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In diesem Studio spielt die Musik: Radiomacher von Welle West Wetterau bieten beim Tag der offenen Tür Einblicke in ihre Arbeit

Von Beim Tag der offenen Tür zeigt der Radiosender „Welle West Wetterau“ (WeWeWe), wie er funktioniert. Nur für wenige Tage im Jahr wird gesendet, schließlich sind alle Beteiligten ehrenamtliche Vereinsmitglieder.
Dem Radioteam über die Schulter schauen – dafür bietet sich beim Tag der offenen Tür die Gelegenheit. Foto: Corinna Weigelt Dem Radioteam über die Schulter schauen – dafür bietet sich beim Tag der offenen Tür die Gelegenheit.
Butzbach. 

Das Mikrofon wird zurecht gerückt, die Regler des Mischpults langsam nach oben gefahren. „Am Mikrofon im Studio begrüßt sie Christoph Weidmann.“ Längst sind die Plätze um den Moderator besetzt, eigentlich könnte dieser nun live auf Sendung gehen, das Studio der „Welle West Wetterau“ ist mit Mischpulten, Sendeablaufsteuerung, Software und Mikrofonen bestens ausgerüstet.

Natürlich dürfen die Besucher alles selbst ausprobieren. Bild-Zoom Foto: Corinna Weigelt
Natürlich dürfen die Besucher alles selbst ausprobieren.

Seit 1999 gibt es den Radiosender „WeWeWe – Welle West Wetterau“ in Butzbach. Einen Einblick bietet das Radioteam Besuchern beim Tag der offenen Tür. Entstanden ist der Sender nach einer Idee des früheren Pfarrers Jörg Wiegand der Markusgemeinde Butzbach, ein Projekt im Odenwald gab den Anstoß. Heute sind rund 80 ehrenamtliche Radiobegeisterte am Werk, 40 davon aktiv. Längst ist aus einer Radioidee ein eigenständiger Verein gewachsen. „Immer da sein, wo was los ist“, lautet das Motto des Radiovereins.

Dass Radio machen mehr ist als Musik abfahren und Nachrichten vorlesen zeigt das Team interessierten Besuchern im Sender. Der Vorsitzende des Vereins, Stefan Erbe, öffnet die Tür. „Ein kleines feines Studio“, sagt er und deutet hinter die Tür im zweiten Stock, dem Sendezentrum am Kirchplatz in Butzbach, gleich neben der Markuskirche. Mehrere Räume haben die Radiomacher hier. Im Herzstück des Senders, dem Sendestudio, stehen dem Team zwei große „Arbeitsplätze“ mit vollen Equipment zur Verfügung.

Service: Treffen jede Woche

Wer Interesse hat, den Verein und das Studioteam zu ergänzen, kann sich unter www.irgendwasmitradio.de beim Wetterauer Veranstaltungsradio melden.

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Die Software dazu haben die Vereinsmitglieder selbst entwickelt. Einmal pro Jahr, 10 Tage lang, wird live gesendet. „Dazu ist viel Vorbereitung nötig“, erklärt Erbe. Nicht nur die Sendeanlage müsse einwandfrei funktionieren, auch Lizenzen und Frequenznutzungen müssen vorab beantragt werden. „Das ist natürlich mit vielen Kosten verbunden.“ Kosten, die durch Sponsoren gedeckt werden. „Daher sind Sponsoren bei uns auch immer willkommen, die werden natürlich nett in den Sendungen erwähnt.“ Technisch ist der Sender in der Lage, bis zu 250 000 Menschen zu erreichen.

Elf Tage auf Sendung

„Wie viele es tatsächlich sind, können wir nicht genau sagen, aber den Resonanzen nach, schalten viele das Radio ein.“ Zu finden ist die „WeWeWe“ auf der Frequenz 87,8. Zu hören gibt es nicht nur Musik, sondern viele informative Sendungen vom Frühstücksradio um 6 Uhr über die „Nahaufnahme“ mit Interviews, dem Magazin „Next“ und den Themen der Wetterau bis zu „Schlaflos“ um Mitternacht. „Dazu gibt es auch Live-Übertragungen, mögliche Diskussionen, Konzerte oder Zuschaltungen von unseren Außenreportern.“ Jahr für Jahr werden wichtige Veranstaltungen der Wetterau berücksichtigt. Für die Sendewoche des Jahres 2017, die im Oktober stattfindet, geht der Verein gleich elf Tage auf Sendung. Das diesjährige Hauptthema: „500 Jahre Reformation im evangelischen Dekanat Wetterau“. Vom 21. bis 31. Oktober 2017 sind die Radiomacher in der Wetterau unterwegs, um von vielen unterschiedlichen Fest-Veranstaltungen live zu berichten.

Hohes Niveau angesetzt

Alle Sendetermine werden genau abgestimmt und koordiniert. Auch eine Vielfalt an Wunschmusik und das Klassikradio dürfen beim Senden nicht fehlen. Ans Mikro gehen geschulte Vereinsmitglieder. „Ganz ohne Training geht das Ganze nicht“, so Tobias Krämer vom Vorstand, er zählt auch zu den Mitgliedern der ersten Stunde.

Infoabende und Schulungen helfen beim Einstieg und der Gestaltung im Sender. Auch wenn alle die Radioarbeit nur als Hobby betreiben, das Niveau werde hoch angesetzt. „Jeder, der mitmacht, bringt sich dazu mit seinen eigenen Interessen ein, sei es als Moderator, Redakteur, Reporter, Nachrichtenschreiber, Studiotechniker oder Programmierer“, erklären die Radiomacher. Mitmachen können Interessierte bereits ab 14 Jahren. „Und unser ältestes Vereinsmitglied ist übrigens 83 Jahre alt“, fügt Stefan Erbe hinzu.

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