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Leichtathletik: Neuer Rekord, doch die 10 bleibt unerreicht

Hermann Schulz stellte sich im südhessischen Weinheim hochkarätiger Konkurrenz. Sein Ergebnis im 100-Meter-Lauf sorgte für zwiespältige Gefühle.
Hermann Schulz von der LSG Goldener Grund (Zweiter von rechts) versucht im 100 Meter Vorlauf mit dem Wetzlarer Michael Pohl (im schwarzen Trikot) mitzuhalten. Hermann Schulz von der LSG Goldener Grund (Zweiter von rechts) versucht im 100 Meter Vorlauf mit dem Wetzlarer Michael Pohl (im schwarzen Trikot) mitzuhalten.
Weinheim. 

Was für ein Rennen von Hermann Schulz (LSG Goldener Grund Selters) in Weinheim! Und dann doch so knapp am erhofften Ergebnis vorbei. Die gesamte deutsche Sprintelite inklusive des deutschen Rekordhalters Julian Reus (Wattenscheid), des Hessenrekordhalters Michael Pohl (Wetzlar) und der deutschen Staffelteilnehmer auf internationaler Ebene hatte sich in Weinheim zum Abendsportfest getroffen. Mittendrin Hermann Schulz von der LSG Goldener Grund Selters, der endlich in dieser Saison einmal die 10 vor dem Komma haben möchte.

Aktuell lag seine persönliche Bestzeit bei 11,03 Sekunden, und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann die ominöse 10 fällt. Doch dann wurde er beim Fußballspiel für die SG Taunus gefoult und viel wochenlang aus. Mit viel Fleiß und Engagement arbeitete er sich in den letzten Wochen im Training wieder an seine Form heran – und so konnte er zuversichtlich in Weinheim an den Start gehen.

Ausgerechnet gegen den Hessenrekordhalter und aktuell Jahresschnellsten in Deutschland, Michael Pohl, ging es an die Startblöcke. In Weinheim gibt es eine sogenannte Rückenwindgarantie, d.h. es wird auf jeden Fall in die Richtung gelaufen, dass die Sprinter Rückenwind haben.

Der Wind dreht

Nur ausgerechnet im Lauf von Schulz drehte der Wind auf 0,3 Meter pro Sekunde Gegenwind, und die Uhren blieben für den jungen Mann aus Eisenbach bei 11,02 Sekunden stehen. Dies bedeutete eine neue persönliche Bestleistung und einen Vereinsrekord. Dennoch überwog die Enttäuschung über die fehlenden 3/100 Sekunden. Hätte der Wind gehalten und auf Rückenwind gestanden, wäre es passiert – dies bestätigte Bundestrainer Sprint Jörg Möckel vor Ort.

Beleg dafür auch, dass Michael Pohl in diesem Vorlauf 10,40 Sekunden sprintete und im Endlauf bei Rückenwind von 1,6 m/s auf 10,23 kam. Also geht es für Hermann Schulz weiter, und zwar heute in Pfungstadt und am Sonntag, 15. Juli, auf der schnellen Bahn von Mannheim.

Im 800-Meter-Lauf der Männer gab es aus heimischer Sicht einen achtbaren zweiten Platz von Bastian Trost vom LC Mengerskirchen, wobei er sicherlich mit den 2:01,8 Minuten sicherlich auch nicht zufrieden war. Er hat in dieser Saison bereits mehrfach Zeiten unter zwei Minuten erreicht.

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