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Was meint eigentlich Uwe Bindewald?: Eintracht-Idol: "Rostock geht mir immer noch sehr nah"

Zwischen 1988 und 2004 erlebte Uwe Bindewald mit Eintracht Frankfurt sämtliche Aufs und Abs, die man als Fußballprofi nur erleben kann. Der ehemalige Verteidiger ist der Eintracht immer noch treu – und verrät im Gespräch mit der FNP, welche Momente seiner Karriere ihm heute noch in Erinnerung sind.
Immer ein unbequemer Gegenspieler, wie hier im September 1991: Uwe Bindewald (r.) hält den Nürnberger Sergio Zarate in Schach. Foto: imago sportfotodienst Immer ein unbequemer Gegenspieler, wie hier im September 1991: Uwe Bindewald (r.) hält den Nürnberger Sergio Zarate in Schach.
Frankfurt. 

In 436 Spielen trug Uwe Bindewald das Trikot von Eintracht Frankfurt. Er war für eine ganze Generation an Fans ein Idol und für manchen bestimmt auch fußballerisches Vorbild. Er war zwar nie der geborene Techniker. Dafür aber ein leidenschaftlicher Kämpfer, der sich für seine Mannschaft auf dem Platz zerriss. Heute gibt er diese Tugenden an den Nachwuchs weiter. Als Co-Trainer der Frankfurter A-Jugend. Seit zwei Jahren trainiert er mit seinem langjährigen Weggefährten Alexander Schur die 17- bis 19-Jährigen am Riederwald. Seine vielen Erfahrungen gibt er so nun an die Nachwuchskicker weiter. In seiner aktiven Karriere erlebte er selbst 17 Trainer. Für ihn der härteste Trainer seiner Fußballerlaufbahn war Felix Magath. Unter „Quälix“ kam er auf 14 Einsätze, dazu kam ein komplizierter Handgelenkbruch im Trainingslager hinzu. Es hätte besser für Uwe Bindewald laufen können.

Manchmal auch noch selbst am Ball: Uwe Bindewald Bild-Zoom Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst)
Manchmal auch noch selbst am Ball: Uwe Bindewald
Inzwischen kann er über diese Zeit schmunzeln. Damals war ihm allerdings nicht zum Lachen zumute. Sogar Wechselgedanken kamen bei ihm auf. Und das, obwohl er zuvor schon einmal den Gang in die Zweite Liga mit der Eintracht angetreten hatte, ohne ernsthaft einen Vereinswechsel in Erwägung zu ziehen. „Ich komme hier aus der Gegend und wollte daher gern bei der Eintracht bleiben“, so Bindewald. Und das tat er dann letztendlich auch. Er überstand die Zeit unter Magath und konnte für sich am Ende – Kämpfer wie er ist – sogar etwas Positives herausziehen: „Man muss schon mal die Ärmel hochkrempeln können. Solche Erfahrungen bringen einen auch weiter.“

Weitergebracht haben ihn auch die „einschneidenden Erlebnisse“, die er mit der SGE während etlichen Auf- und Abstiegskämpfen machte. „Aufstiege oder wenn der Klassenerhalt am Ende doch noch geschafft wurde, sind tolle Erfahrungen, die man nicht vergisst“, sagt er heute. Zweimal durfte er die Emotionen erleben, die ein Aufstieg mit sich bringt. Einem Aufstieg geht aber auch immer ein Abstieg voraus. Insgesamt stieg Bindewald gleich dreimal mit der Eintracht in die Zweite Liga ab. Und er erlebte auch die unsichere Zeit im Jahr 2002 als der Verein gegen die Insolvenz kämpfte.

Weniger schöne Erinnerungen hat er außerdem an das Drama von Rostock 1992, als die Frankfurter schon eine Hand an der Meisterschale hatten und am Ende doch mit leeren Händen dastanden. „Das sind ganz traurige Erinnerungen. Mit zunehmendem Alter wird es einem noch bewusster, wie tragisch das damals alles war. Es geht mir immer noch sehr nah, wenn ich daran zurückdenke“, beschreibt der gebürtige Friedberger.

Aktuell aber gilt seine Konzentration den U 19-Jungs, wenn sie in der A-Junioren-Bundesliga gegen den Ball treten. Nachdem der Klassenerhalt in der vergangenen Spielzeit erst kurz vor Saisonende gesichert wurde, soll diese Spielzeit etwas besser verlaufen. Einen Sieg aus drei Partien hat die U19 bisher eingefahren. Der nächste soll am besten schon im nächsten Spiel am 10. September (13 Uhr) in Karlsruhe hinzukommen.

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