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Entlaufen: Hündin nach halbjähriger Odyssee zurück bei Frauchen

Ende gut, alles gut. Die Schäferhündin Rapunzel aus Franken hat das ungewollte Abenteuer einer 400-Kilometer-Wanderung überstanden. Dabei stand es zuletzt sehr kritisch um sie.
Schäferhündin Rapunzel liegt in einer Tierklinik. Foto: Ennio Leanza/KEYSTONE Schäferhündin Rapunzel liegt in einer Tierklinik.
Zürich/Frankfurt. 

Nach einer fast halbjährigen Odyssee ist die Schäferhündin Rapunzel wieder in der Obhut ihrer Familie. «Es war ein stürmisches, freudiges Wiedersehen. Rapunzel hat sich noch etwas mehr gefreut als sonst», sagte die erleichterte Besitzerin Jasmin Ehret-Väth, nachdem sie am Samstag ihr Haustier aus dem Tierkrankenhaus der Universität Zürich abgeholt hatte. Rapunzel war wohl rund 400 Kilometer vom fränkischen Hösbach bei Aschaffenburg in die Schweiz gewandert. Dort hatten Rettungssanitäter die Hündin am 9. Februar in schlechtem Zustand an einer Autobahn bei Zürich gefunden.

«Die Hündin war mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Auto angefahren worden», sagte Universitätssprecher Beat Müller. Das Tier hatte innere Blutungen, Beckenbrüche und die Milz musste ihm entfernt werden. Anfänglich sei es nicht sicher gewesen, ob sie es schaffen werde, sagte Oberarzt Philipp Schmierer. Dank der Betreuung auf der Intensivstation kam die Schäferhündin aber wieder zu Kräften.

«Rapunzel hat keine psychischen Schäden. Sie macht einen guten Eindruck», freute sich das 41-jährige Frauchen am Samstag. Allerdings sei sie noch nicht so beweglich und könne wohl erst in vier Wochen wieder Treppen steigen. «Sie braucht schon noch intensive Betreuung», so Ehret-Väth. Zu Hause warten noch drei Schäferhunde auf die achtjährige Rapunzel.

Das Tier war vor rund einem halben Jahr bei einem Tierarzt davongelaufen. Jasmin Ehret-Väth und ihre Familie suchten mit Anzeigen und im Internet nach Rapunzel - und bekamen immer wieder Hinweise. Weil die Hündin einen Chip trug, konnten nach ihrem Auffinden ihre Besitzer schnell ermittelt werden. Sie wolle ihre Hündin nun einfach ständig «streicheln und füttern», sagte das Frauchen zu den weiteren Betreuungsplänen. 

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