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Handball: B-Jugend verliert unglücklich

Der Sole-Mio-Cup mit Vereinen aus der Oberliga bis hin zur Ersten Schweizer Liga stieß auf sehr positive Resonanz der Vereine. Doch die TG Bad Soden beließ es nicht bei dem einen Turnier. Sie richtete noch zwei weitere aus.
Sie konnte mit den Leistungen ihrer Mannschaften zufrieden sein: Trainerin Alisa Stickl. Foto: Marcel Lorenz Sie konnte mit den Leistungen ihrer Mannschaften zufrieden sein: Trainerin Alisa Stickl.
Bad Soden. 

Bereits in den Tagen zuvor hatte der Verein ein Turnier für seine Landesliga-Mannschaft organisiert.

Dort setzte sich der TV Langenselbold durch, der vor dieser Saison in die Landesliga Süd aufgestiegen war und laut dem Bad Sodener Abteilungsleiter Rainer Mies in fast kompletter Besetzung gespielt hatte. Das Team gewann alle seine Spiele, wobei es gegen den Gastgeber zur Pause noch mit vier Toren im Rückstand gelegen hatte. „Dann hat sich aber bemerkbar gemacht, dass wir mit einem sehr dünnen Kader angetreten waren. Uns ist am Ende einfach die Luft ausgegangen“, berichtete Mies nach der unglücklichen 31:33-Niederlage seines Teams, „in unser kompletten Besetzung hätten wir nicht verloren“.

Den zweiten Platz belegte der TV Bodenheim, der den Gastgeber in seinem ersten Spiel bezwungen hatte. „Auch diese Niederlage war vermeidbar“, berichtete der Abteilungsleiter. Umso mehr freute er sich über die Erfolge seiner Mannschaft gegen den Rheinhessen-Ligisten SF Budenheim II und den Gießener Bezirks-Oberligisten TV Hüttenberg II: „Dafür dass die Mannschaft mit einem Kader antrat, mit dem sie wohl nie mehr spielen wird, haben sich unsere Mädels nicht schlecht geschlagen. Gerade unsere jungen Spielerinnen haben viele positive Ansätze gezeigt.“ Besonderen Aufschluss hatten sich die Verantwortlichen davon erhofft, wie sich die jungen Spielerinnen im Aktivenbereich aus der Affäre gezogen hatten. Auch mit den gezeigten Leistungen konnten sie ebenso wie mit dem dritten Platz in der Abschlusstabelle sehr zufrieden sein. Im Übrigen kann die Leistung der teilnehmenden Mannschaften für Rainer Mies nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie fuhren Tag für Tag durch dichten Verkehr nach Bad Soden und trugen dort Spiele über die volle Spieldauer von 2x30 Minuten aus, teilweise gar zwei Spiele hintereinander. „Bei dieser Hitze und mit in der Regel nicht vollem Mannschaftskader war das ein tolles Engagement aller Spielerinnen“, lobte Mies die Mannschaften.

Parallel zum Turnier der höherklassigen Mannschaften gab es noch ein Turnier für weibliche B-Jugendliche. Dabei gab es dort doch einige altersmäßige Unterschiede. Die HSG Hungen/Lich hatte ursprünglich für ein A-Jugendturnier gemeldet, das mangels Masse aber nicht zustande kam. So boten die Organisatoren der Mannschaft an, beim Turnier der B-Jugendlichen mitzuspielen. Diese Einladung nahmen die Spielerinnen aus Mittelhessen an und freuten sich anschließend über ihren Turniersieg.

Dagegen trat die wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt mit zwei Mannschafte an.Die Erste Mannschaft war die C-Jugend, die Zweite die B-Jugend. Das C-Jugendteam musste seiner körperlichen Unterlegenheit Tribut zollen und konnte nur in der Partie gegen den späteren Finalisten mithalten. Besser lief es für die B-Jugendlichen. Sie gewannen ihre beiden Vorrunden-Begegnungen souverän und trafen im Halbfinale auf die TG Kastel. Dort stand es nach regulärer Spielzeit 11:11. Der Turniermodus sah nun vor, dass anschließend ein Hochball vom Schiedsrichter geworfen wurde und der Sieger nun im „Sudden Death“ ermittelt wurde. Somit würde die Mannschaft gewinnen, die das nächste Tor erzielen würde. „Da hatte unsere Mannschaft Pech“, erklärte Mies, „Kastel hatte das nötige Glück und zog ins Finale ein“. Während die Bad Sodenerinnen kampflos Dritte wurden, weil die wJSG Dittershausen/Waldau auf das Platzierungsspiel verzichtete, musste sich die TG Kastel der älteren Mannschaft der HSG Hungen/Lich im Finale mit 14:18 geschlagen geben. So war es für alle Mannschaften trotz der Hitze eine gelungene Veranstaltung in der Vorbereitung auf die Saison. Die TG Kastel durfte auch noch feiern: Emily Reesse wurde als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet.

In beiden Turnieren zeigten übrigens nicht nur die Spielerinnen höchste Einsatzbereitschaft und trotzten den Temperaturen. Auch die Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen zeigten sich voll auf der Höhe und boten sehr gute Leistungen. Neben den zahlreichen Gespannen aus dem Bezirk Wiesbaden/Frankfurt wurden auch die jungen weiblichen Gespanne der Landesverbände für ihre souveränen Leistungen allenthalben gelobt. Auch sie trugen damit ganz erheblich zum Gelingen bei. „Das Schiedsrichter-Projekt ist ein echtes Highlight“, freute sich Organisator Holger Hölzinger, „das wiederholen wir auf jeden Fall im nächsten Jahr“. Auch Rainer Mies war von den Leistungen der jungen Schiedsrichterinnen angetan: „Die meisten der Mädels waren erst 16 Jahre alt. Die haben das bravourös gemeistert, auch wenn wahrscheinlich nicht alle Trainer meiner Meinung sind.“

(vho)

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