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Eintracht Frankfurt: Ein Schatz aus Plastik im Eintracht-Museum

Ende des Monats feiert das Eintracht-Museum seinen zehnten Geburtstag. Aus diesem Anlass stellt Museumsleiter Matthias Thoma hier fünf besondere Ausstellungsstücke vor – und erzählt ihre Geschichten.
Ein nicht allzu großes Stück Plastik mit dem Autogramm eines Weltstars und einer dazu gehörenden großen Geschichte: der „Vettel-Becher“. Foto: Steffen Ewald Ein nicht allzu großes Stück Plastik mit dem Autogramm eines Weltstars und einer dazu gehörenden großen Geschichte: der „Vettel-Becher“.
Frankfurt. 

Das Spiel der Frankfurter Eintracht gegen den FSV Mainz 05 am Nikolausabend 2009 war hoch emotional. Im ausverkauften Frankfurter Stadion brachte Maik Franz die Eintracht in der 29. Minute in Führung, Alexander Meier sorgte in der 90. Minute mit seinem Treffer zum 2:0 für den Schlusspunkt.

In Erinnerung bleiben aber vor allem viele Zweikämpfe, ein massiver Disput zwischen Aristide Bancé und Maik Franz – und eine Rote Karte für den Mainzer Amri.

Sebastian Vettel, Formel-1-Weltmeister mit Wurzeln im hessischen Heppenheim und erklärter Eintracht-Fan, hat das Spiel damals mit Freunden in der Nordwestkurve erlebt.

Und er wusste, dass er abends im aktuellen Sportstudio des ZDF den damaligen Mainzer Trainer Thomas Tuchel treffen würde.

Im Interview mit dieser Zeitung erinnerte sich Vettel später: „Beim Spiel ist die Idee entstanden. Ich habe ein Mineralwasser getrunken, und den Becher mit unserem Eintracht-Adler drauf habe ich als Gag für den Mainzer Trainer Thomas Tuchel, der ebenfalls Studiogast war, in Geschenkpapier verpackt mitgenommen – zum Trost, weil die Eintracht 2:0 gewonnen hatte, mit einer kleinen Widmung.“

Die Widmung auf dem Becher lautete: „Als Erinnerung an den 0:2-Erfolg“. Gut verpackt in rot-weißem Geschenkpapier übergab Vettel den Becher am Abend im ZDF-Studio an den von der Niederlage noch sichtlich angefressenen Thomas Tuchel – und erwähnte noch spitzbübisch, dass Tuchel diesen ja umdrehen könnte – als Vitrine für Mainz 05.

Thomas Tuchel hat den „Vettel-Becher“ nicht aufgehoben. Vielmehr wurde der mit einem Schlag prominent gewordene Plastikbecher bei einer Online-Auktion versteigert. Der Erlös sollte der Kinderkrebsstation der Uni Mainz gespendet werden.

Wenn Eintracht-Fans so etwas spitz kriegen, sind sie schnell dabei. Und so wurde der „Vettel-Becher“ von den Fans, allen voran dem EFC Äppelwoi, für einige hundert Euro ersteigert.

Knapp ein Jahr nach dem Auftritt im Sportstudio landete der Becher vor dem nächsten Heimspiel gegen Mainz 05 dann im Eintracht-Museum.

Vereinspräsident Peter Fischer ließ es sich nicht nehmen, das Exponat mit Handschuhen, wie im Museum üblich, in die Vitrine zu stellen und scherzhaft zu fragen: „Wenn ihr euch schon so um einen Plastikbecher bemüht, was ist dann hier erst los, wenn wir mal richtig was gewinnen?“

Bis heute steht der „Vettel-Becher“ in einer Vitrine – und fast alle Besucher erinnern sich an den Sieg der Eintracht am Nikolausabend 2009, an Vettels Auftritt im aktuellen Sportstudio und an die Geschichte des Bechers, der heute zu den meistfotografierten Exponaten im Museum gehört.

 

Am Donnerstag lesen Sie:

Der dritte Teil der Serie – Das Spielberichtsbuch der Victoria.

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