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Viersen: Haftbefehl gegen Jugendlichen wegen Mordverdachts

Ein 15 Jahre altes Mädchen wird in einem Park in Viersen erstochen. Dann geht alles sehr schnell: Nur einen Tag danach stellt sich ein Jugendlicher. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.
Tatort im „Casinogarten” in der Innenstadt von Viersen. Foto: David Young Tatort im „Casinogarten” in der Innenstadt von Viersen.
Mönchengladbach. 

Zwei Tage nach der tödlichen Messerattacke auf eine 15-Jährige in Viersen ist gegen einen Jugendlichen Haftbefehl wegen Mordverdachts ergangen.

Der 17-Jährige sei dringend tatverdächtig, das Mädchen in einem Park im niederrheinischen Viersen verletzt und getötet zu haben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mit. Der Beschuldigte kam auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Zunächst äußerte er sich den Angaben zu Folge nicht zur Tat. Der Bulgare hatte sich am Montag in Begleitung seiner Anwältin in einer Polizeiwache gestellt.

Das Mädchen rumänischer Herkunft war am Montag in den Mittagsstunden in dem Park niedergestochen worden und später im Krankenhaus gestorben. Das Opfer und der tatverdächtige Bulgare kannten sich. Ob sie eine Beziehung miteinander hatten, wollte die Polizei zunächst nicht kommentieren. Zu Ermittlungs-Details planen Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag eine Pressekonferenz in Mönchengladbach.

Die Polizei hatte noch am Dienstag erneut im Park nach Spuren des Verbrechens gesucht und dazu auch einen Bereich abgesperrt.

Dutzende Menschen waren am Dienstagabend in den Park gekommen und gedachten des Mädchens. Sie kamen in Gruppen und einige stellten Kerzen auf, wo die 15-Jährige verletzt zusammengebrochen war. An diesem Freitag soll ein Trauerzug mit bis zu 100 Menschen durch die Stadt zu der Stelle im Park ziehen.

(dpa)
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