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Hinter der Fassade: Zweiter Roman von Ivonne Keller

Wie Seifenblasen zerplatzen die Träume dreier Schwestern an der harten Realität. Die Dortelweilerin Ivonne Keller schildert in ihrem zweiten Roman „Hirngespenster“ packend Episoden aus dem Leben von Silvie, Anna und Sabina.
Ivonne Keller Foto: Fauerbach Ivonne Keller Foto: Fauerbach
Bad Vilbel. 

Wie Seifenblasen zerplatzen die Träume dreier Schwestern an der harten Realität. Die Dortelweilerin Ivonne Keller schildert in ihrem zweiten Roman „Hirngespenster“ packend Episoden aus dem Leben von Silvie, Anna und Sabina. Die Handlung wird abwechselnd aus der Perspektive einer Schwester erzählt. Ich-Erzählerin Silvie steht ein Erzähler zur Seite, der die Leser über Annas und Sabinas Leben informiert. Durch die verschiedenen Standpunkte der Schwestern erscheint ein und dieselbe Sache in einem völlig anderem Licht.

Persönliche Hintergründe hat das allerdings nur wenige: „Es ist alles Fiktion, ich erzähle hier eine Geschichte aus dem Leben dieser drei Frauen, ohne einen moralischen Anspruch zu erheben“, sagt die Autorin. „Mich interessiert, was sich hinter den Fassaden von Familien abspielt.“ In „Hirngespenster“ zeige sie den Kampf, der sehr unterschiedlichen Schwestern und ihrer Familien, eine perfekte Fassade aufrecht zu erhalten. Es gebe in jeder Familie Dinge, die unter den Teppich gekehrt werden, über die man nicht spreche. Dazu gehörten Emotionen wie Verzweiflung, Miss-gunst, Ängste und Hass, aber auch Eheprobleme, Krankheit und Sucht.

Auch in der Familie ihrer Figuren Silvie, Anna und Sabine wird viel verschwiegen, das eigentlich gesagt werden müsste. Da wird geliebt und betrogen, es geht um Vertrauensbrüche, Probleme zwischen Müttern und Kindern - und ja, auch um Psychopharmaka. Denn Anna, Mutter dreier Kinder, ist nur noch mit Hilfe der Pillen fähig, ihren Alltag zu meistern. „Bei Anna führt ihre permanente Überforderung zur Hilflosigkeit“, stellt Ivonne Keller fest. Im Buch zögert Silvie, der Schwester zu helfen. Doch plötzlich dreht sich der Wind - und Silvie wird nach einem tragischen Unfall zum Pflegefall . . .

Erschienen ist „Hirngespenster“ als Ebook. Keller schreibt bereits an einem neuen Frauenroman.

Ivonne Keller: „Hirngespenster“, E-Book, Knaur eBook, 3.12.2012, 400 S., ISBN: 978-3-426-43065-1.

(Christine Fauerbach)
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