ein wesentlich besseres Ergebnis erwartet. „Als ehemaliger Boxer bin ich Niederlagen gewöhnt“, gibt er sich jedoch kämpferisch. Sein Blick gilt schon der Stichwahl, dann werden die Freien Wähler ihre Stimmen für Ingo Kalweit in die Waagschale werfen. Das machte Knoch dann auch kurze Zeit später im Radfahrerheim deutlich, als er Kalweit bei dessen Wahlparty überschwänglich empfing. „Frau Steinbach wird es schwer haben“, kündigt Knoch an.

Der parteilose Thomas Wolf ist trotz des niedrigen Ergebnisses guter Stimmung. Im Adlersaal sorgen Lichtanlage und ein gut gefülltes Büfett für den Rest. Sein Fazit: „Eigentlich habe ich mit zehn Prozent gerechnet, aber mein Aufwand steht im Verhältnis zu den Stimmen.“ Als parteiloser Kandidat hätten ihm schlussendlich die Unterstützer beim Wahlkampf gefehlt. Doch ein Gutes habe seine Kandidatur: Die relativ hohe Wahlbeteiligung gehe auf seine Kappe, erklärt Wolf schmunzelnd. Schließlich habe er die Wähler aktiviert, die ungern ihre Stimme den Parteikandidaten geben. Trotzdem: „Viele meiner Wähler wollen einen Wechsel“, sagt Wolf mit Blick auf die Stichwahl.

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