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Ende des Busfahrer-Streiks unklar: Weiter Busstreik in Hessen - In Darmstadt stehen auch Straßenbahnen

Der Busfahrer-Streik legt vielerorts Verbindungen lahm. In Darmstadt blieben aus Solidarität auch die Straßenbahnen stehen. Wie es am Donnerstag weiter geht, will die Gewerkschaft noch entscheiden.
Busfahrer in Streikwesten mit der Aufschrift "Wir sind es wert" stehen am 09.01.2017 in der Zufahrt des Busdepots der RhönEnergie in Fulda (Hessen). Die Gewerkschaft Verdi hat Busfahrer in vielen Städten Hessens zu Streiks aufgerufen. Foto: Arne Dedert (dpa) Busfahrer in Streikwesten mit der Aufschrift "Wir sind es wert" stehen am 09.01.2017 in der Zufahrt des Busdepots der RhönEnergie in Fulda (Hessen). Die Gewerkschaft Verdi hat Busfahrer in vielen Städten Hessens zu Streiks aufgerufen.
Frankfurt/Darmstadt.  Die Busfahrer in Hessen haben am Mittwoch ihren Streik ausgeweitet. In einigen Städten legten auch Fahrer ihre Arbeit nieder, die nach einem anderen Tarifvertrag bezahlt werden. In Darmstadt blieben nicht nur Busse, sondern auch Straßenbahnen im Depot. «Bei uns fährt gar nichts», sagte eine Sprecherin des Nahverkehrsunternehmens Heag mobilo. Wie es mit dem Streik am (morgigen) Donnerstag weitergeht, wollte die Gewerkschaft Verdi am Nachmittag klären. «Wir entscheiden von Tag zu Tag», sagte eine Sprecherin.

In Fulda war der Stadtbusverkehr komplett lahmgelegt. Im Landkreis dagegen fuhren wieder mehr Busse, am Mittwoch waren es 78 Prozent - im Vergleich zu 57 Prozent an den beiden Vortagen, wie der Busbetreiber RhönEnergie Fulda berichtete. «Das von manch einem befürchtete Chaos ist ausgeblieben. Die Fahrgäste haben sich darauf eingestellt und rufen unsere Informationen ab, welche Linien in Betrieb sind und welche nicht», sagte ein Unternehmenssprecher. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg fuhren 68 Prozent der RhönEnergie-Busse, im Main-Kinzig-Kreis 61 Prozent.

Die RhönEnergie verfügt über rund 210 Busse und beschäftigt 317 Busfahrer, die 76 Linien bedienen. Die Fahrzeuge fahren im gesamten Landkreis Fulda sowie in Teilen von Hersfeld-Rotenburg und dem Main-Kinzig-Kreis (MKK).

Der hessische Busunternehmerverband (LHO) forderte Verdi auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. «Nur beim Ringen um einen realitätsnahen Kompromiss können die Rahmenbedingungen für Fahrer im öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) verbessert werden», teilte LHO-Geschäftsführer Volker Tuchan mit. Die Forderungen von Verdi würden die Lohnkosten um 25 Prozent erhöhen. Das würde die Unternehmen überfordern.

Solidaritätsstreiks sind nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts grundsätzlich möglich. Es muss aber - wie bei anderen Arbeitskampfmaßnahmen auch - der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben.

(dpa)

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