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Verein bietet Kindern Sport und Spiele: TG reicht Flüchtlingen die Hand

Sport, Spiel und Spaß für Flüchtlingskinder bot die TG Rüsselsheim in der Sporthalle des Sportkindergartens. Bis zu 20 Kinder aus den Unterkünften in der Stadt, Königstädten und Bauschheim machten bei der Aktion mit.
Trainerin Tina Wolter (hinten, Mitte) zelebriert  mit den Kindern ein Abschiedsritual Foto: Marc Schueler Trainerin Tina Wolter (hinten, Mitte) zelebriert mit den Kindern ein Abschiedsritual
Rüsselsheim. 

„Die Kinder haben viel Spaß gehabt und konnten sich richtig austoben. Sie kannten das aus ihrer Heimat nicht, daher haben sie zunächst zurückhaltend beobachtet. Aber am zweiten Tag waren sie schon voll dabei und wurden zusehends lockerer“, berichtete Martin Skalsky von der TG Rüsselsheim, der die Aktion zusammen mit einigen Vereinskollegen organisiert hatte. Bereits am vergangenen Sonntag hatte die Handball-Abteilung den Aktionstag Handball ohne Grenzen angeboten, dem in dieser Woche das Angebot des Gesamtvereins folgte.

 

Es ging sogar aufs Trampolin

 

Täglich von 10.30 Uhr an wurden die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren an den Unterkünften abgeholt, um für zwei bis drei Stunden etwas Abstand vom Alltag zu bekommen. „Wir haben keine festen Vorgaben gemacht, sondern haben beobachtet, was die Kinder machen wollen. Mit dem Fußball spielen oder Basketball, mit Pedalos oder Rollbrettern fahren oder einfach nur toben. Spiel und Spaß standen hier im Vordergrund“, berichtete Trainerin Signe Richter, die mit den Kindern sogar an Geräten wie dem Schwebebalken oder dem Trampolin turnte.

Mit dabei unter den vier Trainern der TG war mit Felix Rühl auch ein Mann. „Gerade bei so einem Angebot ist es wichtig, eine männliche Bezugsperson dabei zu haben“, erklärte Richter.

Zwei Kleinbusse wurden von der Adam Opel AG zur Verfügung gestellt. „Intern wurden die Mitarbeiter gefragt, ob sie Ideen hätten, wie Opel die Flüchtlinge unterstützen könnte. Da habe ich dieses Angebot vorgeschlagen und nach zwei Kleinbussen gefragt. Zwei Tage später hatte ich die Zusage“, berichtete Jörg Wetzel, der Leiter der Skiabteilung.

Dass dieses Angebot auch in den Weihnachtsferien stattfinden soll, steht für die TG-Organisatoren fest. „Sport baut Brücken und spricht alle Sprachen. Sowohl die Kinder als auch die begleitenden Erwachsenen waren begeistert vom Angebot. Wir müssen nur sehen, ob wir Hallenkapazitäten haben, und den Transport organisieren“, so Skalsky. Daher halten es die Helfer der TG nicht für möglich, ein wöchentliches Angebot daraus zu machen.

„Unsere Übungsleiter haben viel Spaß daran, aber sich mitunter für diese Aktion auch Urlaub genommen. Würde die geplante Unterkunft auf dem Lacheparkplatz schon existieren, dann würden wir versuchen, eine Lösung zu finden. So ist es eben der Transport aus Bauschheim oder Königstädten, der nicht dauerhaft zu leisten ist“, so Skalsky.

Er hofft darauf, dass sich einzelne Kinder den Vereinen in Bauschheim und Königstädten anschließen und regt an, diese sportbegeisterten Kinder in den Verein zu holen. „Der Bedarf für sportliche Angebote ist auf jeden Fall vorhanden, das hat diese Woche mehr als bewiesen“, erklärte Skalsky. Gut ausgestattet seien viele der Kinder bereits. Von einer Krankenkasse hätten sie einen Turnbeutel bekommen, weitere Sachspenden wären ebenfalls eingegangen. Und auch mancher lokale Verein hätte geholfen, seine neusten Mitglieder in den Vereinsfarben einzukleiden.

 

Kleines Geschenk zum Abschied

 

Auch TG-Übungsleiterin Tina Wolter freute sich über die Resonanz der Kinder. Sie berichtete, dass alle Teilnehmer sehr dankbar gewesen wären. „Man merkt schon, dass sie diese Form der sportlichen Betätigung nicht kennen.“

Nach der offiziellen Verabschiedung am Freitagmittag gab es noch Kuchen und Kakao in der Küche des Sportkindergartens. Kritisch beäugten die Kinder dabei die bereitstehenden Gummibärchen und die als Verzierung dienenden, silberfarbenen Zuckerkugeln auf dem Kuchen.

„Das sind deutsche Süßigkeiten“, erklärten Richter und Wolter und probierten gleich einmal demonstrativ. Die Leckereien wurden dann doch probiert und anschließend die bereitliegenden Tüten begeistert mitgenommen. „Lecker!“, fanden die Kinder und freuten sich über dieses kleine Geschenk. schü

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