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Mann zündet sich auf Münchner Marienplatz an und stirbt

Mitten in der Nacht hat sich ein Münchner auf dem zentralen Marienplatz mit Benzin übergossen und angezündet. Er starb eine Stunde später. Sein Motiv gibt Rätsel auf.
Mit schwarzem Ruß bedeckte Steinsäulen sind auf dem Marienplatz in München zu sehen. Foto: Florian Eckl Mit schwarzem Ruß bedeckte Steinsäulen sind auf dem Marienplatz in München zu sehen. Foto: Florian Eckl
München. 

Ein Mann hat sich in der Nacht zum Freitag im Zentrum Münchens selbst verbrannt. Auf dem Marienplatz vor dem Rathaus übergoss sich der 54-Jährige mit mehreren Litern Benzin und zündete sich anschließend selbst an, wie die Polizei mitteilte.

Passanten fanden den am Boden liegenden Mann. Sie konnten zwar die Flammen löschen. Doch die eintreffenden Rettungskräfte fanden den Münchner so schwer verletzt vor, dass er etwa eine Stunde später in einer Spezialklinik an den Folgen seiner großflächigen Verbrennungen starb.

Die Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar. Der Mann war mit seinem Auto auf den Platz in der Fußgängerzone gefahren. Auf seinen Wagen hatte er mit Filzstift mehrere Parolen geschmiert. Eine lautete: „Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen”, wie ein Polizeisprecher sagte. Eine andere: „Amri ist erst die Spitze des Eisberges.”

Anis Amri hatte den islamistische Anschlag mit zwölf Toten auf dem Berliner Weihnachtsmarkt verübt. Dennoch spricht die Polizei derzeit nicht von einem politischen Hintergrund der Selbstverbrennung. „Die Kollegen ermitteln in alle Richtungen”, betonte die Sprecherin. Über das Motiv könne momentan keine Aussage getroffen werden. Sicher sei nur, dass ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden könne.

(dpa)
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