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Eintracht Frankfurt Alexander Meier: Meier - der Fußballgott ist der Wahnsinn!

Von "Fußballgott" - so wird Alexander Meier genannt. Tore pflastern seinen Weg. Eine Hommage an den Torgarant der Frankfurt Eintracht.
Eine Eintracht-Legende: Alexander Meier. Foto: Hübner Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Eine Eintracht-Legende: Alexander Meier. Foto: Hübner
Frankfurt. 

Normalerweise sollten Journalisten eine gewisse Distanz bewahren. Nach den Leistungen von Alexander Meier in der Hinrunde ist das aber nicht möglich. Der Typ ist wirklich der Hammer. Da kann man sich einfach mal als Fan outen. Der Doppelpack gegen Hertha in der Schlussphase war ein absoluter Knaller. Noch jetzt habe ich eine Gänsehaut. Danke, Alex!

Zwölf Buden hat "der Lange" in dieser Saison schon wieder erzielt. Ja, richtig, zwölf Tore in 15 Spielen. Das kann man getrost als verrückt bezeichnen. Verrückt, weil die Eintracht auf einen desaströsen Herbst zurückblickt. Nach fünf Niederlagen in Serie rumorte es im Stadtwald gewaltig. So ziemlich jeder, auch ich, befürchtete den Fall ins Bodenlose.

Meier vertreibt die Krise

Aber nicht mit dem Fußballgott. Meier lief in dieser Zeit zur Topform auf - und hievte die SGE aus dem Tal der Tränen. Aktuell rangiert der Frankfurter Torgarant auf dem ersten Platz der Torjägerliste, hat Topstürmer wie Klaas-Jan Huntelaar vom FC Schalke oder Bayern-Star Robert Lewandowski (beide sieben Treffer) klar abgehängt. Auf dem zweiten Platz folgen Eric Maxim Choupo-Moting und Arjen Robben mit neun Treffern. Das ist doch der Knaller. Einfach nur verrückt.

Bilderstrecke Eintracht: Die zwölf Tore des Torjägers Alex Meier
"Fußballgott" Alex Meier erzielte bisher zwölf Saisontore für die Eintracht. In unserer Bilderstrecke zeigen wir nochmal seine Tore. Hier ist die erste Bude, am 4. Spieltag auf Schalke. Meier erzielt das 0:1, Endstand 2:2. Fotos: Hübner, Schüler, dpaGegen Mainz 05 traf Meier am 5.Spieltag zum zwischenzeitlichen 1:2. Nach herrlicher Kombination von Piazon und Hasebe steckte Letzterer am Sechzehner zum richtigen Zeitpunkt auf Meier durch, der frei vor Karius ins lange Eck vollendete. Das Spiel endete 2:2.Am 7. Spieltag gelang dem Torjäger ein Doppelpack beim 3:2 Sieg gegen den 1. FC Köln. Erst erzielte er kurz vor der Pause den 1:1 Ausgleich, als er eine Flanke von Haris Seferovic im Tor unterbrachte...

Und das in einer Saison, die für ihn schwierig begann. Zum Auftakt der aktuellen Spielzeit saß er einige Male auf der Bank. Da wurde schon über ein zerrüttetes Verhältnis mit Thomas Schaaf spekuliert. "Alles Schwachsinn. Seit er fit ist, zeigt er, wie wichtig er für uns ist", sagte der Trainer erst vor wenigen Tagen.

Meier zeigt es mal wieder allen - und bestätigt eindrucksvoll, warum die Frankfurter Fußball-Fans ihn als Fußballgott verehren. Diesen Titel hat er sich hart erkämpft. 2004 kam er mit 21 Jahren als Nobody in die Mainmetropole - und durchlitt mit den Adlern sportlich schwere Jahre. 2011, als Spieler wie Marco Russ oder Patrick Ochs nach dem Abstieg den Abflug machten, trat er mit der SGE den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit an.

Bilderstrecke Eintracht: Die geilsten Fanbilder der Hinrunde
"In guten wie in schlechten Tagen stehn wir stehts zu dir, ob Niederlage oder Sieg deine Fans sind immer hier." Auf die Fans der Frankfurter Eintracht war in der Hinrunde 2014/15 mal wieder Verlass. Unsere Fotostrecke zeigt emotionale Bilder von tausenden feiernden Menschen, tollen Choreos und prallvoll gefüllten Famblocken. Fotos: Hübner, Schüler, imago16.08.2014: Riesenstimmung im Frankfurter Fanblock in der ersten Pokalrunde. Frankfurt war zu Gast bei Viktoria Berlin.Für immer Waldstadion: Die Fans lieben die Arena im Frankfurter Stadtwald, hadern aber ein wenig mit dem Namen. Das Banner verdeutlicht eindrucksvoll, wie die "Commerzbank-Arena" im Volksmund genannt wird.

Der Lohn: 34 Spiele und 17 Tore später war er Torschützenkönig der zweiten Liga. Ganz nebenbei kehrte die Eintracht direkt ins Fußball-Oberhaus zurück. Dieser Erfolg wird auf ewig mit den Leistungen des mittlerweile 31 Jahre alten Meiers verbunden bleiben. Für einen Mittelfeldspieler war das schon der Knaller. Aber damit noch nicht genug.

Im Jahr darauf schoss er die Eintracht mit 16 Treffern in den internationalen Wettbewerb. Fantastische Bilanz. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war aus dem langen Schlacks die ultimative Lebensversicherung der Fußballer aus der Mainmetropole geworden.

Ehre, wem Ehre gebührt

Meier rockt, und ist dabei wie ein guter Wein - je älter, desto besser. In der Spielzeit 2013/14 war er in der Liga mit acht Toren wieder gut dabei. In der Europa Liga präsentierte er sich ebenfalls in Torlaune. In sechs Spielen erzielte er sieben Tore. Schade, dass die Eintracht vom FC Porto in der Zwischenrunde gestoppt wurde. Beim Wahnsinns-Remis (3:3) im Frankfurter Stadtwald traf der Buchholzer doppelt, konnte das Ausscheiden schlussendlich aber nicht verhindern. Dennoch bleibt festzuhalten: Ehre, wem Ehre gebührt!

Zwischendurch liebäugelte Meier mit einem Wechsel. Nach einer gefühlten Ewigkeit in Diensten der Eintracht dachte er laut über eine neue sportliche Herausforderung nach. Da gab es einige Optionen für den bescheidenen Profi, der am liebsten Tore sprechen lässt. Am Ende entschied er sich - wieder einmal - für die launische Diva. Es gibt nur ein Wort, das zu dieser Entscheidung passt: Respekt!

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