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Kodak lässt Aktienkurs mit eigener Kryptowährung abheben

Vor Weihnachten fügte eine Tee-Firma das aus der Bitcoin-Technik bekannte Wort „Blockchain” ihrem Namen hinzu - und die Aktie ging durch die Decke. Jetzt reicht es, dass Kodak einen eigenen „Coin” erfindet, damit Investoren-Herzen höher schlagen.
Kodak ruft den KodakCoin ins Leben und verdoppelt mit der Kryptowährung den Aktienkurs. Norbert Försterling/dpa/Archiv Foto: Norbert Försterling Kodak ruft den KodakCoin ins Leben und verdoppelt mit der Kryptowährung den Aktienkurs. Norbert Försterling/dpa/Archiv
Rochester. 

Alles, was mit Digitalgeld zu tun hat, löst bei Anlegern einen Kaufreflex aus: Kaum hat Kodak eine eigene Kryptowährung für Fotografen angekündigt, hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt.

Mit dem KodakCoin und der dazugehörigen Plattform KodakOne sollen Fotografen ihre Autorenrechte absichern und die Bilder vermarkten können, wie das Unternehmen ankündigte.

Die Aktie schloss im US-Handel mit einem Plus von 120 Prozent bei knapp sieben Dollar. Und da war noch nicht Schluss: Nachbörslich kletterte die Aktie auf neun Dollar.

Über die Kodak-Plattform soll zugleich das Netz beobachtet werden, um eine unerlaubte Nutzung geschützter Bilder zu stoppen. Die Basis für das Angebot bildet die Blockchain-Technologie, mit der auch das Digitalgeld Bitcoin abgesichert wird. Kodak habe schon immer versucht, die Fotografie zu demokratisieren und für eine faire Vergütung der Autoren zu sorgen, erklärte Firmenchef Jeff Clarcke.

Der Kurssprung bestätigt, dass Kryptowährungen und damit verbundene Begriffe eine gewaltige Anziehungskraft für Investoren haben - mithin mit kuriosen Ergebnissen. Im Dezember hatte die Getränkefirma Long Island Iced Tee angekündigt, dass sie ihren Namen in Long Blockchain Corp. ändern werde. Der Aktienkurs verdreifachte sich sofort. In der Bitcoin-Kursrally gaben sich auch mehrere andere Firmen Namen wie Crypto Company, Nodechain oder Blockchain Group. Was genau sie mit Digitalwährungen zu tun hatten, war dabei mitunter schwer zu erkennen.

In der Bitcoin-Kursrally gaben sich auch mehrere andere Firmen Namen wie Crypto Company, Nodechain oder Blockchain Group. Was genau sie mit Digitalwährungen zu tun hatten, war dabei mitunter schwer zu erkennen. Ein besonders skurriles Beispiel ist der Höhenflug des „Dogecoin” - der eigentlich als Bitcoin-Parodie gedacht war.

Doch auch die Warnungen vor Kryptowährungen reißen nicht ab. „Ich kann mit annähernder Sicherheit sagen, dass sie ein böses Ende nehmen werden”, sagte Starinvestor Warren Buffett im Sender CNBC. Wann es soweit sein werde, könne er allerdings nicht sagen. Ökonomen und Notenbanker warnen schon lange vor einer Spekulationsblase.

Kodak hatte einst die Entwicklung der klassischen Fotografie maßgeblich geprägt, verlor aber mit dem Vormarsch der digitalen Bilder den Anschluss. Aus einem Insolvenzverfahren ging das US-Unternehmen als Spezialist für digitalen Druck hervor.

(dpa)
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