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Demo in Frankfurt nach NSU-Prozessende

Menschen protestieren in Frankfurt für weitere Ermittlungen zur NSU-Mordserie und gegen den Verfassungsschutz. Foto: Boris Roessler Menschen protestieren in Frankfurt für weitere Ermittlungen zur NSU-Mordserie und gegen den Verfassungsschutz.
Frankfurt/Main. 

Nach dem Münchener NSU-Urteil haben am Mittwochabend laut Polizei fast 700 Demonstranten in Frankfurt eine weitere Aufarbeitung der Terrorserie verlangt. „Alles müssen wir selber machen. Verfassungsschutz und Nazistrukturen zerstören”, hieß es beispielsweise auf einem Plakat der Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz. Zwischenfälle gab es nach Angaben der Polizei vorerst nicht.

Ein Sprecher der überregionalen Kampagne „Kein Schlussstrich” kündigte an, dass Straßenschilder mit Namen der NSU-Opfer überklebt werden sollten. Das Gleiche hatten Aktivisten um die Interventionistische Linke nach eigenen Angaben schon am Dienstag in Frankfurt, Darmstadt und Marburg getan - vor allem an Straßen, die NS-belastete Namen trügen.

Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe wurde am Mittwoch in München wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Die Mitangeklagten erhielten mehrjährige Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Der NSU war 2011 aufgeflogen. Zschäpe hatte mit ihren Freunden Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund gelebt. Diese ermordeten neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine Polizistin. Zudem begingen sie Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle. Unter den zehn NSU-Mordopfern war auch der Internetcafé-Betreiber Halit Yozgat aus Kassel.

(dpa)
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