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Spitzenkandidaten-Wahl: FDP hofft auf Lindner

Christian Lindner gilt als letzte Hoffnung der FDP in Nordrhein-Westfalen. Jetzt kürten ihn die Freidemokraten mit einem Traumergebnis zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im Mai. Mit ihm soll die FDP wieder selbstbewusst werden.
Traumergebnis für Christian Lindner (Archivfoto). Traumergebnis für Christian Lindner (Archivfoto).
Duisburg. 

Die nordrhein-westfälische FDP zieht mit dem früheren Generalsekretär Christian Lindner als Spitzenkandidat in die Landtagswahl. Der 33-Jährige wurde am Sonntag auf einem Parteitag in Duisburg nahezu einstimmig auf Platz eins der Landesliste gewählt.

Lindner, der keinen Gegenkandidaten hatte, erhielt 394 von 395 abgegebenen Stimmen. Das ist eine Zustimmung von 99,8 Prozent. Lediglich ein Delegierter stimmte mit Nein. "Mir geht ein kleiner Schauer über den Rücken", sagte Lindner über sein Wahlergebnis.

In seiner Rede grenzte sich der FDP-Spitzenkandidat sowohl von der rot-grünen Koalition als auch von der CDU ab. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) gefährde mit ihrer verantwortungslosen Schuldenpolitik "die Glaubwürdigkeit Deutschlands insgesamt in Europa". Die Grünen blockierten die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. "In Nordrhein-Westfalen hat der grüne Umweltminister alles und der rote Wirtschaftsminister gar nichts zu sagen."

Der CDU warf Lindner vor, sich für eine schwarz-grüne Koalition hübsch zu machen. Der designierte CDU-Spitzenkandidat, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, sei "der klügste aller Grünen". Den CDU-Fraktionschef im aufgelösten Landtag, Karl-Josef Laumann, nannte Lindner "den glaubwürdigsten Sozialdemokraten".

FDP mit neuem Selbstbewusstsein

Die FDP könne selbstbewusst in die Wahl am 13. Mai gehen, sagte Lindner. Durch ihr Nein zum Landeshaushalt und die damit ausgelöste Auflösung des Landtags habe die FDP Glaubwürdigkeit zurückgewonnen. Er kündigte einen Wahlkampf "mit Stil" an. Bei Attacken des politischen Gegners werde es von ihm "kein Revanchefoul" geben.

FDP-Landeschef Daniel Bahr sagte, die FDP müsse bei der Landtagswahl dafür sorgen, dass die Liberalen in Deutschland eine starke Stimme bleiben. "Die FDP wird gebraucht." In den Meinungsumfragen liegt die FDP in NRW wie im Bund derzeit unter der Fünf-Prozent Hürde.

Lindner verteidigte das Nein der FDP zu einer Länderbürgschaft für eine Schlecker-Transfergesellschaft. Davon hätten am Ende nur die Banken profitiert, bei denen sich die Drogeriekette verschuldet habe. Die FDP mache den "Wettbewerb der sozialsten Rhetorik nicht mit". Für die FDP zählten nur "soziale Resultate".

(dpa)
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