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Niklas Rottenau und Turgay Akbulut treffen zum Sieg: Eddersheim dreht das Derby

Mit dem etwas überraschenden, aber keinesfalls unverdienten 2:1-Coup über Aufstiegsfavoriten SV Zeilsheim, beendete der FC Eddersheim seinen Negativtrend.
Es sieht aus wie eine Tanzeinlage, doch auch in dieser Szene geht es um den Ball: Die Eddersheimer Paul Hommel (links) und Marvin Esser (Mitte) im Duell mit Zeilsheims Tetsu Horiuchi. Foto: Marcel Lorenz Es sieht aus wie eine Tanzeinlage, doch auch in dieser Szene geht es um den Ball: Die Eddersheimer Paul Hommel (links) und Marvin Esser (Mitte) im Duell mit Zeilsheims Tetsu Horiuchi.
Eddersheim. 

Nachdem tags zuvor Tabellenführer SC Waldgirmes zu Hause über die DJK Flörsheim stolperte (0:1), bot sich den Gästen aus Zeilsheim die Chance, den Aufstiegskampf wieder heiß zu machen. Mit einem Sieg in Eddersheim wäre das Team von Trainer Sascha Amstätter dem Ligaprimus bis auf zwei Punkte auf die Pelle gerückt. Auf der Gegenseite waren die Gastgeber nach zwei Niederlagen in Folge hochmotiviert, die Zeilsheimer erneut zu ärgern. Bereits das Hinspiel konnte Eddersheim mit 3:1 für sich entscheiden,

Doch aller Ambitionen auf beiden Seiten zuwider kam die Partie nur äußerst schwer in die Gänge. Im ersten Durchgang herrschte weitestgehend Leerlauf, mit Ausnahme der 18. Spielminute, der bis dato besten Chance des Spiels. Nach einem Ballgewinn durch Dario Küper bewies Turgay Akbulut Übersicht und schickte Sturmkollegen Ivan Rebic auf die Reise. Die Eddersheimer Anhänger hatten hier schon den Torjubel auf den Lippen, doch der beste Torschütze der Liga zielte frei vor Gäste-Keeper Dominik Reining am Tor vorbei (18.). Ansonsten war das Spiel geprägt von Mittelfeldgeplänkel, mit leichten Vorteilen zugunsten der Hausherren. Ein harmloser Freistoß des ehemaligen Eddersheimers Leo Bianco war schon das Gefährlichste der Gäste (9.). So kam die Zeilsheimer Führung kurz vor der Pause umso überraschender: Rechtsverteidiger Mirko Dimter fasste sich ein Herz und schoss aus der Distanz, FC-Torhüter David Tempel ließ den harmlosen Schuss nur abklatschen. Ahmet Gök schaltete am Schnellsten und wurde dann von Tempel zu Fall gebracht. Den Strafstoß verwandelte Leo Bianco sicher zum schmeichelhaften 1:0 (43.).

Es dauerte etwas, bis die Hausherren sich von diesem Nackenschlag erholten, doch sie bewiesen Charakter. „Großes Kompliment an die Mannschaft; sie gab sich über 90 Minuten nicht auf“, resümierte der Eddersheimer Sportliche Leiter Erich Rodler. Die Gäste hatten nun zwar die besseren Chancen, doch die Platzherren machten die Tore. Erst zeigte Tempel erneute Probleme gegen Raffael Grigorian (55.), dann machte er seinen Fehler kurz vor der Pause mehr als wieder gut, als er erst die Großchance von Nikolai Pyatt zunichte machte (61.) und in Folge auch gegen Gök (71.) und Kokolu Baku (76) stark hielt. Zuvor schon fiel der Ausgleich. Niklas Rottenau erlief einen Ball und schloss schnörkellos ins untere rechte Eck zum 1:1 ab (69.). Auch beim 2:1-Siegtreffer war er beteiligt, indem er den quirligen Akbulut mustergültig bediente. Aus kürzester Distanz schob der Torjäger ins lange Eck ein (77.).

„Ich weiß nicht, ob wir verdient gewonnen haben“, drückte Rodler es vorsichtig aus. „Doch man spricht ja vom Glück des Tüchtigen, und heute waren wir tüchtig“, sagte er. Von daher sei der Heim-Dreier gegen den Zweiten auch nicht unverdient gewesen. Doch: „Macht Zeilsheim das 2:1, gewinnen wir wohl nicht mehr“, so der Abteilungsleiter nüchtern. Beim Stand von 1:1 rettete das Aluminium gegen Baku für die Hausherren, kurz nach der Führung traf der eingewechselte Michael Seidelmann erneut nur den Pfosten (79.). Sichtlich enttäuscht über die verpasste Möglichkeit, an Waldgirmes heranzurücken, zeigte Amstätter Sportsgeist und gratulierte allen Eddersheimern zum Erfolg. Nächste Woche warten für beide schon die nächsten Derbys: Zeilsheim empfängt Oberliederbach, Eddersheim gastiert in Flörsheim.

(rku)
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