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Zu unrecht in Gewahrsam genommen: Polizei zahlt fast 100 Eintracht-Fans Schadenersatz

Das Polizeipräsidium Südhessen hat 96 Fußball-Fans von Eintracht Frankfurt insgesamt fast 25.000 Euro Schadenersatz bezahlen müssen.
Ein leuchtendes Blaulicht auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. Foto: Jens Büttner/Archiv Ein leuchtendes Blaulicht auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei.
Darmstadt. 

Das Polizeipräsidium Südhessen hat 96 Fußball-Fans von Eintracht Frankfurt insgesamt fast 25.000 Euro Schadenersatz bezahlen müssen. Sie waren einem richterlichen Beschluss zufolge während des Hessenderbys zwischen dem SV Darmstadt 98 und der Eintracht Ende April 2016 rechtswidrig in Gewahrsam genommen worden. Dafür habe jeder 250 Euro bekommen, sagte Polizeisprecher Bernd Hochstädter am Freitag in Darmstadt. Die „Frankfurter Rundschau” hatte zuvor berichtet.

Die Polizei hatte vor dem Spiel in Darmstadt mehrere Frankfurter Fan-Gruppen in Gewahrsam genommen und mit einem Bus ins Polizeipräsidium nach Frankfurt gebracht. Nach Darstellung der „Frankfurter Rundschau” waren die meisten Fans zwischen 16 und 23 Uhr in Gewahrsam. Dabei sei kein Richter eingeschaltet worden.

Ins Stadion selbst durften die Anhänger von Eintracht Frankfurt nicht, weil der DFB nach den Ausschreitungen beim Hinspiel einen Ausschluss der Gästefans verfügt hatte. Die Stadt Darmstadt hatte aus Angst vor Krawallen zunächst sogar ein umstrittenes Innenstadt-Verbot für Eintracht-Fans verhängt. Dies wurde jedoch noch einige Stunden vor dem Spiel gekippt. Insgesamt waren mehr als 500 Menschen vorläufig festgenommen worden. Es war der größte Polizei-Einsatz, den es je bei einem Spiel der „Lilien” gegeben hatte. Rund 1700 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

(dpa)

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