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Die Roten Teufel Bad Nauheim: Mit einer guten Mischung in der Breite besser aufgestellt

Von Am Freitag wird es ernst für die Kufenflitzer aus Bad Nauheim. Mit dem Heimspiel gegen Heilbronn (19.30 Uhr) wird die neue Runde in der Zweiten Eishockey-Liga (DEL 2) eröffnet.
So wird’s gemacht: Bei Bad Nauheims Trainer Petri Kujala kommt auch die Taktik nicht zu kurz. Foto: JOACHIM STORCH (Joachim Storch) So wird’s gemacht: Bei Bad Nauheims Trainer Petri Kujala kommt auch die Taktik nicht zu kurz.
Bad Nauheim. 

Vor dem morgigen Premiere-Spiel der DEL 2 2017/18 gegen die Heilbronner Falken herrscht im Kurpark großer Optimismus. „Letzte Saison haben wir die Qualifikation zu den Play-offs knapp verpasst. Diesmal soll es gelingen“, sagt Petri Kujala, seit Sommer 2014 Trainer der Roten Teufel Bad Nauheim. Der Finne ist überzeugt, dass in der Wetterau mit bescheidenen Mitteln ein gutes Team zusammengestellt wurde. 2,5 Millionen Euro, so wie im Vorjahr, beträgt der Etat. Die Personalkosten (Team, Trainer, Betreuer) belaufen sich auf 930 000 Euro.

Die Roten Teufel bereichern die DEL 2 seit 2013, ins Viertelfinale gelangten sie aber nur einmal. 2016 scheiterten sie als Hauptrunden-Sechster an den Ravensburg Towerstars. Mindestes so weit zu kommen liegt diesmal im Bereich des Möglichen. Auf eine Platzierung will sich der Coach aber nicht festlegen. „Die Konkurrenz hat durch die Bank zugelegt. Das wird eine sehr ausgeglichene Runde, in der es keine leichten Aufgaben gibt.“ Er blicke weniger auf die Konkurrenz, als auf die eigene Mannschaft, unterstreicht Kujala. Und die hat ihm während der Sommervorbereitung viel Freude bereitet: „Alle haben hervorragend mitgezogen. Man spürt, dass die Jungs wollen. Die Jüngeren betrachten unseren Club nicht als Endstation in ihrer Karriere, sondern als ein Sprungbrett. Sie wollen beweisen, dass sie für höhere Aufgaben geeignet sind.“

Der Kader, die Heimspiele und die Derbys

Torhüter: Felix Bick, Ansgar Preuß, Timo Herden, Patrick Klein (beide mit Förderlizenz), Jan Guryca, Nils Flemming.

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Schlüsse aus den Vorbereitungsspielen, meistens gegen unterklassige Gegner, seien sehr schwer zu ziehen. Einige Erkenntnisse gab es aber schon. Die Mannschaft ist offensiver ausgerichtet, die Last der Verantwortung hinsichtlich des Toreschießens liegt nicht nur bei der ersten Reihe. „Wenn unsere jungen Spieler in den Punktspielen bestätigen, was sie in der Vorbereitung gezeigt haben, werden wir in der Breite viel besser aufgestellt sein, als in der vergangenen Saiosn“, freut sich Trainer Petri Kujala über die Breite im Kader.

Ein neuer Goalie

Im Tor ersetzt Felix Bick den Finnen Mikko Rämö. Der 24-Jährige von der Düsseldorfer EG, bei der er auf zwölf DEL-Einsätze kam, hat schon als Förderlizenzspieler Kostproben seines Könnens im Colonel-Knight-Stadion abgegeben. Der als Backup vorgesehene Jan Guryca musste am Knie operiert werden, er kann frühestens im Januar wieder aufs Eis gehen. Für ihn kam von den Hannover Indians als Reservetorwart Ansgar Preuß. Sollte Bick ausfallen, würde man je nach Verfügbarkeit die DEL-Förderlizenzspieler Timo Herden (Düsseldorf) oder Patrick Klein (Krefeld) holen.

Drei Säulen der Abwehr verließen die Roten Teufel, in erster Linie schmerzt der Wechsel von Joel Johansson zum SC Riessersee. Das erklärt die Abstimmungsprobleme, die in der Vorbereitung noch auftraten. Die Leistungsträger sollten neben dem erfahrenen Steve Slaton der US-Amerikaner Erik Meland sowie der Ex-Berliner Alex Trivellato. sein Der italienische Nationalspieler, der auch einen deutschen Pass besitzt, schielt aber nach oben, sollte sich ein DEL-Club melden, darf er wechseln. Meland verletzte sich in der Vorbereitung und wird erst Anfang November wieder spielen können. Als Ersatz wurde der Finne Esa Lehikoinen mit einem sechswöchigen Zeitvertrag ausgestattet. „Er ist ein defensiver Typ, der aber einen guten Schuss hat und uns daher auch im Powerplay weiterhilft“, sagt Kujala über seinen Landsmann. Der Abwehr Stabilität verleihen soll Dauerbrenner Daniel Ketter, der zum Kapitän bestimmt wurde. „Er ist ein Spieler, der im Umfeld, im Team und bei der Sportlichen Leitung das Vertrauen genießt. Er hat eine hundertprozentige Identifikation mit dem Verein“, begründet Kujala die Entscheidung. „Wir haben alle das gleiche Ziel vor Augen. Die Mannschaft ist jetzt fünf Wochen zusammen, das passt. Die Schlüsselpositionen sind gut besetzt, die Mischung zwischen Jung und Alt stimmt“, erklärt das Eigengewächs.

Von sich reden dürfte der Nauheimer Angriff machen. Mit den eingespielten Kanadiern James Livingston und Cody Sylvester wurden zwei überdurchschnittliche Stürmer aus Dornbirn (Österreich) verpflichtet. Bei ihrem Landsmann Mike McNamee hängt vieles davon ab, wie schnell er sich auf die – für ihn neuen – breiten europäischen Eisflächen gewöhnt. Da in der Vorbereitung auch die dritte und vierte Reihe regelmäßig ins Schwarze traf, kann die Offensive eine echte Torfabrik werden – dann kann es auch mit dem Ziel Viertelfinale klappen.

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