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Erhebliche Frostschäden in deutschen Weinbaugebieten

Winzer verbrennen in den frühen Morgenstunden in einem Weinberg bei Meißen Stroh um mit dem Rauch die Weinreben gegen den Frost zu schützen. Foto: Sebastian Kahnert Winzer verbrennen in den frühen Morgenstunden in einem Weinberg bei Meißen Stroh um mit dem Rauch die Weinreben gegen den Frost zu schützen. Foto: Sebastian Kahnert
Bodenheim. 

Der Frost der vergangenen Nächte hat die Winzer in den deutschen Weinanbaugebieten zum Teil massiv getroffen. „Von keinen Schäden bis zu einem Ausfall von 100 Prozent ist alles dabei”, sagte Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut in Bodenheim nahe Mainz.

Es sei außergewöhnlich, dass Reben in ganz Deutschland betroffen seien. „Von der Ahr bis nach Baden, von der Mosel bis nach Sachsen.”

Temperaturen mit mehreren Grad Minus seien für einen April nichts Ungewöhnliches, aber durch die sehr warmen Wochen zuvor seien die Rebstöcke zwei Wochen früher dran als sonst und hätten schon ausgetrieben. „Das war das Fatale”, sagte Büscher. Der Präsident des Weinbauverbands Mosel, Rolf Haxel, berichtet von großen Schäden vor allem an den Burgundersorten. „Wenn sie da in die Weinberge gehen, ist auf einmal alles schwarz.”

Die Kälte hat an manchen Orten Knospen und erste Blätter zerstört. Die betroffenen Winzer hoffen nun, dass die Reben Seitentriebe bilden. „Ob die Früchte tragen oder nicht, wissen wir aber nicht”, sagte Haxel. Büscher ergänzte, es sei in diesen Hängen nur mit einem Bruchteil des Vollertrags zu rechnen. „Es wird in diesem Jahr auf jeden Fall weniger Wein geben als erhofft.”

(dpa)
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