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Prozess in Gießen: #219a: So solidarisiert sich das Netz mit Kristina Hänel

Heute wurde die Gießener Ärztin Kristina Hänel vom Amtsgericht Gießen zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie auf ihrer Internetseite für Schwangerschaftsabbrüche geworben hat. Und das ist in Deutschland strafbar. Ein Umstand, den viele Menschen kritisieren. So solidarisiert sich das Netz mit Kristina Hänel.
Ärztin Kristina Hänel während des Prozesses vor dem Amtgericht Gießen. Foto: Instagram/joachimgiel Ärztin Kristina Hänel während des Prozesses vor dem Amtgericht Gießen.

Das Werben für Schwangerschaftsabbrüche ist laut Paragraf 219a in Deutschland verboten. Unter dem Titel „Wer öffentlich seines Vermögensvorteils wegen (…) Dienste zur Vornahme oder Förderung eines Schwangerschaftsabbruchs (…) anbietet, (…) wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Der Paragraf soll verhindern, "dass der Schwangerschaftsabbruch in der Öffentlichkeit als etwas Normales dargestellt und kommerzialisiert wird."

Viele Juristen, Frauenrechtler und gemeinnützige Organisationen empfinden diesen Paragrafen als veraltet. Sie fordern die Abschaffung und solidarisieren sich unter dem #219a mit der Ärztin.

Nach dem Urteilsspruch kam es zu einer kleinen Spontandemo durch Gießen.

 

Organisationen wie ProFamilia zeigen ihre Solidarität.

Viele Kritiker des Paragrafen 219a haben den Prozess auch im Gericht begleitet und sich auch während der Verhandlung immer wieder mit Zwischenrufen solidarisch gezeigt.

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