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Handball: Eine Hiobsbotschaft für die Eddersheimerinnen

Beim stark besetzten Turnier der TG Bad Soden sicherten sich die Drittliga-Handballerinnen der TSG Eddersheim den dritten Platz mit überzeugenden Leistungen. Dennoch trat dies auch für Trainer Tobias Fischer in den Hintergrund.
Sie hatte Glück im Unglück: Lena Thoß (rechts) blieb bei einem Autounfall bei der Anfahrt zum Turnier in Bad Soden am Sonntag unverletzt. Foto: Marcel Lorenz Sie hatte Glück im Unglück: Lena Thoß (rechts) blieb bei einem Autounfall bei der Anfahrt zum Turnier in Bad Soden am Sonntag unverletzt.
Eddersheim. 

Der Trainer des Handball-Drittligisten hatte schon eine schwere Rückrunde zu überwinden. Und das nicht unbedingt sportlich, sondern seine Mannschaft wurde von einigen Verletzungen gebeutelt und ging mit einem kleinen Kader am Saisonende an ihre Grenzen, wobei sie die Saison noch richtig gut mit einem Sieg gegen den HC Leipzig mit einer positiven Bilanz abschloss.

Mit Lisa Brennigke und Franziska Feick hat Fischer noch zwei Langzeit-Verletzte, doch das Pech bleibt seiner Mannschaft weiterhin treu. Vor einer Woche im Spiel gegen die HSG Nieder-Roden hatte sich Lilly König verletzt. „Sie hat sich das Syndesmoseband gerissen. Das ist bitter, denn gerade als Neuzugang brauchst du jede Minute, um dich einzuspielen. Es geht so weiter. Wenn wir Verletzungen haben, dann richtig“, übt sich Fischer im Galgenhumor. Die 16-Jährige wird ihrer Mannschaft erst einmal etwa drei Monaten fehlen.

Bauchgrimmen

So verblieben dem Trainer zum Testspiel beim Zweitligisten FSG Mainz 05/Budenheim noch neun Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen. „Nach dem bitteren Testspiel gegen Nieder-Roden hatte ich Bauchgrimmen und habe auch an die Mannschaft appelliert, was sie bereit zu liefern ist“, erklärte Fischer, „aber die Mannschaft hat mir eine positive Antwort gegeben“. Die Eddersheimerinnen boten eine richtig starke Abwehrleistung, hatten mit Mona Priester und Melissa Kirchner richtig gute Torhüterinnen und erzielten mit dem 20:24 laut Fischer das beste Ergebnis gegen diesen Gegner. „Sicherlich hatte es vorne gehapert, aber insgesamt war es ein respektables Ergebnis“, erklärte Fischer.

Mit diesem positiven Ergebnis ging es nun in das Turnier in Bad Soden. Dort trafen sie prompt auf die HSG Nieder-Roden. Gegen den starken Oberligisten hatte es eine 19:30-Niederlage vor einer Woche gegeben, als die Spielerinnen am Ende ihrer Kräfte gewesen waren. „Da wollten wir etwas geraderücken. Nachdem wir zur Pause mit 6:7 zurückgelegen hatten, war ich böse. Dann haben wir sie dominiert, sehr gut gespielt und verdient mit 19:16 gewonnen“, berichtete der Trainer. Ähnlich war der Spielverlauf gegen den Zweitligisten Trierer Miezen, als das Team ohne Tempo agierte und mit 5:11 zur Pause zurücklag. Nach der Pause agierte die Mannschaft mit vollem Tempo und überrannte den Zweitligisten förmlich. Das 15:19 nahm Fischer nicht krumm.

Dann kam der Schrecken. Tobias Fischer erhielt am Morgen des zweiten Turniertages von Lena Thoß den Anruf, dass sie gemeinsam mit Tabea Schweikardt und Melissa Kirchner einen Unfall hatte. Alle drei wurden zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, konnten es aber auch gleich danach wieder verlassen. „Gott sei Dank ist ihnen nichts passiert. Ich habe sie auch im ersten Spiel nicht mehr eingesetzt, obwohl sie in der Halle waren, weil sie wohl noch etwas unter Schock standen. Tabea und Melissa habe ich noch im kleinen Finale gebracht, Lena wollte nicht. Wenn es ihnen in dieser Woche nicht gut geht, sollen sie mal eine Woche aussetzen“, geht Fischer die Gesundheit seiner Spielerinnen vor, die erst einmal diesen Unfall verarbeiten sollen.

Starkes Tempospiel

Somit hatte er gegen den Süd-Drittligisten TSG Ketsch II noch sieben Feldspielerinnen zur Verfügung. „Sie haben über 40 Minuten Tempo gemacht und verdient mit 23:17 gewonnen. Das war richtig gut“, freute sich der Eddersheimer Trainer über den zweiten Vorrundenplatz.

Im Halbfinale folgte eine unglückliche 9:11-Niederlage gegen den Schweizer Erstligisten RW Thun, so dass die Eddersheimerinnen im kleinen Finale auf ihre ehemalige Mitspielerin Jackie Johnson trafen, die derzeit den Drittliga-Aufsteiger HSG Weiterstadt/Worfelden/Braunshardt trainiert.

„Da war ich begeistert von meiner Abwehr. Sie hat am zweiten Turniertag keine Zeitstrafe bekommen. Das muss man herausheben“, freute sich Fischer nach dem 14:10 seines Teams gegen den Liga-Konkurrenten. „Wir haben konditionell gerade am zweiten Tag brutal abgeliefert. Das zeigt, dass wir im athletischen Bereich schon wieder gut drauf sind“, resümierte der Trainer, der mit dem dritten Platz zufrieden war und den Organisatoren Holger Hölzinger und Dirk Florian dankte: „Wenn sie so etwas nächstes Jahr wieder machen, dann wären wir dabei. Das war eine richtig gute Nummer.“

(vho)

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