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Standardisierte Tests: 116 Schulen dokumentieren mit Software Lernfortschritte

Schüler sitzen an einem Computer-Arbeitsplatz. Foto: Friso Gentsch/Archiv Schüler sitzen an einem Computer-Arbeitsplatz.
Wiesbaden. 

116 Schulen in Hessen haben zum neuen Schuljahr die Software „Quop” eingeführt. Sie soll den Lernfortschritt der Schüler beim Lesen und Rechnen aufzeigen. Gut 300 Lehrer hätten sich bislang zu den entsprechenden Fortbildungen angemeldet, heißt es in der Antwort des Kultusministeriums auf eine Kleine Anfrage des SPD-Abgeordneten Christoph Degen. Die meisten der teilnehmenden Schulen seien Grundschulen, wie ein Sprecher des Kultusministeriums sagte.

An dem Pilotprojekt im Schuljahr 2014/15 hatten 80 Schulen teilgenommen, vier meldeten sich noch während des Modellversuchs ab, 19 entschieden sich bislang dafür, die Lerndiagnostik „Quop” dauerhaft zu nutzen. Nach Angaben des Ministeriums läuft das Anmeldeverfahren noch. Man gehe davon aus, dass maximal 30 000 Schüler teilnehmen. Die Kosten dafür lägen bei 323 700 Euro.

Die standardisierten Tests für die Klassen eins bis sechs werden nicht benotet. Die Schüler machen sie etwa alle drei Wochen am Computer. Die Ergebnisse sollen zeigen, welche Fähigkeiten ein Schüler verbessert hat und welche nicht. Unter anderem hatte der Verband Bildung und Erziehung kritisiert, die Tests seien nicht geeignet, Kinder individuell zu fördern. „Quop” sei ausdrücklich kein Förder-, sondern ein Diagnoseinstrument, erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) in seiner Antwort. Es bilde die Grundlage, um über geeignete Maßnahmen für eine passgenaue Förderung zu entscheiden.

(dpa)
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