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Konzert im Zoom Club: „Welshly Arms“: Der Held aus Cleveland hat den Blues

Sie sind Bluesrock-Koryphäen durch und durch: „Welshly Arms“ überblenden im Frankfurter „Zoom“ die Gegenwart mit der Vergangenheit.
Sam Getz, Frontmann der amerikanischen Band „Welshly Arms“, bringt Stimmung ins Frankfurter „Zoom“. Foto: Sven-Sebastian Sajak Sam Getz, Frontmann der amerikanischen Band „Welshly Arms“, bringt Stimmung ins Frankfurter „Zoom“.
Frankfurt. 

Als der engelslockige Ian Hunter, einst Frontmann der britischen Rock-Formation „Mott The Hoople“, Mitte der 70er Jahre in die USA auswanderte, zog es ihn in jene Metropole, der er wenig später eine seiner signifikanten Rockhymnen widmete: „Cleveland Rocks“. Dass in Cleveland noch immer satt musiziert wird – immerhin stammen Marilyn Manson und Chrissie Hynde aus der Ecke – unterstreicht auch die 2013 gegründete Formation „Welshly Arms“.

Ein Hauch von „Rockpalast Nacht“ liegt schon in der Luft, als das französische Quartett „Grit“ wuchtigen Hardrock mit New Wave paart. Entzückt von den schmucken vier jungen Musikern aus Paris zeigen sich vor allem die Damen im Publikum. Eigentlich sind die Ladies samt männlichem Anhang ja wegen „Welshly Arms“ gekommen. Genauer gesagt: Angelockt von dem für die Band eher atypischen Ohrwurm „Legendary“, der im hiesigen Formatradio auf Dauerrotation dudelt und dem Sextett um Sänger, Gitarrist und Komponist Sam Getz 2017 hierzulande einen längst verdienten Durchbruch bescherte. Auch in den Filmteasern von Quentin Tarantinos „The Hateful Eight“ und Jack Blacks „The D Train“ tummeln sich Songs von „Welshly Arms“, was weitere Popularitätsschübe initiierte.

Als die Truppe mit „The Touch“ den optimalen Einstieg findet, eine dynamische Mixtur aus Rock, Soul und Mitsing-Impuls, und mit „Ain’t Supposed To Rain“ und „Love In A Minor Key“ nahtlos gleichwertig nachlegt, verfestigen sich die „Rockpalast-Nacht“-Assoziationen. Zumal sich Frontmann Sam Getz mit permanent geschüttelter Langhaarmähne nicht nur als erstaunlich variabler Vokalist und Gitarrenheld entpuppt. Mit wenigen, aber effektiven Worten lenkt er das von der ersten Minuten an ergebene Publikum. Und animiert nonchalant zum kollektiven Mitklatschen, Mitsingen und Mittanzen.

Allerdings lässt sich das vielschichtige Klangbild von „Welshly Arms“ mit starkem Hang zum 70er-Retrostil zwischen Blues und Hardrock sowie weiteren Zutaten nicht nur auf den Initiator und Gründer Getz zurückführen. Bis auf den unglaublich kraftvollen Schlagzeuger Mikey Gould sind sämtliche weiteren Bandmitglieder bei den perfekt mehrstimmigen Gesangspassagen eingebunden, was einen nicht unwesentlichen Anteil des Charmes ausmacht.

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