Am liebsten direkt vom Bauernhof

Was ist gesünder: bio oder konventionell? Das ist eine Streitfrage selbst unter Experten. Weitgehend einig sind sich Experten, dass der Pestizidgehalt von Bio-Obst und -Gemüse, weil nicht mit synthetischen Pflanzenschutzmitteln bearbeitet, deutlich geringer ist als bei konventionell erzeugtem.

Was ist gesünder: bio oder konventionell? Das ist eine Streitfrage selbst unter Experten. Weitgehend einig sind sich Experten, dass der Pestizidgehalt von Bio-Obst und -Gemüse, weil nicht mit synthetischen Pflanzenschutzmitteln bearbeitet, deutlich geringer ist als bei konventionell erzeugtem.

Bei den Fans von Bio-Produkten hört man immer wieder, damit sei man auf der sicheren Seite. Schließlich könnten manche Pestizide in großen Mengen beim Menschen Krebs auslösen, das Erbgut schädigen oder den Hormonhaushalt stören. Das ist ein Argument. Immerhin weisen alljährlich zwischen drei und fünf Prozent des im Rahmen des EU-Pestizid-Monitorings getesteten Obsts und Gemüses unzulässig hohe Pestizid-Werte auf. In einigen Fällen, so heißt es in einem entsprechenden EU-Bericht, könne ein Gesundheitsrisiko nicht ausgeschlossen werden. In des Verbrauchers Bewusstsein rückt dieser Umstand meist erst dann, wenn im Radio vor Paprika aus Spanien oder Rucola aus wer weiß woher gewarnt wird.

Andere Experten erklären, dass auch bei konventionell angebautem Obst und Gemüse Pestizid-Rückstände in den allermeisten Fällen gar nicht nachweisbar seien oder zumindest unter dem Grenzwert lägen. Von gesundheitlicher Gefährdung sei deshalb nicht auszugehen.

Wie auch immer: Frankfurter, die nur Bio-Produkte wollen, finden in Bio-Supermärkten und in Fachabteilungen konventioneller Supermärkte eine breite Auswahl auch frischer Produkte. Was offenbar eine weitaus größere Attraktivität für die Metropolenbewohner hat: Produkte frisch vom Feld direkt in ihren Einkaufskorb. Diesen Wunsch nach naturnahem Einkauf, nach gesundem Genuss und frischen Waren ohne lange Lieferwege haben offenkundig so viele Bürger, dass die Stadt Frankfurt jetzt ihren Bürgern ein kleines Brevier an die Hand gibt, das aufzeigt, wo in der Stadt die 22 Wochenmärkte zu finden sind, wo es Hofläden gibt und welche bäuerlichen Betriebe ihre Erzeugnisse direkt ab Hof verkaufen. Frankfurt ist nämlich nicht nur die Stadt der Banken, sondern auch die der Bauern.

«In Frankfurt gibt es überraschend vielfältige Möglichkeiten, frische, in der Stadt erzeugte Produkte einzukaufen», sagt dazu Manuela Rottmann (Grüne), Dezernentin für Umwelt und Gesundheit. «Frisch von Feld und Hof in Frankfurt am Main» heißt die Broschüre, die hier erhältlich ist: Bürgerberatung, Presse- und Informationsamt, Römerberg 32; Umweltamt, Galvanistraße 28 sowie Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, Hanauer Landstraße 126–128. enz

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